Dürkopp Freilaufnabe mit Rücktrittbremse 1930er Jahre

Freilaufnabe mit Rücktrittbremse Deutsches Reichs-Patent « Deutsches Reichs-Gebrauchsmusfer DURKOPPWERKE*AG BIELEFELD Die Abbildungen des vorliegenden Prospektes sind Reproduktionen photographischer Aufnahmen unserer Erzeugnisse. Nachdruck derselben oder des Textes, auch einzelner Stellen, ohne unser schriftliches Einverständnis wird gerichtlich verfolgt. (Gesetz vom 19, 6. 1901). Übersetzungsrecht vorbehalten Die Dürkopp-Freilaufnabe, durch verschiedene Patente und D. R. G.M. geschützt, zeichnet sich durch ganz besonders leichten Lauf, sowohl im gekuppeltem Zustande wie auch in der Freilaufstellung, aus. Die Kupplung mif dem Nabenkörper wird durch Walzen bewirkt, welche in einem Kupplungskorb gelagert sind. Die Brems- wirkung ist kräftig und wird schon bei geringem Rückwärtsfrefen wirksam; sie gestattet, Gefälle von 25-30 ohne Gefahr hinab zu fahren. BORNT@PB, laufnabe BR z 2 Die Bremsung erfolgt durch eine Lamellenbremse, d. h. im Nabenkörper sind zwei kleinere und drei größere seitlich verschiebbare Bremsscheiben vorgesehen, von denen die 3 größeren durch den Nabenkörper mitgenommen werden und rotieren, während die 2 kleinen auf dem abgeflachten Ansatz des links- seitigen Konus sitzenden Scheiben sich nicht mit drehen können. Weiter nach der Mitte der Nabe zu befindet sich ein Bremskonus mit einem Kronengetriebe Durch die schrägen Flächen des Kronengetriebes wird beim Rückwärtstreten der Bremskonus nach links gegen die sich mit der Nabe drehenden und die auf dem abgeflachten Konus stillstehenden Scheiben gedrängt und preßt diese zusammen, wodurch eine Reibung bezw. ein Bremsen hervorgerufen wird Wegen der wenig abgeschrägten Flächen des Kronengetriebes braucht die Kraft beim Rück wärtstreten nur sehr klein zu sein, um schon verhälfnismäßig große Bremswirkung hervorzurufen. Deshalb fritt ein Erlahmen der Füße selbst bei längerem Rückfreten nicht ein. Die gleichmäßige Anpressung der gesamten Bremsfläche bei jedem Bremsdruck bewirkt sofortige wirkungsvollste Bremsung, was dem Fahrer auch im dichtesten Straßenverkehr das Gefühl größter Sicherheit gibt. Bei sehr langem und steilem Gefälle kann es infolge anhaltender Betätigung der Bremse vorkommen, daß durch die Pressung und die dadurch auftretende Erwärmung das zwischen den Scheiben befindliche Ol herausgedrängt wird und daß die dann zu trockenen Scheiben ein pfeifendes Geräusch verursachen. Das ist aber bedeutungslos und hört sofort wieder auf, wenn man den Fuß ein wenig lüftet. Auseinandernehmen der Dürkopp-Freilauf-Bremsnabe. Um die Nabe auseinanderzunehmen, wird die Ahsgegenmufter A 342 auf der Zahnkranzseite abgetrennt, Vorlegescheibe B 369 abgezogen und Regulierkonus A 244 ebenfalls von der Achse abgeschraubt. Zu diesem Zweck muß man natürlich die Freilaufnabe am Bremshebel B 180 festhalten Nach Entfernung obiger drei Teile lassen sich einerseits die mit dem linken Konus, andererseits der Antriebskörper mit dem Zahnkranz aus dem Naben gehäuse A 255 herausziehen = Brope Bre emss Scheiben | 17 8 Linke Hinterra Um nun auch den Bremsmechanismus zu zerlegen, wird die linke Hinterrad- schale A 241, die Linksgewinde hat, mittels Nasenschlüssels in Richtung des Uhrzeigers, also nach rechts herum, herausgeschraubt; man kann dann die noch in der Nabe befindlichen Teile wie Bremshülse A 261 mit Bremskonus A 262 und Deckscheibe B 177 sowie die 5 Bremslamellen B 178 und B 162 herausnehmen Falls die Nabe beim Vorwärtstreten einmal nicht mitgenommen wird, so kann dies daran liegen, daß sich irgendwie Schmutz oder sonstige Fremdkörper unter die Kupplungsrollen gesetzt haben, oder daß die Rollen durch dick und harzig gewordenes Ol in ihrer Bewegung gehindert werden. Um dem abzuhelfen, kann es nötig werden, den Antrieb auseinanderzunehmen. Man nimmt zu dem Zweck den Antrieb mit Zahnkranz in die linke Hand und schraubt mit dem Doppelnasenschlüssel B 181 die Ringmutter A 263 (siehe Abbildung) los, zieht dann den Rollenkorb vorsichtig herunter, wobei die 5 Rollen herausfallen, nimmt den Kugelring L 42 ab und säubert die Kurven flächen und die Rollen Wird auch die Auswechslung des Zahnkranzes erforderlich, dann spannt man die Lochplatte (Händler - Werkzeug) in einen Schraubstock und setzt den Antriebskörper A 257 mit seinen Kurvenflächen hinein, schraubt dann mit einem Nasenflügel die mit Linksgewinde versehene Ringmutter B 163 nach rechts herum los. Mittels des Zahnkranzschlüssels, der für jeden Zahnkranz eingestellt werden kann, schraubt man denselben links