Fichtel u. Sachs Kettenschaltung Faltblatt 1952

Vorschau (359 KiB)

R % F&S_Dreigang- Kettenschaltung F&S| Anleitung zur Bedienung und Pflege der F & S - Dreigang - Kettenschaltung 1. Bedienung Die Kette wird während des normalen Tretens umgeschaltet; also weder wäh- rend des Freilaufhaltens noch bei kräf- tigem Druck auf die Pedale. Demgemäß: Am Berg beizeiten umschalten, nicht erst, wenn das Rad fast zum Stillstand ge- kommen ist. Auch nicht kurz vorBetätigung der Rücktrittbremse umschalten, da sonst u.U. die Kette noch nicht richtig eingreift und beimBremsen abspringen oder durch- rutschen kann. I Me GATTA (Schalthebel in der mittleren Raste des nz Schaltsegmentes.) Wird auf der Ebene F unter normalen Verhältnissen gefahren. 5 (Schalthebel in der vorderen Raste.) Für leichte Gefälle und Rückenwind. ZBaurggang (Schalthebel in der hinteren Raste.) Für Steigungen und Gegenwind. Das Schalten a) Normalgang auf Schnellgang Den Schalthebel erst etwas nach rechts drücken (Stift aus der Raste heben), dann nach vorne schieben, bis der Stift in die nächste Raste einspringt. b) Normalgang auf Berggang Den Schalthebel nach rechts drücken (wie bei a), zum Anschlag zurückschieben, bis die Kette überspringt, dann wieder etwas nach vorne gehen, bis der Stift einrastet. c) Schnellgang auf Normalgang Den Schalthebel nach rechts aus der Raste heben, nach hinten bis etwas über die Raste für den Normalgang zurückschie- ben,bisdieKetteüberspringt,dann wieder etwas nach vorne gehen und einrasten. Io 2: 3. Gang si (nn | —— ' ’ I I 1 T Abb. 1 Also: Beim Nachvorneschalten direkt auf den gewünschten Gang schalten (Abb. 1), beim Rückwärtsschalten über ‘die ge- wünschte Gangstellung hinausschieben, 1 2% 3. Gang Fene) [ms | EE Abb. 2 bis die Kette umschaltet,und dann erst wie- der nach vorne einrasten (Abb. 2). Es kann auch vom Berggang direkt auf den Schnell- gang oder umgekehrt geschaltet werden. Zum rascheren Überspringen der Kette kann man auch nach vorne überschal- ten, besonders dann, wenn im Laufe der Zeit die Kette eine größere seitliche Lose bekommen hat. 2. Ausbau Auf den Berggang (großen Zahnkranz der Nabe) schalten, Achsmuttern bezw. Flügelmuttern lösen, Kette vom großen Kettenrad abheben und das Rad aus dem Rahmen nehmen. (Bei der Renn- und Sportausführung ist die Verbindungslasche am Gabelende festge- nietet. Beim Ausbau des Hinterrades muß die Kette nicht vom großen Kettenrad genommen werden, da das Rad nach vorne herausfällt.) Einbau Rad in den Rahmen einführen bis zum Anschlag der Achse in der Verbindungs- lasche (siehe Abbildung 3). Kette auf den Abb. 3 großen Zahnkranz der Nabe (Berggang), sowie auf das große Kettenrad am Tret- lager auflegen und Achsmuttern bezw. Flügelmuttern festziehen. Auf Normal- gang (mittleren Zahnkranz) der Nabe schalten und kontrollieren, ob das Schalt- zahnrädchen mit diesem Zahnkranz in einer Ebene liegt, wenn nicht, muß eine Nachstellung nach Punkt 3 erfolgen. Beim Einbau ist immer darauf zu achten, daß die Kette nicht länger als nötig ist. Sie muß beim Umschalten vom mittleren auf den großen Zahnkranz gerade noch über die Spitzen des großen Zahnkranzes springen können. Nachstellen Springt die Kette nicht mehr gleichmäßig gut auf alle drei Zahnkränze, dann muß das Gestänge nachgestellt werden. Die Kette wird auf den mittleren Zahnkranz in die Stellung für den Normalgang ge- bracht. Von hinten kontrollieren, ob das Schaltzahnrädchen mit dem mittleren Zahnkranz spurt. Die Gegenmutter an der Regulierhülse (Abb. 4) des Gestänges lösen und die Regulierhülse so ver- drehen, bis das kleine Schaltzahnrädchen in der Ebene des mittleren Zahnkranzes liegt. Gegenmutter dann wieder fest- ziehen! Im Berggang (Kette auf dem großen Zahnkranz) muß das Gestänge leicht gespannt sein. Pflege Bei vernünftiger Behandlung und etwas Pflege arbeitet dieKettenschaltung jahre- lang einwandfrei. Wenn die Kette stark verschmutzt ist und geräuschvoll läuft, muß sie gereinigt werden. Am besten wird sie in Benzin oder Petroleum ge- reinigt und wieder gut geölt. Die be- weglichen Teile der Schaltung erhalten von Zeit zu Zeit einige Tropfen Ol. 5. Allgemeines Stellt sichim Laufe der Zeit einDurchtreten der Kette bei starker Beanspruchung ein, so ist dies meistens auf eine natürliche Ab- nützung der Kette und der Zahnkränze zu- rückzuführen. Zweckmäßig werden dann diese Teile vom Fachmann durch neue ersetzt. Wenn die Umschalt-Vorrichtung nicht auf allen Zahnkränzen einwandfrei arbeitet oder sich im neuen Zustand durchtritt, liegt ein Einbaufehler vor, der vom Fachmann behoben werden muß. Bei jeder Kettenschaltung ist zu beachten, daß sich der tote Gang zwischen Antrieb . und Bremse infolge der längeren Kette vergrößert. Beim Bremsen ist also das nach hinten stehende Pedal etwas höher zu stellenalsvorherohneKettenschaltung. Beim Befahren von Gefällen läßt sich die Bremswirkung steigern, wenn man auf den Normal- oder Berggang schaltet. Bei längeren Gefällen empfiehlt es sich da- her, den Gang einzuschalten, mit dem man den Berg hinauffahren würde. Das Ideal des Radfahrers -Nabe mit F& S-Kettenschaltung FICHTEL & SACHS AG. - SCHWEINFURT 0316 b 8. 52. 200 u eh an

Fichtel u. Sachs Kettenschaltung Faltblatt 1952


Von
1952
Seiten
8
Art
Faltblatt
Land
Deutschland
Marke
Fichtel und Sachs
Quelle
Heinz Fingerhut
Hinzugefügt am
25.01.2020
Schlagworte
Als Gast hast Du Zugriff auf die Vorschau in reduzierter Qualität, als Vereinsmitglied des Historische Fahrräder e.V. kannst Du auf die höher aufgelöste Standard Qualität zugreifen.
Standard (669 KiB) Publikationsqualität anfordern wird später freigeschaltet

Ähnliche Dokumente

Fichtel und Sachs Torpedo Dreigangnabe mit Bremse Handbuch 1956
1956, Anleitung, 21 Seiten
Fichtel und Sachs Torpedo Dreigangnabe ohne Bremse Modell 55 Reparaturanweisung 1958
1958, Anleitung, 23 Seiten
Fichtel und Sachs Torpedo Dreigang- Leerlaufnabe Einbau- und Reparaturanweisung 1960er Jahre
1960 - 1969, Anleitung, 24 Seiten