Berko Starklicht Infoheft 1930-32

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STARKLICHT BERKO-WERKE Quast & Co. BERLIN NO. 55 > Älteste und größte Spezialfabrik der Welt für magnet-elektrische Fahrradlampen Telegramm-Adresse: „Berkoquast-Berlin“ Fernsprecher: E4, Alexander 5187 u. 7067 Form, 5B Zwecks Einschaltung der Lichimaschin® drücke man auf den Knopf 348, worauf dieselbe selbsttätig in Be- triebsstellung einspringt. Ein einfaches Abheben des Reibrades 317 vom Pneumatik läßt die Lichtmaschine ebenso selbsttätig in die Ruhestellung zurückspringen. Ist die Lichtmaschine nun richtig montiert, so be- festigt man die Blende in gewohnter Weise am Rade, schließt das Kabel an die Anschlußschraube der Licht- maschine (Fig. 1) an, und die Berko-L,.mpe ist be- triebsfähig. Behandlung. Als oberster Grundsatz der Behandlung gilt, daß man die Berko-Lichtmaschine nicht unnötig öffnet und keine Eingriffe in das Innere der Maschine vornimmt, Beherzig! man diesen Grundsatz, so wird man eine jahrelange Freude an dem«guten Arbeiten und Leuch- ten der Berko-Starklicht-Lampe haben. Die Berko- Starklicht-Lampe ist so anspruchslos in der Wartung, daß man von einer solchen kaum sprechen kann. Infolge des Fehlens jeglicher Schleifkontakte im Innern der Maschine und der Verwendung hochwertiger doppeller Präzisions kugellagerung ist ein Oelen der Lichtmaschine nicht mehr notwendig. Die Batterieblende gestaltet eine Beleuchtung bei Stillstand des Rades. Im Gegensatz zu anderen Konstruktionen leuchtet die Berko-Batterieblende bei geöffneter Tür. Die Einstellung der Glühlampe in den Brennpunkt des Scheinwerfers kann also bei leuchtender Biende geschehen, indem man das Licht gegen eine Wand leuchten läßt und die Glühlampe solange verschiebt, bis an der Wand ein möglichst kleiner und heller Punkt erscheint. Von der Schwebenseite gesehen befindet sich rechts die Anschlußschraube für die Dy namo und das Schlußlichtkabel: Wir bemerken, daß die Batterie nicht etwa zur Dauer- beleuchtung, sondern wie jede Batterie nur zur Moment- beleuchtung dient, z.B. bei unterwegs vorzunehmenden Reparaturen etc. Die Spitzblende (ohne Batterie) . besitzt die bekannte, vollkommen ge- schlossene Berko-Konstruktion. Alle Teile sind im Innern gegen Staub und Wasser geschützt eingebaut. Jeder Scheinwerfer verläßt richtigt eingestellt die Fabrik. Sollte die Glühlampe infolge natürlicher Abnutzung durchge- brannt sein, so Öffne man den Scheinwerfer-Ring Nach Herausziehen der Glühlampenfassung aus dem Reflektor kann die Glühlampe ausgewechselt werden. Um - den günstigsten Lichteffekt zu erzielen, muß die Glühlampe genau im Brennpunkt des Scheinwerfers stehen. Die Ein Stellung erfolgt in derselben Weise wie bei der Batterie- blende. „„Berko‘“e-Schlußlicht. Jede Berko-Original-Starklicht-Dynamo kann (auch bei Verwendung des Spitz-Scheinwerfers) in Verbindung mit einer Schlußlampe benutzt werden, s0 dal} letztere jeder- zeil nachbezogen werden kann. Fig. 5 zeigt die gesamte Anlage an einem Fährrade. Vorn am Rade ist wie gewöhnlich der Hauptschein- werſer montiert, während an einer Hinterradstrebe die rotleuchtende Schlußlaterne angebracht wird. Die Schal- tung ist nach Fig. 5 und 6 vorzunehmen. Man hat nichts weiter nötig, als das von der Schluß- laterne kommende Kabel mit dem Hanptscheinwerier zu verbinden. An den Hauptscheinwerfer ist ferner auch noch das von der Dynamo kommende Kabel anzuschließen, so daß an der Anschlußschraube des Hauptscheinwerfers zwei Kabel angeschlossen sind. Spaarqauapeg pun JIPNgUPS Jun „JPNFIeIS-oNIag“ aıayuoıu AypısueJwesan A Untenstehende Zeichnung veranschaulicht die Lei- tungsführung bei einer Berko-Starklicht von der Batterie- Blende zur Dynamo und von der Batterie-Blende zum Rücklicht. Zu beachten ist, daß die Körperschluß- schrauben (K. 1, K. 2) sowohl der Dynamo als auch der Schlußlaterne nach vollzogener Montage gut angezogen werden, damit die Stromrückleitung durch den Fahrrad- körper keine Unterbrechung erleidet. Im übrigen gelten die Vorschriften der Gebrauchsanweisung für Berko- Starklicht ohne Schlußlicht. Als Glühlampen werden die von der‘ deutschen Industrie für Fahrrad- beleuchtung normalisierten Glühlampen, im Hauptschein- werfer Type F 1 = 4 Volt 0,3 Amp. mit seidenmattierter Glaskugel und im Schlußlicht die Type FS 4 Volt, 0,06 Amp. verwendet, wie sie jetzt in jeder Fahrrad- handlung erhältlich sind. Andere Glühbirnen, ins- besondere solche für Taschenlampen dürfen nicht verwendet werden. Störungen. Erlischt die Glühlampe, so prüfe man, ob sie sich in der Fassung gelockert hat. Brennt die Glühlampe mit -einer Taschenbatterie und nicht in der Blende, so liegt der Fehler meistens in der Kabelverbindung, welche sich an einer Stelle gelöst hat. Auch die Unterbrechung der metallischen Verbindung der inneren’ Schelle mit der Gabel kann die Ursache des Nichtleuchtens oder auch eines Dunkelbrennens der Glühlampe sein. Um dieses festzustellen, verbinde man den Dynamokörper durch einen blanken Draht mit einem blanken Teil des Fahr- rades, zum Beispiel mit dem Lenker. Leuchtet die Lampe dann oder heller auf, so ist die metallische Verbindung zwischen innerer Schelle und der Gabel daraufhin zu untersuchen, 'ob die Spitze der Kontakischiaube den Emaillelack durchstoßen hat und das Metall der Gabel be- rührt. Ein Rosten der Schwebenteile der Batterieblende kann ein Dunkelbrennen der Glühlampe hervorrufen, Einige Tropfen Öl auf die Gelenke der Schwebe beseitigen das Dunkelbrennen sofort. Nach unseren Erfahrungen rühren die meisten Störungen daher, daß der Apparat ohne vorherige Kennt- nis der Konstruktion auseinandergenommen und falsch zusammengesetzt wird. Der Apparat ist so solide ge- arbeitet, daß Störungen kaum vorkommen. Ein Ausein- andernehmen ist deswegen vollständig zwecklos, auch kann eine unsachgemäße Demofitage den Magnet schwächen. 11 Schutzmarke

Berko Starklicht Infoheft 1930-32


Von
1930 - 1932
Seiten
14
Art
Infoheft
Land
Deutschland
Marke
Berko
Quelle
Heinz Fingerhut
Hinzugefügt am
24.01.2020
Schlagworte
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Änderungshistorie


  • 26.12.2021: Umdatiert von 1927 auf Zeitraum 1930-32, da "Model 30" auf mindestens dieses Datum hinweist.

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