Fichtel und Sachs Torpedo Dreigangnabe mit Bremse Modell 55 Reparaturanweisung 1959

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TORPEDO-DREIGANGNABE MIT BREMSE Modell 55 REPARATURANWEISUNG Nr. 167.8/4 Allgemeines Die Torpedo-Dreigangnabe mit Bremse, Modell 55, ist für Sport-, Gebrauchs- und Tourenräder entwickelt worden. Die Gangabstufungen dieser Nabe sind so gewählt, daß der Radfahrer alle auftretenden Fahrwiderstände ohne große Mühe bewältigen kann. Die Nabe besitzt einen Antrieb mit doppeltem Klinkengesperre und fällt durch ihren geringen Außendurchmesser und die moderne Form der vollverchromten Stahl- hülse besonders auf. Ein kräftiges Planetenradgetriebe ist organisch in die Nabe ein- gebaut und nach außen mit Labyrinthabdichtungen abgedichtet. Das Getriebe ist gut geschmiert und bedarf kaum einer Wartung. Die Nabe erfüllt somit alle Anforderun- gen, die an eine gute Getriebefreilaufnabe mit Rücktrittbremse gestellt werden. Beson- dere Vorzüge: Unbedingt sicherer Antrieb, gut abgestufte Übersetzungseinrichtung, selbsttätiger Freilauf und weiche, zuverlässige Rücktrittbremse. Abb. I Torpedo-Dreigangnabe Mod. 55 mit Bremse Speichenlängen in mm bei 3 x gekreuzter Speichung Drahtreifen: Wulstreifen: AI SR = 292 mm 28” x 1/2” = 298 mm IR I = 292 mm 26/2 278Imm 287 x 13/8” x 15/8“ =2292imm I RE RS), > 225 (ran) Schlauchreifen: 26" x 13/8" = 273 mm 27" x 114” = 298 mm ZAHNKRANZ Der Zahnkranz kann für verschiedene Kettenlinien montiert werden. Bei einer Kettenlinie von 38 mm (Tourenräder) sind zwischen Zahnkranz (35) und Federring (37) die beiden Beilagscheiben (36) zu montieren. Bei einer Kettenlinie von 42 mm (Sporträder) werden die Beilagscheiben (36) zwischen den Staubdeckel (34) und den Zahnkranz (35) gelegt. (Bei Verwendung des 17zähnigen Zahnkranzes werden die Beilagscheiben beiderseits des Zahnkranzes montiert. Wird diese Anordnung nicht befolgt, schleift die Kette auf der Lagerschale und zerstört die Nabe.) Übersetzungen 1. NORMALGANG Für den mittleren, direkten Gang wählt man je nach körperlicher Verfassung eine Über- setzung zwischen 60“ und 70” (siehe Abb. 2). In den nachstehenden Übersetzungstabellen findet man nun für die so festgelegte Übersetzung, unter Beachtung des Reifendurch- messers und des Kettenrades, den passenden Zahnkranz. Diese so erhaltene Normal- | übersetzung wird in der Ebene gefahren, auch ist es zweckmäßig, diesen Gang zum Bremsen bei Bergfahrten einzuschalten. 2. BERGGANG Dieser wird bei Gegenwind und beim Befahren von Steigungen eingeschaltet. Auch bei schlechten Straßenverhältnissen (Sand, Schnee, Glatteis) bietet er große Vorteile. Ferner ermöglicht er im Stadtverkehr an Kreuzungen und Stoppstraßen ein sehr rasches Anfahren sowie ein besonders kräftiges Bremsen. 3. SCHNELLGANG Diesen schaltet man bei Rückenwind oder auf Straßen mit leichtem Gefälle ein. 45 47 50 52 60 63 67 70 80 84 89 93 N Abb. 2 schwache Fahrer normale Fahrer kräftige Fahrer Die Zahlen unter den schraffierten Flächen geben die Übersetzung in Zoll an UÜBERSETZUNGSTABELLE FÜR 26” REIFEN br Großes Kettenrad 46 Zähne Großes Kettenrad 48 Zähne Zähnezahl e) des Schnell | Normal | Berg Schnell | Normal | Berg Zahnkranzes Zoll | m |Zoll | m | Zoll| m |Zoll| m |Zoll| m | Zoll| m 16 99,4 | 7,95 | 74,8 | 6,00 | 56,0 | 4,48 1103,7 | 8,30 | 78,0 | 6,24 | 58,5 | 4,68 17 93,5 | 7,50 | 70,4 | 5,63 | 52,8 | 4,23 | 97,5 | 7,80 | 73,5 | 5,87 | 55,0 | 4,40 18 88,7 | 7,06 | 66,5 | 5,30 | 49,9 | 3,98 | 92,4 | 7,37 | 69,4 | 5,53 | 52,0 | 4,15 19 84,0 | 6,71 | 63,0 | 5,03 | 47,3 | 3,77 | 87,5 | 7.00 | 65,7 | 5,25 49,3 | 3,94 20 79,7 | 6,36 | 59,8 | 4,77 | 44,8 | 3,58 | 83,2 | 6,63 | 62,4 | 4,97 | 46,7 | 3,73 2] 76,0 | 6,07 | 57,0 | 4,55 | 42,7 | 3,41 | 79,4 6,33 59,5 | 4,75 | 44,6 | 3,56 22 72,5 | 5,77 | 54,3 | 4,33 | 40,7 | 3,25 | 74,4 | 6,03 | 56,7 | 4,52 | 42,5 | 3,39 | ÜBERSETZUNGSTABELLE FÜR 27“ REIFEN UND REIFEN 28” x 13/2" x 15/2? UND 28" x 11/4" x 13/4” Großes Kettenrad 46 Zähne Großes Kettenrad 48 Zähne Zähnezahl des Schnell | Normal | Berg Schnell | Normal | Berg Zahnkranzes Zoll | m |Zoll | m |Zoll| m Zoll | m | Zoll | m | Zoll | m 16 103,0 | 8,27 | 77,7 | 6,21 | 58,3 | 4,67 107,8 | 8,61 | 81,0 | 6,48 | 60,7 | 4,85 17 97,0| 7,75 | 73,0 | 5,84 | 54,7 | 4,38 1101,2| 8,10 ! 76,2 | 6,10 ! 57,1 | 4,57 18 92,0 | 7,35 | 69,0 | 5,50 | 51,6 | 4,14 | 95,7 | 7,66 | 72,0 | 5,74 | 54,0 | 4,32 19 87,0| 6,95 | 65,4 | 5,21 | 49,0 | 3,92 | 90,8 | 7,26 | 68,3 | 5,44 | 51,3 | 4,11 20 82,6 | 6,62 | 62,1 | 4,95 | 46,5 | 3,73 | 86,1.