Der Reichsmechaniker Zeitung 24. November 1927

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Bremen, 24. November 1927 Verlagspostanstalt Brinkum AMTLICHES FACHBLATT DES REICHSVERBANDES DEUTSCHER MECHANIKER e. v. REICHSVERBAND DER MECHANIKER - INNUNGEN, REICHSVERBAND DES KRAFTFAHRZEUG-, FAHRRAD-, BÜRO- UND NÄHMASCHINENHANDELS IE ; ſtellen das Vollfommenſte uns Beſte Sax, | was es heut? gibt. Wer ein Spezialras “kauft, Hat in Sem billigeren Preiſe nur einen ſcheinbaren Vorteil, denn: ; „Es bricht fi) Bahn nur das, was gut, Beim Einfauf mußt Du daran denken, Vor Billigkeit ſei auf der Fut, i Es fann Dir niemanö etwas ſchenfen.“ ; Mer aber ein erftklaffiges Fahrrad in der N unúbertroffenen Qualität des Miele-Rades : 7 | fauft, muß zwar einen etwas hößeren Preis ZT bezahlen, hat aber ÎSafúr die Gewähr, daß /Gütersloh/Westfalen 7 Fahrradfabrik in Bielefeld Über 2000 Beamte und Arbeiter. Geschäftsstellen und Versandlager unte- eigener ti: ma int Berlin, Bremen, Breslau, Darmstadt, Donaueschingen, Dresden, Düsseldorf, Hagen i. 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Erscheint am Donnerstag ieder Woche. — Bestellung nur beim Verlag. An Mitglieder des Reichsverbandes kostenlos. laut Tarif: Die 6gespaltene Millimeterzeile 15 Pfg., bei Stellengesuchen 10 Pfg. E am Vortage der Zahlung (1 Dollar = 4,20 M.). Berliner Dollar - Brief RedaktionsschlußB am Sonnabend vormittag. Einzelne Nummer 0,30 Goldmark. — Anzeigenpreis Die Umrechnung erfolgt nach dem amtlichen Anzeigen auf Textseiten 30% Aufschlag, Anzeigen Bezugsgeld jährlich 12.— Goldmark. auf Umschlagseiten nach Vereinbarung. — Bank-Konto: Bremen-Amerika-Bank. Postscheck-Konto: Hannover 58318, Telegramm- Anschrift: Reichsverband. Fernruf: Roland 2363/2319. 6. Jahrgang BREMEN, den 24. November 1927 Nummer 21 Fahrradausstellungen im Ausland. In den letzten sechs Wochen fanden arei . Ausstellungen statt, auf denen das Fahrrad allein oder aber neben anderen Objekten zu- gelassen war. Vom 6. bis 16. Oktober wurde der „Salon des Automobils: und Fahrrades“ in Paris abgehalten, dem sich die reine Fahrradschau in St.-Etienne, die vom 16. bis 23. Oktober stattfand, anschloß. Den Abschluß bildete endlich die-Olympia-Schau der Fahr- .und Motorräder in London, welche am 31. Oktober eröffnet und vor wenigen Tagen geschlossen wurde. Die Rücksicht- nahme auf das Fahrrad ist in obigen Ländern nıcht vielleicht eine Einstellung jüngsten Da- tums. Seit es einen Pariser Salon und eine Londoner Olympia gibt, gehört das Fahrrad mit zu den wichtigsten Ausstellungsobjekten. 21 Ausstellungen in Paris und 13 in London haben mitgeholfen, das Fahrrad als das Verkehrsmittel der breiten Massen zu pro- pagieren. Auch wir in Deutschland haben Ausstellungen, auf denen jedoch das Fahr- rad vollkommen fehlt. Wir beliefern den Großteil aller Länder der Welt und haben uns trotzdem noch nicht dazu aufgeschwun- gen, auf den jährlichen Ausstellungen dem Fahrrad den Platz einzuräumen, der ihm zweifellos zukommt. Auf dem Pariser Salon spielte in diesem Jahre das Fahrrad allerdings nicht die Rolle, wie ehedem. Dies liegt daran, daß zum erstenmal eine eigene Fahrradausstellung in Frankreich abgehalten wurde, so daß viele Firmen vom ‚gewohnten Salon fernblieben. Die eigentliche Fahrradausstellung Frank- reichs fand in St.