herum los, wobei sich gleichzeitig der unter dem Zahnkranze befindliche Staubdeckel B 179 löst Man letztere gewisse Beim versuche Teile der Aufsetzen Staubdeckel B Zahnkranzgegenmutter ring L 24 aui ınz den Spe 14 übe ( niemals, den Zahnkranz von der Nabe abzuschrauben, ohne auseinandergenommen zu haben, denn sonst besteht die Gefahr Nabe zu beschädigen eines neuen Zahnkranzes setzt man zuerst wieder den 179 auf, schraubt den Zahnkranz nach rechts herum und die nach links herum fest. Alsdann legt man den Kugel die geschlossene Seite des Kugelringes dem Zahnkranze zu Schlüssel B 181 Hilfsrohr den ebt den Rollen S 1 verschraubt der Rollenkorb A 258 Rollen A259 Hilfsrohr Rollenkorb mit Montierungs-Hilfsrohr Zusammensetzen der Dürkopp-Freilauf-Bremsnabe. Beim Zusammenseftzen der Dürkopp-Freilauf-Bremsnabe wird zweck mäßig zuerst die linke Seite der Naben montiert Die Bremshülse A 261 wird mit dem Bremskonus A 262, Deckscheibe B 177 und dem Schleifleder B 176, deren Nasenspitze nach links, also nach der Bremsseite hin liegen muß in das Nabengehäuse geschoben. Alsdann werden die 5 Bremsscheiben mit rundem und rechteckigem Loch abwechselnd hineingelegt, und zwar zuerst eine Scheibe mit rundem Loch B 178 und dann eine mit rechteckigem Loch B 162 Hierbei muß beachtet werden, daß die rundgelochten Scheiben B 178 sich in h 'g Bremskonus A262 a ar remsSscheibenDir Bremshülse A26ı Linker Konus AB4 jtaubschutzring B166 den Gleitstücken der Nabe leicht führen. Die linke Hinteradschale A 241 wird linksherum eingeschraubt und der Kugelhaltering L 23 mit der geschlossenen Seite nach außen eingelegt Zwecks guter Abdichtung muß der Staubschutz ring B 165 wieder in die linke Hinterradschale gedrückt werden. Alsdann werden die Bremsscheiben derart geordnet, daß die beiden kleinen Scheiben mit ihren rechteckigen Oeffnungen so stehen, daß der abgeflachte linke Konus A 341 eingesetzt werden kann. Mit der linken Hand wird der Konus am Herausfallen gehindert und auf der rechten Seite der komplette Antrieb unter Linksdrehen in das Gehäuse geschoben, sodaß er einschnappt. Dann wird die Achse A 240 mit Kugelring L 22, Stellkonus A 244, Vorlegscheibe B 369 und Achsgegenmutter A 342 von rechts in die Nabe hineingeschoben und unter Festhalten des linken Konusses die Achse eingeschraubt. Die Nabe wird so eingestellt, das sie leicht auf der Achse pendelt. Darauf wird der Bremshebel B 180 aufgesteckt und durch die davor geschraubte Achsgegenmutter A 342 mit Vorlegscheibe B 369 die Nabenstellung gesichert Kettenlinie. Die Nabe ist für 38 mm 1 Zoll Kettenlinie eingerichtet, doch kann diese durch Umdrehen des Zahnkranzes auf 41 mm 1°/s Zoll geändert werden Ölung. Bei der Bremsnabe ist ganz besonders darauf zu achten, daß nie ein zu dünnes Oel zur Verwendung kommt, weil meistens derartige Oele viel zu leicht von den reibenden Flächen verdrängt werden und diese alsdann trocken laufen Außerdem hat ein dünnes Oel stets den Nachteil, daß man, da eine Nabe niemals völlig dicht schließend zu bekommen ist, das allmähliche Herauslaufen nicht verhindern kann, Unser $chmieröl ist genügend dickflüssig, völlig harz- und säurefrei und kann für diese Zwecke daher bestens empfohlen werden „Dürkopp“ Freilaufbremsnabe. Fabrikations-Nr Fabrikations-Nr HNMS8 „Dürkopp“ Freilaufbremsnabe B 165 Staubschutzring zur linken vollständig Hinterradschale A2 Mutter zur Schellenschraube B 166 Staubschutzring zum linken A 240 Hinterradachse Konus A 241 Linke Hinterradschale B 168 Achsenscheibe A 244 Rechter Stellkonus B 170 Schelle zum Hebel A 249 Auftritt B 171 Schlüssel A 250 Achsenmutter B 175 Walzenfeder (5 Stück) A 251 Schellenschraube 3 176 Schleiffeder zum Rollen A 255 Nabengehäuse mit NM la führungskorb A 256 Konus 3 177 Deckscheibe zum Bremskonus A 257 B 178 Große Bremsscheibe (3 Stück) A 258 Rollenführungskorb 3 179 Verschlußdeckel A 259 Walze (5 Stück) B 180 Hebel A 260 Walzenfederschraube B 181 Zapfenschlüssel A 261 Bremshülse 1322 Kuselhaltering mit Kugeln A 262 Bremskonus für den Stellkonus A 263 Ringm e 1723 Ku haltering mit Kugeln B 162 Kleine Bre für die lin} Hinterradschale B 163 Zal I eg nutte 1524 Kuselhaltering mit Kugeln ür Teile der Dürkopp-Freilauf-Bremsnabe. S ö i 8 E F 1 2 7 \ i N \ N / I - Sa N 3 L, A2ug 8192 \ $ i @ DURKOPPWERKE BIEL’EFELD. en 18) = N Z @:

Dürkopp Freilaufnabe mit Rücktrittbremse 1930er Jahre


Von
1930 - 1939
Seiten
8
Dokumentenart
Anleitung
Land
Deutschland
Marke
Dürkopp
Quelle
Heinz Fingerhut
Hinzugefügt am
01.05.2019
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