| 6,89 | 64,8 | 5,16 | 48,7 | 3,90 2] 78,8 | 6,30 | 59,2 | 4,72 | 44,4 | 3,55 | 82,3 | 6,59 | 61,7 | 492 | 46,3 | 3,71 22 75,0 | 6,05 | 56,5 | 4,50 423 | 339 784 | 6,28 | 589 | 4,79 | 441 | 3/53 UBERSETZUNGSTABELLE FÜR 28” REIFEN u Großes Kettenrad 46 Zähne Großes Kettenrad 48 Zähne Zähnezahl des Schnell | Normal | Berg Schnell | Normal | Berg Zahnkranzes |— Zoll | m |Zoll | m | Zoll | m |Zoll| m | Zoll | m | Zoll | m 16 107,0 | 8,56 | 80,5 6,45 | 60,5 | 4,84 111,8 | 8,95 | 84,0 | 6,72 | 63,0 | 5,04 17 100,7 | 8,05 | 75,8 | 6,06 | 56,8 | 4,55 |105,0 | 8,40 | 79,0 | 6,38 | 59,3 | 4,75 18 95,6 | 7,61 | 71,6 | 5,71 | 53,7 | 4,28 | 99,8 | 7,96 | 74,7 | 595 | 56,1 | 4,48 19 90,5 | 7,21 | 67,8 | 5,40 | 50,8 | 4,06 | 94,4 | 7,53 | 70,8 | 5,65 | 53,1 | 4,24 20 85,9 | 6,84 | 64,4 | 5,13 | 48,3 | 3,85 | 89,8 | 7,16 | 67,2 | 5,35 | 50,5 | 4,03 2] 81,7 | 6,52 | 61,3 | 4,89 | 46,0 | 3,66 | 85,4 | 6,81 | 64,0 | 5,10 | 48,0 | 3,83 22 78,0| 6,23 | 58,5 | 4,66 43,8 | 3,50 81,5 | 6,51 | 61,1 | 4,87 | 45,8 | 3,66 Wirkungsweise 1. Schnellgang: Clickschalter auf Ili. Die Kraftübertragung verläuft vom aufgesteckten Zahnkranz (35) über den äußeren Antreiber (32) auf den Mitnehmer (40). Dieser treibt über 2 Bolzen den als Planetenradträger ausgebildeten inneren Antreiber (13) an. Die eingeleitete Drehzahl wird durch das Planetengetriebe ins Schnelle übersetzt. Das Planetengetriebe besteht aus dem immer feststehenden Sonnenrad auf der Achse (38), dem inneren Antreiber kpl. (13) als Planetenradträger und dem gro- ßen Planetenrad (27). Die auf dem Sonnenrad durch Drehen des inneren Antrei- bers sich abwälzenden kleinen Planetenräder (24), erteilen dem großen Planetenrad (27) eine um 33'/s% höhere Drehzahl als die des äußeren Antreibers und damit des Zahnkranzes. Das große Planetenrad (27) ist gleichzeitig als Sperrklinken- träger ausgebildet und gibt seine Drehbewegung über 2 Sperrklinken (21) auf die Lagerschale (16) ab, welche fest in die Nabenhülse (11) eingeschraubt ist. Dabei wird das Klinkengesperre des Bremskonus (10) durch die sich schneller drehende Naben- hülse überholt. Die Sperrklinken werden dabei durch die Zähne der Naben- hülse und durch die Sperrklinkenfedern wechselseitig bewegt, wodurch ein leichtes gleichmäßiges Klicken hervorgerufen wird. Dieses Geräusch ist ein Merkmal dieser Nabe und ein Zeichen für ihre einwandfreie Funktion. Im Schnellgang ist der Seilzug entspannt. O 2A 34 Abb. 3 £ = = 5 3 Schnellgang Normalgang: Clickschalter auf II. Dabei werden durch das Zugstängchen (42) in der Hohlachse (38) die Schubklötze (39 und 41), welche den Mitnehmer (40) seitlich umfassen, verschoben, so daß dieser mit dem großen Planetenrad (27) zur Überdeckung gebracht und gekuppelt wird. Der Kraftverlauf ist im Normalgang so, daß wieder über Zahnkranz (35) und äußeren Antreiber (32) der Mitnehmer (40), der in einer Führung des äußeren Antreibers längs verschiebbar ist, diesmal das große Planetenrad (27) direkt antreibt. Die kleinen Planetenräder (24) laufen dabei leer um das Sonnenrad der Achse. Das Getriebe ist in diesem Fall für den Antrieb ausgeschaltet. Die Sperrklinken (21) auf dem großen Planetenrad (27) greifen in die Nuten der Lagerschale (16) ein und treiben diese und damit die Nabenhülse (11) an. Das Klinkengesperre des Bremskonus wird, wie im Schnellgang bereits beschrieben, überholt. .Berggang: Clickschalter auf I. Im Berggang wird der Mitnehmer (40) durch das Zugstängchen (42) so weit nach außen gezogen, daß die CNES Sgen Flächen des Mitnehmers die Sperrklinken (21) an ihren hinteren Enden hochheben. Dadurch 38 11 24 40 27 16 21 35 | 39 Y | /R_ 41 | — = | 32 x Asse Ri <2 A2 42 X SEND - O N u O L- N O > en 1 en DALE, m —n- © o / & Normalgang werden die Sperrklinken aus den Nuten der Lagerschale (16) ausgekuppelt, d. h., das Klinkengesperre ist außer Funktion gesetzt. Die andere Seite des Mitnehmers (40) bleibt jedoch noch mit dem großen Planetenrad (27) gekuppelt. (Siehe Abb. 5.) Der Kraftverlauf geht in diesem Gang wieder vom Zahnkranz (35) über den äußeren Antreiber (32) auf den Mitnehmer (40). Der Mitnehmer treibt das große Planetenrad (27) an, dabei erfährt der innere Antreiber (13), der als Planetenradträger ausgebil- det ist, eine Verminderung der Geschwindigkeit um 25%, d. h., wenn sich der Zahn- kranz (35) einmal dreht, dann dreht sich die Nabe 0,75mal. Auf dem Flachgewinde des inneren Antreibers (13) sitzt der Bremskonus (10), der als Sperrklinkenträger aus- geführt ist. Die Sperrklinken (21) des Bremskonusses (10) greifen in die Verzahnung der Nabenhülse (11) und treiben sie mit der