-Etienne, der Hochburg der französischen Fahrradfabrikation, statt. Es handelte sich dabei weniger um eine Aus- M Weg mit d Mit solch offenem Rahmen werden vielfach auch Herrenräder ausgestattet CT CSA EER it ee RR TE water errei un Sun, Kreuzrahmen London, im November. stellung im eigentlichen Sinne des Wortes, als um eine „Fahrrad-Woche‘“, in deren Rahmen eben die Ausstellung, des weiteren eine historische Schau, Fabriksbesichtigun- gen, Kongresse, und Vorträge stattfanden. Ueber die technische: Seite der Fahrrad- woche ist im Grunde genommen recht wenig zu berichten. Die französischen Fahrrad- fabriken haben sich erst vor kurzer Zeit auf Standardtypen festgelegt, die heute bereits zu ändern nicht im Interesse einer ratio- nellen Fabrikation lag. Das gleiche gilt natürlich auch für den Pariser Salon, so- ferne man nicht auch Motorräder in den Kreis dieser Betrachtungen zieht. In dieser Hinsicht haben die Franzosen immerhin einen nennenswerten Fortschritt zu verzeichnen, bleiben aber trotzdem noch hinter der deut- schen, englischen und belgischen Konstruk- tion zurück. Von den französischen Fahr- radmodellen sei lediglich noch das Velastic- Rad erwähnt, über das im „Reichs-Mechani- ker“ bereits eingehend berichtet wurde. Un- sere Skizze stellt als Nachtrag zu der seiner- zeitigen Beschreibung einen Schnitt durch das Rahmengestell dar. Die Preise der ver- schiedenen Modelle schwanken zwischen 675 und 725 Franken (etwa 115 bis 125 RM.), wobei die Ausrüstung aus englischem Lenker, halbvernickelten Stahlfelgen, Dunlop-Reiten, Pumpe und Werkzeug besteht. Auf den Rosengart Klein-Motor für Einbau in Fahr- räder sei noch verwiesen. Das Motorchen, das Zweiganggetriebe besitzt, ist nicht so gut ausgeführt und auch nicht so zweck- mäßig konstruiert, wie unsere deutschen gleichartigen Produkte. Weit mehr Interesse als den französischen Ausstellungen gebührt der Londoner Olym- er Kriegsschuldlüge! Rz ET Du wer m GE SAITE NGE ICHS SITE ESE TEI BE [4 R S : E 3 a k 750 Z 4 y ZE IX ZT IL IE ZE ZE FL ZE IL I IL Ihe ZS I IE IL IL FL IE IL IL FEIL Fb It NE ZE 4 + Zt x : 5 x 3x „ROM Abreißkalender 1928 |: * n $ 3 : SS ; = ZE j DE | X ! 3 Die beste Empfehlung X R - . ZL x und ein praktischer x * Wandschmuck für es 3 = Ze 5 Kontor und Geschäft. 3 James, Herrendreirad,etwa RM 336. James, Herren-Luxus-Modell, etwa RM 280.— Fa E 3X X x Dreifarbendruck x 3X ZE ZE Ie *| Mit großem Kalenderblock 11 x 16,3 cm. 8 *J RM. 1.10, Firmeneindruck für jede belie- | % IE ‘ ar ZE 3X bige Stückzahl RM, 3.—. X 3X ze ZÉ Ir 10 Kalender mit Firmeneindruck nur | Je Je FL Ze ZL Ze Ze Zie ZL ZE ZE ZE ZE ZE Zie Ze ZO ZE pia-Show, auf der das Fahrrad einen viel erößeren Raum einnahm. In der Haupt- sache werden die Rahmen von den Eng- ländern zusammengelötet. Man findet recht hiedene Rahmenformen, die man bei uns Der Kettenschutz ist auch beim Von der Bowden-Brake Co. hergestelltes Kinderfahrrad : Herrenrad allgemein gebräuchlich Preis etwa RM 40.— kaum. kennt, so auch in Art der Damen- räder offene Rahmen, sowie Kreuzrahmen, sie in unseren Abbildungen auch zu finden sind. Der Anstrich wird bereits von hreren Firmen nach dem Spritzverfahren Schnelltrockenlacken ausgeführt. Auf- d ist h das gute Geschäft in Tan- Triplets, sowie in Dreirädern ind darunter keine Geschäftsdrei- tanden! Auch dem Kinderfahrrad Form wird größte Aufmerksamkeit Ww ich das Kinderautomobil mit nismus zu den Erzeugnissen der gehört. Wir bringen in ungen interessante konstruk- lie mehr als viele Worte die lung der Engländer kennzeich- Einzelheiten sei jedoch noch | da diese vielfach das der Engländer begrün- schutz auch beim Herren- n ller blanken Teile Kleinigkeiten haben ermöglicht, den deut- n Rang, beispielsweise fen. Nachstehend Preise der in London ıen Modell« SZS Rahmenbau und Verkleidung des Velastic Rades Kinderrauto von Lines-Bros Ireis yz . Preis ewa RM 185.- Hinterradnabenbefestigung bei Chater-Lea BAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA FL AAAAAA Mir A A A A BAAAAAAA 144444444 Heraus aus den Drisskrankenkassen, die mit unserm Geld nach Belieben wirtschaften. Gründet Innungskrankenkassen. ung < en TRE CEL Der Kaufmann Karl W. eine Anklage wegen unlauteren Wettbewerbs zugezogen. Der Anklage zugrunde lag ein In- serat in zwei Bremer Zeitungen, in dem Ange- klagter mitteilte, er. habe noch 1250 Sprech- apparate zu verschenken. wurde von „abzunehmenden Grammophon- platten“ gesprochen, . man ihm untersagt, er verkauft aber jetzt auf ‚Teilzahlung. Vor der Verhandlung vor dem Schöffengericht Bremen ließ Angeklag- ter auf dem als Beweisstück mitgebrachten Grammophon einen feschen Walzer im Ge- richtssaale spielen, natürlich auf Anordnung der sich von dem Wert des Apparates überzeugen wollte. klärte er, daß er tatsächlich beim Kauf auch nur einer Platte einen Sprechapparat zuge- abe sich aber ver- innerhalb 52 Wochen 26 des Richters, geben habe. pfichten müssen, Der Käufer EE E a TR a TE |— - C DER REICHS-MECHANIKER 751 BR ISET € Preise gelten für England und Sind zum Kurs von 1 engl. Piund=20 RMk. in Reichsmark | umgerechnet, c | x Ks Firma | Marke Herren- Damen- Herren- | Herren- Damen- | räder Luxus- Straßen- Bahn- | / räder | mit 3 Uebersetzungen Modelle Renner 24 von - bis | von - bis | von - bis | von bis | von bis Aberdale Aberdale 2707 — =[# EZE an — 252 | -- S Alldays Alldays - 115 - | - =. | - =| - — — I. — = Ariel Ariel - 103 135 | 113 140 | 155 — | 160 - 168 | 115 Armstron Armstrong und 2 | 2 | Year 105 180 | 113 180 | 147 — | 150 — 252 | 113 168 BSA 2° | B.S:A: 120 250 | 125 250 | 156 — | 156 - 294 | 126 210 Chater-Lea Chater-Lea = 190 | — 190 | — le _ | = — 189 Con. entry Conventry 95-2932 — = - -| - — - |= Conventry-Eagle Conventry-Eagle 105 — | — — — E - 195 | - = Dawes | OK-Periection 90 168 | — = | - Z| - 195 | — Dayton | Dayton 95 133 | = zer Ze — = I — Excelsior | Exelsior 100 - | - -- — - | - — 150 = -- Grose Grose 68 147 1-78) 120 | 400 — | 125 - | — — Grubb - Grubb 155 230 | 175 230 | — — — — — IE 230 235 Humber Humber 120 18 — 1580| 2 = | —— 145 : james James 120 190 | 126 190 | r 230) — — | 280 | 126 210 210 larston “Sunbeam - - | - Fern le = 252 | Minstrel Minstrel und | ES : | 2 Calthorpe 100 _ - |=! =| - -- 200 ja Mohawk Mohawk 105 147 113 155 |:— - | - — 168 | - 155 New Hudson New Hudson 120 155129251592 (2:68 189 | — 189 | 130 155 Omnium Leedall 902 ISS 1, | [42 25 = Päshley Pashley 110 126 | 116 147 | °— 1899| — — = 126 200 260 Rambler Roamer 103 152 | 109 -- -- - | - — - 110 131 — Raven Roy 120 138 | 130 157 | 155 200| 157 210 252 126 Entiield Royal-Enfield 120 — | — =- | => — — -- 228 - — = Royal Ruby Royal Ruby 105 - | - = - - | - — 200 - - — Rudge- R Whitworth | RW 110 185 | — Bun - | - -- ES — E Saxon Saxon — 109) 140 | - — | - = - 120 180 210 Selbach Selbach 195 235 | 198 238 | — - | .