Drehzahl des inneren Antreibers an. In diesem Gang treten keine Sperrklinkengeräusche auf. \ \ 9 10 11 21 13 27 16 15 21 35 40 32 FASI6 Abb. 5 Berggang 4. Freilauf. Hört man zu treten auf, so bleibt die Inneneinrichtung der Nabe im Still- stand und die Nabenhülse dreht sich frei auf den beiden Kugelreihen der Kugel- halter S 2045 und S 2046. Nur die federbelasteten Sperrklinken auf dem Bremskonus verursachen dabei ein leichtes Geräusch, wie es von den Freilaufzahnkränzen her bekannt ist. Die Sperrklinken (21) des großen Planetenrades (27) werden durch die Friktionshülse (15) gesteuert, wodurch das Klinkengeräusch ausgeschaltet und gleichzeitig eine Versperrung der Nabe im gebremsten Zustand beim Rückwärts- schieben verhindert wird. 5. Die Bremse wird durch Rückwärtsbewegung der Pedale in Tätigkeit gesetzt. Dabei bewegt sich der Bremskonus (10) gegen den Innenkonus des Brremsmantels (9) und schiebt diesen gleichzeitig auf den Konus des Hebelkonusses (7). Dadurch wird der zweiteilige Bremsmantel (9) aufgesperrt und gegen die Bremszylinderbohrung der Nabenhülse (11) gepreßt, wobei die Nabenhülse abgebremst wird. Das Bremsmoment wird vom Hebelkonus (7) über den Bremshebel (6) auf den Fahrradrahmen über- tragen. Dabei Betätigung der Rücktrittbremse im Berg- und Normalgang die Übersetzung des Getriebes wirksam ist, soll man beim Befahren längerer Gefälle den Normal- oder Berggang einschalten. Läßt nach längere Laufzeit die Bremswirkung nach, wie dies bei häufigem Bremsen z. B. im Stadtverkehr vorkommen kann, so ist dies meist auf Glätten der Brems- flächen zurückzuführen. In solchen Fällen nimmt man die Nabe auseinander, rauht die Bremsflächen der Nabenhülse und des Bremsmantels mit Schmirgelleinen auf und schmiert die Bremse nach der noch folgenden Anleitung. 5 Schalten Das Schalten der Gänge erfolgt während der Fahrt, wobei man ohne Kraftauf- | | wand weitertritt. Beim Befahren von Steigungen also rechtzeitig umschalten. Das Getriebe arbeitet wie ein Kraftfahrzeuggetriebe. Es kann also beim Schalten vom Schnellgang zum Normalgang und zurück vorkommen, daß der gewünschte Gang nicht sofort eingreift. In solchen Fällen bewegt man die Pedale kurz nach hinten und vorne, wobei der Gang hörbar einschaltet (knackendes Geräusch). Keinesfalls darf der Schalt- hebel zwischen Schnellgang und Normalgang festgehalten und dabei getreten werden, da sonst die Schaltkanten des Mitnehmers und die Zapfen am inneren Antrei- ber in kürzester Zeit zerstört werden. Auseinandernehmen SONDERWERKZEUGE i 52 Er Z—— EEE 20m ara OO Em b. 6 50 = 0524 001 200 Schlüssel zur Torpedo-Dreigangnabe 51 = 0553 061 000 Montagevorrichtung für Lagerschale 52 = 0356 014 000 Sicherungsmutternschlüssel DEMONTAGE Zuerst wird von der Einstellschraube des kpl. Zugstängchens (42) die Rändelmutter (49) geschraubt, an- schließend werden von den Achs- enden die Kettenleitmutter (43), die Sechskantmutter (1) und die beiden Fixierscheiben (2) entfernt. Dann wird das Achsende der Hebelkonus- seite in einen mit Schutzbacken ver- sehenen Schraubstock gespannt und mit zwei Schraubenziehern der Fe- derring (37) gelöst, der die Bei- lagscheiben (36) und den Zahn- kranz (35) seitlich sichert (s. Abb. 7). Die Scheiben und der aufgesteckte Zahnkranz sowie der Staubdeckel (34) werden dann abgenommen. Anschließend wird das Achsende der Zahnkranzseite in den Schraub- stock gespannt. Mit dem Siche- rungsmutternschlüssel (52) werden die Sicherungsmuttern (3) gelöst. Nach dem Entfernen der Muttern und der Scheibe (4) kann der Hebelkonus (7) mit dem Bremshebel (6) und der Kugelhalter (8) abgenommen werden. Nun wird der äußere Antreiber im Uhrzeigersinn gedreht, wobei der Brems- mantel (9) und der Bremskonus (10) durch das Flachgewinde nach oben gehoben werden. Beide Teile können sodann leicht aus der Nabenhülse genommen werden. Dann wird die Lagerschale (16) aus der Nabenhülse (11) geschraubt. BEN Hierzu wird die eingespeichte Nabe J mit der Lagerschale in die in einen Schraubstock gespannte Montage- 2 vorrichtung (51) eingeführt. Durch mn Drehen am Rad nach links wird die Lagerschale (16) gelöst. (Rechtsge- winde - siehe Abb. 8). Die ganze Inneneinrichtung kann nun aus der Nabenhülse genommen werden. Zu ihrer Demontage wird zunächst die Sicherungsscheibe (12) gelöst. Das Planetenrad (27) und die Lagerschale (16) werden mit einer Hand so festgehalten, daß der äußere Antreiber (32) mit der kpl. Achse mit der anderen Hand nach oben herausgezogen werden kann. (Siehe Abb. 9.) Dabei ist darauf zu APb-8 achten, daß der Mitnehmer (40) nicht im Planetenrad anschlägt. Ist ein Widerstand spürbar, wird der äußere Antreiber so weit verdreht, bis er mit der kpl. Achse leicht aus dem Planetenrad und der Lager- schale herausgezogen werden kann. Der innere Antreiber (13), das große Planetenrad (27) mit seinen Sperrklinken (21), seinen Sperrklinkenfedern (28) und die Friktionshülse (15), die Lagerschale (16) und der Kugelhalter (17) können nun einzeln voneinander abgehoben werden. Das Achsende der Hebelkonusseite wird in den Schraubstock gespannt und die Siche- rungsmutter (3) an der Zahnkranzseite entfernt. Dann schraubt man das Zugstängchen (42) aus der Achse und entfernt ee durch vorsichtiges Aufstoßen des ® Achsendes auf eine Hartholzunter- lage den Festkonus (33). Feder- büchse (31), Druckfeder (30) und die Schubklötze (39 und 41) können nun einzeln abgenommen werden, Die Sperrklinken (21) des Brems- konusses und die Sperrklinkenfedern (20) können, nachdem die Siche- rungsringe (22) mit einem kleinen Schraubenzieher entfernt wurden, abgenommen werden. Wenn das Auswechseln von kleinen Planeten- rädern (24) am inneren Antreiber erforderlich wird, muß der Verstei- fungsring (25), nachdem vorher die zwei Nieten (26) entfernt wur- den, mit einem Schraubenzieher ab- gehoben werden. Der Staubdeckel im äußeren Antrei- ber ist nur eingepreßt und kann mit einem breiten Schraubenzieher her- ausgedrückt werden. Diese Demon- tage ist aber nur dann erforderlich, wenn der Kugelhalter (44) ersetzt werden muß. Abb. 9 Zusammenbau der Nabe Zuerst wird der innere Antreiber (13) zusammengebaut. Nachdem man die Lager- zapfen auf der Planetenradseite gut geölt hat, werden die 4 kleinen Planetenräder (24) mit der abgefasten Bohrungsseite nach unten aufgesteckt und der Versteifungsring (25) aufgepreßt. Wurde dieser bei der Demontage deformiert, so wird zweckmäßig ein neuer Versteifungsring eingebaut. Beim Aufpressen ist darauf zu achten, daß die Versenkungen für die Nietköpfe außen sind. Nach dem Aufpressen werden die beiden Nieten (26) eingezogen und vernietet. Nun wird der äußere Antreiber (32) komplettiert. Der Kugelhalter (44) wird mit Wälzlagerfett versehen in den äußeren Antreiber gelegt, und zwar so, daß seine ge- schlossene Seite nach außen zu liegen kommt. Dann wird der Staubdeckel (45), der zweckmäßig durch einen neuen ersetzt wird, eingepreßt. Anschließend wird die Achse montiert. In den Achsschlitz wird zuerst der Schubklotz mit Gewinde (39) gelegt, anschließend der Mitnehmer (40) aufgeschoben, wobei darauf zu achten ist, daf3 seine gerade Seite gegen die Verzahnung auf der Achse zu liegen kommt. Dann wird der Schubklotz ohne Gewinde (41) eingelegt und das komplette Zugstängchen bis zum Anschlag eingeschraubt. Nun werden die Druckfeder (30) und die Federbüchse (31) aufgesteckt, anschließend wird der kpl. äußere Antreiber (32) mit seinen Schlitzen über den Mitnehmer geschoben und schließlich noch der Festkonus (33) aufgesteckt und mit der Sicherungs- mutter (3) festgezogen. Dabei ist darauf zu achten, daß der Festkonus satt an der Anschlagkante der Achse anliegt. Nach Beendigung der Achsmontage wird auf die Lauffläche für den inne- ren Antreiber und auf die Anlage- fläche an der Verzahnung mit einem Pinsel eine dünne Schicht Komet-Fett oder gutes Wälzlagerfett (keine Va- seline) aufgetragen. Schließlich wird der Bremskonus montiert. Die Lagerzapfen für die Sperrklinken werden gut geölt und die Sperrklinkenfedern (20), die nur Abb. 10 ein abgewinkeltes Ende haben, und die Sperrklinken (21) nach Abb. 10 aufgesetzt. Zur seitlichen Sicherung der Klinken müssen unbedingt die Federringe (22) in die Einstiche der Sperrklinken- bolzen montiert werden. Auf die richtige Montage der Friktionsfeder (18) ist besonders zu achten. In den Einstich des Bremskonus wird die Feder so montiert, daß das lange Federende bei der Draufsicht auf die Konusseite rechts liegt. Vor Einbau des Bremskonusses prüft man die Spannung der Friktionsfeder, ist diese zu gering, so muß die Feder nachgebogen werden. Es folgt nun die Montage der gesamten Inneneinrichtung. Die Bolzen des großen Planetenrades werden geölt und die Sperrklinkenfedern (28) und die Sperrklinken 21) montiert. Die Sperrklinkenfedern haben zwei verschiedene Schenkellängen; das ängere Ende wird mit der Abkröpfung in die Bohrung des Planetenrades gelegt (Abb. 11). Bei der Montage der Sperrklinken ist darauf zu achten, daß die Sperrklinken mit der Aussparung der Sperrklinkenfeder zugekehrt sind (siehe Abb. 11). Dann wird die Friktionshülse (15) aufgesetzt (siehe