- - - 190 230 210 - 275 Singer Singer nd Premier | und Sparbrook 120 147 | 120 190 | — — — 180— 252 147 168 => Stenton Stenton Glieder — 160 | — — — - | - i = = = 180 Sun Sun 100 — | 110 215 | 118 — | 128 — | 210 160 -- — Swift Swift 120 135 | 126 147 | --- 168| — 168 | 198 147 — = Tildesley Planet pP 126 15013 175). 2 ag — 231 E EE A Triumph Triumph un i | : Gloria 110 195| 115 - 153 | 150 — | 155 _ 294 210 -- — Wearwell Wearwell7 80 140| 85 145 | = =- | - => Be ES e = W. & G. 100 - | - - = — | - = = == - 440 Ohne Gewähr! Unlauterer Wettbewerb im Sprechmaschinenverkauf: in Bremen hatte sich Hinterher Das. „Schenken“ Zur Sache er- Wenn man etwas verschenken will. Platten. a5 RM. und 26 Platten ä 3,50 RM. von ihm zu kaufen. Solange dies nicht ge- schehen, behielt sich Angeklagter das Eigen- tumsrecht vor. Er habe, so führte er weiter auf Befragen aus, mit einer. Berliner Fabrik auf Lieferung von 1250 Apparaten, die einen Verkaufspreis von 80 RM. pro Stück hätten, abgeschlossen. -Zum Verkauf - dieser Anzahl Apparate habe er 20 Reisende unterwegs. Im Geschäft am Orte beschäffigte er 5 bis 6 für fest eingestellte Angestellte. Auch be- treibe er den Verkauf von Bildern in seinem Geschäft. Nach dem: Gutachten des herbei- gerufenen Sachverständigen Kammeyer ist der Preis, 80 RM., zu hoch. Die-atgemeinen Ver- kaufsbedingungen .gestatteten . eine Zugabe beim Verkauf von Platten nicht. W. könne daher vom Verband bestraft werden. Dieses Gutachten wurde bestritten. Gestützt_ auf dieses Gutachten beantragte ‘der Amtsanwalt wegen Verstoßes gegen $ 4 des Gesetzes gegen unlauteren W ettbewerb eine Geldstraf von 300 RM. Der Verteidiger, Dr burger, wies auf die Fortschritte in der klame hin. Das Wort „Schenken“ buchstäblich aufzufassen, so blödsinnig sei die Bevölkerung um das so aufzufassen. Gesc heute viel, z. B. Luftballons, Karı literarische Werke usw. Der ange des Gesetzes verlange, daß unwal Ire rungen wissentliche Irreführı ing kums und daß beide wisse seien, um zu einer Bestrafu Da diese Voraussetzungen. nicht beantrage er Freispruch. Das auf den 9. November 1927 au etzt IS lautete auf 50,—- RM. Geldstraïe und die Kosten. Die Fachzeilungmit derweilaus grössten Auflage. 752 DER REICHS-MECHANIKER FUHREN SIE NUR ZI «Pfhiocendo FAHRRADREIFEN zufriedene Kunden, erhöhter Umsatz sind der Erfolg. An “ z en, — +4 RSELE v N FAHR NUR Fahrradienker! Engl. u. Deutsch, Vorbau u. Innenklemme, verku fert E u. vernickelt a. St. RM. H,rg Versand von 10 St. auf- wärts per Nachnahme. Fel- en, farbig, emailliert nach M. -,tl DER HALT! Wahl Felgen, aan ee Bear EEEE 1 EIN C u | | I INN || | uu | | | | | | | TG Bremsen m. „Hom Kae Gebr. Lindewirth, Bünde i. Westf. iM I] Haushalt Handwerker- u. = Spezial: Nähmaschinen eiches Fabrikationsprogramm VERLANGEN SIE UNSEREN NEUESTEN KATALOG NR. 200 adhs Adiernöäöhmaschinen-Werke A.-@. Fernsprecher 3930 —32 Bieleield Telegramme: Kochswerke 3maillier- und Becnicélungswert Winkelmann & Prasuhn, Deimenhorst, Teieton 2475. Ausführung sämtlicher Rahmenreparafuren. een A E Eh ne EEE Fee za SE VE - zahlreicher E : “DER REICHS-MECHANIKER 753 1 ; Persönliches | ERNST SACHS. I Einer der Großen, dessen geniale Schaffens- 1894 gelang ihm die Erfindung eines. Fahr- Herstellung von Massenartikeln von so gro- kraftt-mit der Entwicklung des modernen Verkehrswesens — vom Tretrad bis zu den schnellen Motorfahrzeugen auf der Erde, im Wasser und in der Luft — auf das engste verknüpft ist, begeht in diesem Monat in jugendlicher Frische seinen sechzigsten Ge- Durtstag. E È x Ernst Sachs wurde am 22. November 1867 in Konstanz geboren. Schon früh erwachte in dem Knaben ein äußerst reges Interesse für die Technik, das sich in der Ausführung technischer Versuche äußerte. Diese Begabung bestimmte seinen Vater, seinen Sohn Feinmechaniker werden zu lassen. Seine Lehrzeit verbrachte Ernst Sachs in der Schwarzwälder Uhrenindustrie. Trotz anstrengendsten Dienstes versäumte er es nicht, seine freie Zeit zur Vervollkommnung seines theoretischen Wissens zu verwenden und sich dadurch zu einem geschickten und tüchtigen Fachmann auszubilden. " Bereits in frühen Jahren widmete sich Ernst Sachs dem Radsport, dem er als För- derer bis heute treu geblieben ist. Seit 1887 An zahlreichen größeren Wettbewerben er- folgreich, begann Seine eigentliche Lauibahn ‚als einer unserer besten Radrennfahrer aber erst vom Jahre 18390 ab, und zwar nach sei- ‚ner Uebersiedlung nach Frankfurt am Main, wo er als eifriges Mitglied des dortige Velo- eiped-Klubs „Franklurt‘“ dessen Farben ge- ‚gen die beste damalige Konkurrenz, wie "August Lehr, Albin Vater, Louis Stein, Wil- "helm Tischbein, Goericke, Gebrüder Opel "und alle sonstigen namhaiten Vertreter des ‚Radrennsports mit den höchsten Auszeich- ‚nungen vertrat. Der „Palmengarten“ zu Frankfurt, aber auch Mannheim, Mainz, Bad Homburg, Schweiniurt, Straßburg, Dresden, Karlsruhe, Koburg wurden die Stätten seines sportlichen Rulımes, ebenso die Landstraße, auf denen neben den Bahnrennen ‘ebenfalls bereits Wettbewerbe bestritten wurden. Trotzdem damals schon die ersten Nieder- räder entstanden, blieb Sachs seinem Hoch- raa treu. 46 erste, zweite und dritte Preise in kurzen drei Jahren zeugten von seinen ungewöhnlichen Erfolgen, als ein von einem unvorsichtigen Mitfahrer verursachter Sturz beim Training seiner weiteren radsportlichen Betätigung ein jähes Ende setzte. Wenn der ‚aktive Radsport für Ernst Sachs künftighin nicht mehr in Frage kam, so blieb sein Inter- ‘esse doch der radsportlichen Entwicklung bis zum heutigen Tage erhalten. Bei allen Ver- anstaltungen war er zugegen, betätigte sich als eifriger Saalfahrer und war mit seiner Gattin bei jedem Korso vertreten. Als die Automobile auf den Markt kamen, war Ernst Sachs sofort ihr begeisterter An- hänger. Sportlich geschult, fiel es ihm leicht, an den hart umstrittendsten Rennfahrten *eil- zunehmen und sich gegen schäriste Konkur- renz durchzusetzen. Stets war sein Name in den Listen der Teilnehmer zu den Herkomer- una Prinz-Heinrich-Fahrten, zum Gordon- Bennet-Rennen und allen anderen bedeuten- den Ausschreibungen zu finden. Wertvolle Preise konnte er auch hier erringen, so im Jahre 1909 den Pokal der Stadt Wien. Sei- ner