Abb. 12) und schließlich die Lagerschale (16) über die Sperrklinken auf das große Planetenrad geschoben und der innere Antreiber 8 mit seinen kleinen Planetenrädern in das große Planetenrad gesteckt. Die Verzahnung des großen Plane- tenrades muß vorher mit einem Va- seline-Ölgemisch im Verhältnis 1:1 geschmiert werden. Nachdem der Kugelhalter (17) mit Wälzlager- fett versehen wurde, wird er mit sei- ner geschlossenen Seite nach außen in die Lagerschale gelegt. Die so montierten Teile werden auf das freie Achsende der vormontierten Achse gesteckt und mit der Siche- rungsscheibe (12) seitlich gesichert. Nachdem die ganze Inneneinrich- tung montiert ist, wird durch leichtes Drehen der Lagerschale bei festge- haltenem großen Planetenrad die einwandfreie Funktion der Sperr- klinken überprüft. Anschließend wird das Gewinde des inneren Antrei- bers (13) mit Komet-Fett oder einem guten Wälzlagerfett (keine Vaseline) geschmiert. Dann wird die Innen- einrichtung in die Nabenhülse ge- Abb. 11 schraubt. Diese leicht zusammengeschraubte Nabe wird nun mit der Lagerschale in die vorher in einen Schraubstock eingespannte Montagevorrichtung (51) gesteckt. Durch Drehen am Rad nach rechts wird die Lagerschale festgezogen. Beim Einschrau- ben ist darauf zu achten, daß der Kugelhalter (17) richtig in der Kugelbahn der Lagerschale sitzt. Nun wird der Bremskonus (10) auf den inneren Antreiber geschraubt. Der Bronze- Bremsmantel (9) wird auf der Außenseite leicht mit einem Vaseline-Ölgemisch im Verhältnis 1:1 versehen und die Haltenasenseite mit zirka 3 ccm Va- seline-Ölgemisch (1:1) gefüllt. (Der Bremsmantel benötigt einen gewis- sen Schmiervorrat, damit auch bei längeren Bergabfahrten ein Trok- kenlaufen der Bremse und damit ein Blockieren vermieden wird.) Der so geschmierte Bremsmantel wird auf den Bremskonus in der Nabenhülse gesetzt, dabei ist darauf zu achten, daß die Friktionsfeder (18) in den Schlitz des Mantels greift. Nachdem man den gefetteten Kugelhalter (8) in die Kugelbahn der Naben- hülse mit seiner geschlossenen Seite nach außen eingelegt hat, wird der Hebelkonus (7) mit dem Brems- hebel (6) auf die Achse geschoben und mit der Sicherungsmutter (3) so festgeschraubt, daß die Nabe kein Axialspiel aufweist. Die Einstellung des Nabenspiels er- folgt dadurch, daß die Einstellmutter (3) wieder um ein Fünftel Umdre- hung zurückgedreht wird. Das Rad kann, nachdem die Sicherungsmut- ] 2 3 4 5 6 7 8 9 Sr Achsmutter Fixierscheibe Sicherungsmutter Sicherungsscheibe Bandage kpl Bremshebel Hebelkonus kpl. Kugelhalter S 2046 Bremsmantel kpl. Nabenhülse mit Helmöler Sicherungsscheibe Friktionshülse Lagerschale Kugelhalter S 2045 Friktionsfeder Bremskonus mit eingelötetem Bolzen Sperrklinkenfeder für Bremskonus Sperrklinke Sperrklinkensicherungsring innerer Antreiber mit eingelötetem Bolzen kleines Planetenrad für inneren Antreiber 25 26 N = 28 10) = 31 32 33 = 34 35 - Versteifungsring für inneren Antreiber Niet großes Planetenrad Sperrklinkenfeder für großes Planetenrad Druckfeder Federbüchse - äußerer Antreiber mit Kugelhalter K 18 A und Staubdeckel Festkonus kpl. - Staubdeckel für äußeren Antreiber Zahnkranz 36 = Beilagscheibe für äußeren Antreiber 37 = Federring für äußeren Antreiber 38 = Achse 39 = Schubklotz mit Gewinde 40 = Mitnehmer 41 = Schubklotz ohne Gewinde 42 = Zugstängchen kpl. 43 = Kettenleitmutter 44 = Kugelhalter K 18 A im äußeren Antreiber 45 = Staubdeckel im äußeren Antreiber 46 = Staubdeckel für Festkonus 49 = Rändelmutter ter (3) und die Sicherungsscheibe (4) mit der Einstellmutter (3) verkontert ist, in den Fahrradrahmen eingebaut werden. Es muß nach dem Festziehen der Kettenleitmutter (43) und der Sechskantmutter (1) im Rahmen leicht pendeln und soll nur ganz gerin- ges seitliches Spiel haben. N A AS Die Achse der Nabe ist 1 mm stärker als die normale Torpedoachse. Beiderseits ist die Achse angeflächt, damit sie in den normalen Gabelschlitz paßt. Schutzblech- und Ge- päckträgerstreben, Kettenspanner und Quadranten müssen unter Umständen entspre- chend aufgeweitet werden. Auf die beiden Achsenden werden die Fixierscheiben auf- gesteckt, und zwar so, daß beim Anziehen der Achsmuttern die geriffelte Seite der Scheiben unbedingt von außen gegen das Rahmenende gepreßt wird. Dies ist erforder- lich, weil das Rückdrehmoment des Planetengetriebes über die Achse und die Fixier- scheiben durch den Rahmen aufgenommen wird. Beim Aufschrauben der Kettenleit- mutter (43) auf die Achse muß das Zugketichen leicht straff gezogen werden, damit es nicht eingeklemmt und