Liebe zum Rad- und Automobilsport verdanken wir die Erfindungen, die den Namen Sachs im späteren Siegeslauf des Fahrrades und des Automobils einen so stol- zen Klang gegeben haben. Sachs’ erstes Bestreben war, dem Fahrrad einen leichteren Lauf zu geben, Im Jahre radkugellagers mit verschiebbarer Lauffläche, das am 23. November 1894 unter Nr. 84 193 patentiert wurde. Diese Erlindung veranlaßte ihn, sich im Anfange des Jahres 1895 mit dem Kaufmann Karl Fizhtel, Schweinfurt, zu lieren, um die Schweinfurter “Präzisions- Kugellager-Werke Fichtel & Sachs zu grün- den. Aus kleinen Anfängen entstand in kur- zer Zeit eines der namhaftesten Werke der Branche. Ernst Sachs ruhte nicht. Sein gesunder Op- limismus und Sein rastloser Erfindungsgeist trieben ihn zu neuen Schöpfungen. Nach einem Zeitraum von kaum zehn Jahren be- saß das Werk über 150 Auslandspatente, die zum größten Teil Erfindungen von Ernst Sachs waren, Die wichtigsten waren die Torpedo-Freilaufnabe und das weltbekannte Sachs-Lager (Laufringkugellager). Die ersten brauchbaren Präzisionslager für Automobile entstammten seiner genialen Erkenntzis für die Notwendigkeiten des Kraftwagens. Sie gelten heute als die besten Lager der Welt: ungezählte Siege bei allen internationalen Rennen auf der ganzen Erde wurden mit Hilfe dieser Lager gewonnen. Noch bis zum heutigen Tage gibt es kaum einen Grand- Prix-Sieger in aller Herren Länder, dessen Wagen nicht die Sachs-Lager aufweisen; sie namentlich zu nennen, gestattet hier der Raum nicht. Ernst Sachs war der erste, der mit sei- nen Kugellagern nach Amerika fuhr, um sie dort einzuführen. Sein Weitblick hatte erkannt, daß seine Erfindung auch jenseits der Grenzen unseres Vaterlandes große Be- deutung haben würde. Seine erste Amerika- reise hatte aber noch einen anderen Zweck. Monatelang studierte Ernst Sachs in den größten amerikanischen Werken deren Ein- richtungen und Fabrikationsmethoden, um sich über die neuesten Errungenschaften der rationellen Arbeitsweise, die gerade für die ßer Bedeutung sind, zu orientieren. Die für die. deutsche Volkswirtschaft und das ganze Volk geleistete Mühe und Arbeit blieb nicht ungelohnt.. Von der bayerische Regierung wurde Ernst Sachs um die Jahres- wende 1909/10 zum- königlich bayerischen Kommerzienrat ernannt. Im Kriege bewies Ernst Sachs seine große Menschenfreundlich- keit dadurch, daß er von August 1914 bis zu dessen Beendigung auf seine Kosten ein großes Lazarett unterhielt, dessen Leitung in der Hand seiner ihm stets treu zur Seite stehenden Gattin lag. Das Rote Kreuz ver- lieh ihm für diese Tat seine höchsten Aus- zeichnungen. König Ludwig von Bayern er- nannte ihn im Januar 1917 zum königlich bayerischen Geheimen Kommerzienrat und stattete ihm in folgendem Jahre einen per- sönlichen Besuch ab. In Anerkennung seiner außerordent!ichen Leistungen in schwerer Zeit wurde Ernst Sachs dıs Eiserne Kreuz am weiß-schwarzen Bande und im Januar 1918 der- Verdienstorden vom heiligen Mi- chael verliehen. Im Jahre 1925 wurde Ernst Sachs- in Anbetracht seiner außergewöhn- lichen Leistungen auf technisch-wissenschaft- lichen sowie auf wirtschaftlichem Gebiete zum Ehrendoktor der Technischen Hoch- schule München ernannt, eine Ehrung, die er wie selten einer verdient. Im Jahre 1911 starb Karl Fichtel. Seit dieser Zeit ruht die Verantwortung für die Leitung des heutigen Riesenwerkes allein auf Jden- Schultern von Ernst Sachs. Von Natur mit vorzüglicher Gesundheit ausgestattet, be- wältligte er diese Aufgabe mit vollster An- spannung sei.res rastiosen Arbeitswillens und seiner überragenden Organisationsfähigkeit. Er ist die Seele des Ganzen und g dem Werk von jeher seine persönliche Prägung Als der Krieg ausbrach, konnte er dem Staat eine auf der Höhe der Technik stehende An- lage zur Verfügung stellen, die in kürzester Zeit für die Fabrikation von Krieg umgestellt und eingerichtet wurde. den ersten Nachkriegsjahren der inneren Un- ruhen war Ernst Sachs einer der wenig die die Situation beherrschten. Er blieb seinem Posten, und der ihm eigene Mut und seine gefestigte Persönlichkeit verschaff- ten ihm selbst in den kritischen Momenten den nötigen Respekt. Er führte sein Werk sicher durch die Wirren dieser schweren Zeiten, Aut seiner ersten Nachkriegsreise durch die Vereinigten Staaten im Jahre 1924, die unter so ganz anderen und weniger glück- lichen Umständen unternommen wurde die erste Uebersee-Expedition des mutigen Stürmers, mußte der gereifte Mann erkennen, wie sehr Krieg, innere Kämpfe und Inflation va als die Entwicklung unserer Technik im Ver- gleich zu der amerikanischen Industrie ge- hemmt hatten. Sachs studierte eingehend die Fortschritte der ameriaknischen Technik in maschi..eilen und verwal.u-gstechrischen Eia- richtungen und Fabrikationsmeihoden. Nach es SC seiner Rückkehr stellte er mit Hilfe der € sammelten Erfahrungen und mit tatkräftiger Unterstützung seines einzigen Sohnes Willy Sachs seine Werke um, so daß sie heute zu den modernsten Industrieanlagen gehören Wer ahnt hinter dem nismus seiner Schöpfung ein Werk beschei- denster Anfänge? Aber die Zelle, aus der ihr Wachstum sich gestaltete, war von un- gemein starken Lebenskräften durchtränkt: gewaltigen Orga- n Verlangen Sie zur bevorstehenden Saison jetzt Offerte für NORMAL- und ANODEN-Batterien unter Angabe Ihres ungefähren Saisonbedarfes. mit mehreren geschützten Neuerungen. Lohmann Werke A.G., Bielefeld. Falls dort nicht vertreten, liefert‘ Fabrik Probepaket, enthaltend 38 Stück Taschenlampenbatierien zum äußersten Tagespreise unter „Nachnahme“, | SEE Kauft Dei den Inserenten ! JNGO-FAHRRÄDER unübertroffen in Qualität und Ausführung. In allen Teilen im eigenen Werk hergestellt. Lieferung nur an anerkannte Händler. siegener Maschinenbau - Aktiengesellschaft ‚Abt. ingo-Werke, Eiserieid. 2 001 Rabatt-Schein , u Jromich, Wed | 3 mm NETLF Fam 297 Betrag RM 713181, ] WEN en Sparschein! 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Tegimeyer ist als Vertreter der Wirtschaftlichen Ver- einigung an 10. Stelle der bürgerlichen Einheitsliste, die -29 Sitze erzielte, in die bremische Bürgerschaft gewählt worden. Oskar Körner, Naumdurg. Auf ein Leben reich an. Sorge, Freude und Erfolg, konnte am 20. Nov. als dem 30. Gründungstage seines Geschäits der Führer des Naumburger Handwerks, Obergilden- meister Oskar Körner, zurückblicken. Er trat 1889 als Mechanikerlehrling bei Meister Großmann ein und siedelte mit ihm nach Bonn a. Rh. über. Nach Beendigung seiner Lehrzeit begab er sich als zünitiger