dadurch beschädigt wird. Nachdem das Rad in den Rahmen montiert ist, wird die Rändelmutter (49) auf den Zugbolzen geschraubt. Click-Schalter Der Click-Schalter wird in handlicher Lage neben dem rechten Lenkergriff montiert, um beim Schalten die Hand nicht vom Lenker nehmen zu müssen. Durch einen Zug mit dem Zeigefinger auf den Schalthebel wird der Normalgang oder Berggang eingeschaltet. Das Zurückschalten erfolgt durch einen Druck mit dem Rücken des Zeigefingers auf den Schalthebel. Ein Zeiger, der aus dem Schaltergehäuse herausragt, zeigt die jeweilige Gangstellung an | = Berggang II = Normalgang III = Schnellgang Der Schalthebel geht nach jedem Schaltvorgang in seine Ausgangsstellung zurück. MONTAGE Der Click-Schalter wird am rechten, in besonderen Fällen auch am linken Lenkerarm befestigt. Wird er am linken Lenkerarm befestigt, ist er so zu montieren, daß die Betätigung mit dem Daumen erfolgen kann. (Schild nach oben!) Die Gegenhalter- bandage (56) wird bei Herrenrädern am oberen und bei Damenrädern am unteren oder auch oberen Rahmenrohr leicht befestigt, so wie die Abbildungen zeigen (s. Seiten 18 u. 19). Die Seilrollenbandage (58) wird beim Herrenrad am oberen Rahmenrohr ange- bracht. Bei Damenrädern werden manchmal zwei Seilrollenbandagen benötigt, die je nach Rahmenbauart an den in den Abbildungen gezeigten Stellen befestigt werden. Bei Damenrädern mit offenem Kettenkasten ist besonders darauf zu achten, daß der Zug- draht in sicherer Entfernung von Kettenrad und Kette verlegt wird. (Bei Rahmen mit 25,4 mm Rohrdurchmesser wird unter die Bandage ein Zelluloidbeilagring (57) ge- legt.) Zur Montage des Zuges wird der Sicherungsbügel der Seilrollenbandage gelöst. Der Zugdraht wird mittels der Einstellhülse (53) mit der Einstellschraube, die sich am Zugkettchen (42) befindet, ungefähr auf halbe Länge der Einstellschraube verschraubt. Dabei ist zu beachten, daß das Zugkettchen in seiner Gelenkrichtung genau in Richtung des Zuges läuft. Ist dies nicht der Fall, dann darf das Zugkettchen nicht weiter einge- schraubt werden, sondern muß so weit herausgedreht werden, bis es in Zugrichtung kommt. Dafür ist immer weniger als eine halbe Umdrehung notwendig. Die Gegen- halterbandage (56) wird so weit nach vorne verschoben, bis die Seilzugspirale axial ohne Luft zwischen ihren beiden Widerlagern sitzt und der Zugdraht leicht entspannt ist, wobei der Click-Schalter auf Schnellgang gestellt werden muß. (Zeiger in Stel- lung Ill.) Anschließend wird die Gegenhalterbandage endgültig festgezogen. Der Sicherungswinkel der SeilrollenBandade wird so befestigt, daß der Draht nicht aus der Rolle springen kann. Wenn der Zugdraht nicht einwandfrei in der Seilrolle spurt, muß die Bandage etwas schräg gestellt werden, damit der Zugdraht nicht beschädigt wird. 12 Die Einstellung der Umschaltvorrichtung geschieht mittels der Einstellhülse (53), der Rändelmutter (49) und der Einstell-Lehre (48), die auf die Kettenleitmutter geschoben wird. Genaue Beschreibung der Einstellung siehe unten! Die Rahmenfabriken gehen immer mehr dazu über, Widerlager und Seilrollenbandagen an den Rahmen zu schweißen. Bei solchen Rahmen kommen natürlich die Befestigungsbandagen in Wegfall, die Teile für die Seilrollenbandage passen ohne weiteres auf die angeschweißte Gewindebüchse. PFLEGE Es empfiehlt sich, von Zeit zu Zeit die Seilzugspirale zu lösen und den Zugdraht zu ölen, damit die Leichtgängigkeit der Schaltvorrichtung erhalten bleibt. Die beweglichen Teile des Click-Schalters sind in größeren Zeitabständen mit einigen Tropfen Ol zu versehen. Ebenso die Lagerstellen der Leitrolle. EINSTELLUNG DER SCHALTVORRICHTUNG Die richtige Schaltzugeinstellung ist von ausschlaggebender Bedeutung für die Funk- tionsfähigkeit. Bei falscher Einstellung sind Funktionsstörungen sowie Schäden an den Antriebselementen und am Getriebe eine unausbleibliche Folge! Damit Beschädigungen des Getriebes vermieden werden, muß die Einstellung öfters, besonders zu Anfang, nachgeprüft werden, da sich der Zugdraht etwas dehnt. Auch nach dem Spannen der Fahrradkette und nach jedem Aus- und Wiedereinbau des Hin- terrades ist die Einstellung vorzunehmen. Sie erfolgt mit einer Einstell-Lehre, deren Handhabung nachstehend beschrieben wird: 1. Click-Schalter auf Schnellgang stellen (Zeiger auf III). Dabei Tretkurbel kurz nach vorne und hinten bewegen, damit der Gang im Getriebe zum Eingriff kommt. 2. Um die beste Nachstellmöglichkeit zu erreichen, stellt man die Unterkante der Einstellhülse (53) auf die halbe Gewindelänge der Einstellschraube am Zugkettchen (42). Hiernach sorgt man durch entsprechendes Verschieben der Gegenhalterbandage, so daß der Seilzug leicht ent- spannt Ist. 3. Einstell-Lehre (48) auf Kettenleitmutter (43) schieben, bis die Kante der Einstell-Lehre mit der Kettenleitmutter außen bündig ist, und in die Richtung des Zugketichens bringen. Messkanten | O 4. Einstellhülse festhalten. Rändelmutter (49) zurück — d. h. also nach unten schrauben - bis sie mit ihrer Unterkante auf einer der beiden unteren Meßkanten der Einstell- Lehre (48) aufsitzt. Die Abstände der Meßkanten unter- einander sind gleich und entsprechen dem Schaltweg vom Ill. zum Il. Gang. 49 5. Click-Schalter auf Normalgang stellen. (Zeiger auf II.) Pedale wieder kurz nach vorne und hinten bewegen, da- mit Gang einrastet. Durch das Schalten wird die Rändel- mutter von der Meßkante abgehoben. Der entstandene Zwischenraum sollte der Schaltweg der Nabe sein, d. h., die Unterkante der Rändelmutter müßte mit der nächst- höheren Meßkante übereinstimmen Ist dies nicht der Fall, so wird die Einstellhülse (nicht die Rändel- mutter!) nach links bzw. rechts gedreht, bis die Unterkante der Rändelmutter mit der nun in Frage kommenden Meßkante überein- stimmt. Zur Kontrolle Click-Schal- ter wieder auf Ill stellen. (Pedale bewegen!) Die Unterkante der Rändelmutter muß wieder mit der Meßkante übereinstimmen. An- dernfalls Einstellung neu vorneh- men 7. Nach der Einstellung Einstellhülse festhalten (nicht mehr verdrehen!) und Rändelmutter fest dagegenziehen. (Da- mit stimmt unter Umständen die Einstellung der Rändel- mutter mit den Stufen der Einstell-Lehre nicht mehr über- ein.) Zur Überprüfung der richtigen Schaltungseinstellung werden nun die einzelnen Gänge unter Bewegung der Tretkurbel durchgeschaltet. 8. Einstell-Lehre nach unten drehen, damit beim Zurück- schalten die Rändelmutter sich nicht aufsetzen kann. Wird das Rad für längere Zeit abgestellt, so ist es zweckmäßig, den Zug zu entspan- nen, d. h. Click-Schalter auf III stellen. Die beweglichen Teile des Click-Schalters werden von Zeit zu Zeit mit einigen Tropfen Ol geschmiert; ebenso die Lagerstellen der Leitrollen. Wartung der Nabe Die Nabe ist vom Werk aus reichlich mit Schmiermittel versehen. Eine Nachschmierung kann mit gutem Fahrradöl über den Helmöler erfolgen, der auf der Nabenhülse an- gebracht ist. Zu empfehlen sind: „Anticorit MR 5” der Firma Fuchs, Mannheim; „Esso-Universalöl”,; „Shell- Haushaltöl Donax H”; „Atlantic-Nabenöl Nr. 900” der Firma Atlantik Öl GmbH, Hamburg. Die Nachschmierung sollte unbedingt nach jeder größeren Tour und sonst bei nor- malem Fahrbetrieb monatlich vorgenommen werden. Außerdem sollte mindestens all- jährlich sowie nach größeren Touren im Gebirge mit starker Beanspruchung der Bremse der Bremsmantel nachgeschmiert werden. Hierzu liefern wir unter der Bestell-Nr. 0369 111 000 ein Vaseline-Ölgemisch in Tuben, deren Inhalt für ca. 20 Nabenfüllungen ausreicht. Es sind dabei 2 ccm für die Schmie- rung des Bremsmantels und I ccm für die Schmierung des Planetenradgetriebes vor- gesehen. Die Nachstellung des Nabenspiels erfolgt an der Hebelkonusseite durch die Siche- rungsmutter (3). Der Konus auf der Zahnkranzseite darf nicht gelöst werden, da er die Basis für die Einstellung der Lagerung und des Getriebes bildet. Es ist nach Repara- turen besonders darauf zu achten, daß der Festkonus fest an dem Anschlag der Achse sitzt, d. h., daß die Sicherungsmutter (3) fest angezogen sein muß. Jede Nabe bedarf einer gewissen Einlaufzeit, deshalb muß die Lagerung nachgestellt werden, wenn das seitliche Spiel des Hinterrades zu groß wird: Man nimmt das Rad aus dem Rahmen, löst die erste Sicherungsmutter (3) auf der Hebelkonusseite und schraubt die zweite Sicherungsmutter (3) leicht fest, bis die Nabe kein Axialspiel mehr zeigt. Dann wird die Mutter (3) um ca. ein Fünftel Umdrehung zurückgedreht, damit auch nach dem Einspannen im Rahmen die richtige Einstellung vorhanden ist. Die erste Sicherungs- mutter (3) wird über Sicherungsscheibe (4) mit der zweiten Sicherungsmutter (3) ge- kontert. 15 ERSATZTEILE Bild-) Bestell TeileBezeicinung MES ell Teilebezeichnung 1 0516003000 Achsmutter (Dr 27) 43 0416005 2200| Kettenleitmutter (Dr 23a 2 0518003000] Fixierscheibe (2 Stück) (Dr 52) 44 0576100000) Kugelhalter K 18 A im äuß. Antreiber 3 0516001 200) Sicherungsmutter (3 Stück) (Dr 26) 45 0521 016 000! Staubdeckel im äußeren Antreiber 4 0517 003 000! Sicherungsscheibe (Dr 602) (Dr 616 b) 5 0353 051 500) Bandage kpl. (Dr 35/36) 46 0521 017000 Staubdeckel für Festkonus (Dr 621 a 6 0519014000) Bremshebel (Dr 624) 47 0521 018000 Staubdeckel f. Hebelkonus (Dr 604 a 7 | 090550 068.000) Hebelkonus kpl. (Dr 605) 48 0524007 000 Einstell-Lehre (Dr 622) 8 0554 008000 Kugelhalter S 2046 49 0516027000, Rändelmutter 9 | 0551009200 Bremsmantel kpl. (Dr 607) 50 ı 0524001200 Schlüssel (Dr 39) 10 0550 067 100 Bremskonus kpl. (Dr 608) 5] 0553 061 000), Montagevorrichtung für Lagerschale 11 0550 015 500| Nabenhülse m. Helmöler (Dr 606) 52 0356 014000) Sicherungsmutternschlüssel _ 0325 004 000) Helmöler (Dr 606 a) 12 a a2 Sicherungsscheibe (Dr 610) kpl. Click-Schalter mit Zug innerer Antreiber kpl. (Dr 611) 14 | 090553 052 000 große: Planetenrad kol. (De 614) 0585 100 004 | Clickschalter für Herrenrad; Nor- 15 0513.003.000| Friktionshülse (Dr 623) malausführung mit Gegenhalter- 16 0501 059300 Lagerschale bandage, 1 Seilrollenbandage und 17 0554009000) Kugelhalter S 2045 2 Zelluloid-Beilagringen (Die Ab- 18 0513 002 200| Friktionsfeder (Dr 608 e) messungen des Zuges sind vorzu- 19 0550 065 200) Bremskonus m. eingel. Bolzen (608 a) schreiben, z 20 0525 014 000| Sperrklinkenfedern f. Bremskonus Seilzugspirale/Zugdraht — Längen 21 0504 060 000 S Se sn 09 Mer 4 perrklinken (4 Stück) (Dr 609) 360/1 Herr ra 22 0512 010.000 A ONS (2 Stück) 460 1 = betzensporktadi r 23 0550 034 100 innerer Äntreiber mit eingelötetem 0585100001 | Clickschalter für Damen-Sportrad Bolzen (Dr 611 a) mit je 1 Gegenhalter- und Seil- 24 0533011 000 kleines Planetenrad für inneren An- rollenbandage, jedoch ohne Zellu- treiber (Dr 612) loid-Beilagringe; Abmessungen 25 0518 020 100| Versteifungsring f. inneren Antreiber des Zuges: 420/1350 mm (normal (Dr 611 b) (abweichende Längen sind vorzu- 26 0514 026 100 Senkniet für inneren Antreiber schreiben!) k r 61 De ES D ILS) 0585 100 006 | Clickschalter für Damen-Tourenrad 28 0525 011 100) Sperrklinkenfedern für großes Pla- mit Gegenhalterbandage, 2 Seil- netenrad (2 Stück) (Dr 614 b) rollenbandagen und 2 Zelluloid- 29 | 090550088200) Achse kpl. 165 mm lang (Dr 618) Beilagringen (Die Abmessungen 29 | 090550 088 600| Achse kpl. 153 mm lang (Dr 618) des Zuges sind vorzuschreiben!) 30 0525 013000) Druckfeder (Dr 619) 3] 0534 024 000) Federbüchse (Dr 620 a) N 32 0550 029 000 äußerer Antreiber mit Kugelhalter Unterteile: K 18 A u. Staubdeckel (Dr 616 a) 33 0550 063100) Festkonus kpl. (Dr 621 b) 0588108000 | Zug kpl mm 5 34 | 0521015000) Staubdeckel auf äußeren Antreiber lang CRES ngt angeben; De 53 | 0516026000 Einstellhülse 54 | 090552037500 Clickschalter allein 090514 100 000 | Niete für Olickschalter Zahnkranztabelle 0515 004 000 Zulindenkopfschtauke für Schalter t TECLA Gerade egenhalter- und Seilrollenbandage 1004 04e 0007 TE BA A aia 090525 100 000 Schalthebelfeder für Clickschalter 1004035000 18 _, 090525 101.000 | Sperrklinkenfeder für Clickschalter 35 1004 .047 000, 19 090536 101 000 | Sperrklinke für Clickschalter 1004 031 000! 20 55 0588 107 000 | Seilzugspirale (Länge angeben! 1004 032 000! 21 0534 025 000 | Führungsnapf für Seilzugspirale 1004 034 000| 22 56 0552047000. Gegenhalterbandage 57 0526 017.000 | Zelluloid-Beilagring 58 0552 048 000 | Seilrollenbandage 0515013000 | Linsenschraube für Seilrollen- 36 0518 018.000 | Beilagscheibe für äußeren Antreiber bandage (2 Stück) (Dr 616 d) 0530 009 000 | Seilrolle lose 37 0512011 000| Federring für äußeren Antreiber 0530 013000 | Sicherungsbügel für Seilrc (Dr 616 e) 59 | 090588 106 001 | Zugdraht mit Lötnippel 38 0509005300) Achse 165 mm lang (Dr 618 g) geben!) — gebräuchliche 38 0509 006300 Achse 153 mm lang (Dr 618g) 1350 mm (für Sporträder 39 0527 006 100, Schubklotz mit Gewinde (Dr 618 b) (für Tourenräder 40 0504 053 100| Mitnehmer (Dr 618 d) Sonderausführungen) — 41 0527 007 100| Schubklotz ohne Gewinde (Dr 618 c) 0534. 022000 | Lötnippel für Zugdraht 42 | 090552077 500) Zugstängchen kpl. (Dr 618 f) 0534 023000 | Klemmnippel für Zugdraht Stammt die zu reparierende Nabe aus den ersten Änderungsmitteilungen Nr. Fertigungsserien, so ist bei Teilebestellung auf die 166.41 und 166.42 zu achten CLICK-SCHALTER 59 o) Sn x ner > 59 55 Á Y A FICHTEL& SACHS AG SCHWEINFURT/MAIN

Fichtel und Sachs Torpedo Dreigangnabe mit Bremse Modell 55 Reparaturanweisung 1959


Von
1959
Seiten
21
Art
Anleitung
Land
Deutschland
Marke
Fichtel und Sachs
Quelle
Heinz Fingerhut
Hinzugefügt am
16.02.2020
Schlagworte
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  • 04.07.2020: Aufgrund von Drucknummer umdatiert.

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