Handwerksgeselle aufs Wandern. In seine Vaterstadt zurückgekehrt war er nach Unter- brechung durch die Militärzeit bei der Ma- rine kurze Zeit im Geschäft von Louis Zausch-Naumburg tätig. Schon als 23 jäh- riger gründeie der wagemutize junge Meister am 20. November 1897 mit geringen Geld- mitteln ein eigenes Geschäft im Grundstück Hallesche Str. Nr. 5 und wußte mit Energie und Fleiß sich innerhalb der älteren Kon- kurrenz Geltung zu verschaffen. Nachdem er im Hause seines Schwiegervaters, Stein- weg. 11, passende Geschälisräume erhalten hatte, erweiterte er seine Tätigkeit durch den damals neu aufkommenden Handel mit Spi- ritus- und Benzol-Glühlampen, sowie durch Zentrifugen und Waschmaschinen. Spätere Ladenräume im Nachbarhause gestatteten ihm den Vertrieb von Motorrädern, Auto- mobilen und Sprechmaschinen. Damit zu- sammen ging auch die Gründung einer öffentlichen Fahrschule für Fahrer von Kraft- fahrzeugen. Als Lehrer an Militärkraftfahr- schulen zum Kriegsciensie einge:ogen, machte er Hunderte von Mannschaften und Otii- zieren mit dem Wesen der damals noch ver- hältnismäßig wenig bekannten Explosions- motoren vertraut und lehrte sie Wagen und Motorräder zu steuern, während seine Ehe- frau in vorbildlicher Weise das heimatliche liche Geschäft weiter führte. Nach Beendi- gung des Krieges fand er für seine Geschäf s- räume eine günstigere Lage am Domplatz und betrieb neben den bisherigen Artikeln in der Hauptsache in stärkerem Maße den Handel mit Schreibmaschinen, wozu ihm seine Werkstatt, die er mit neuzeitlichsten Maschinen austattete, besonders befähigte. Als besonderen Verdienst kann er buchen, daß er immer darauf Wert legte, sämtliche verkaufte Artikel usw. auch stets einwandfrei und fachgemäß reparieren und seine Kun- den zufrieden stellen zu können. Hart griff das Leid in seine Familie ein, als zwei hoifnungsvolle Söhne, die den Beruf des Vaters ergriffen hatten, im Alter von 22 Jah- ren ihm plötzlich durch den Tod entrissen wurden, Die reichen Erfahrungen und Kenntnisse ‘Oskar Körners brachten es mit sich, daß ihm zahlreiche Ehrenämter zugewiesen wur- in denen er für das öffentliche Leben und zum Wohle seiner Kollegen von früh bis DER REICHS-MECHANIKER spät tätig ist. So ist er nicht allein 2. Vor- siızender des Reichsverbandes Deutscher Me- chaniker, sondern auch Leiter des Gaues Thüringen. Dem Naumburger Handwerk widme.e er seine Täugkeic a,s Obermeister der Mechaniker- und Ooergiıdenmeisier sämt- licher Innungen. Als Stadtverordneter und Vorstandsmiglied des heimatlichen Ge- schichisvereins gilt Sein Streben dem städtischen Wohle. Handwerksstolz und Handwerkssorge waren allezeit die Trieb- feder Seines handels. Fern von persönlicher Eitelkeit, ist aıl sein Sinnen der Hebung des Fiandwerkerstandes gewidmet. Alle Ge- danken, das Handwerk wieder zu dem zu machen, was es einstens war. Wahrlich das Handwerk hat solche Führer not, und die Zeit wird kommen, wo man ihm dankt für das, was er getan hat zum Segen des Hand- werks. Als . geistvoller Poet zahlreicher Hand- werkerlieder, schrieb er als Vorspruch für das Büchlein zum Naumburger Handwerker- tage 1925 die Worte: Wissen ist Macht Und Können ist Kraft. Im Handwerk sich. Wissen Können vereint, Deshalb es mir als das Höchste erscheint. Wer solche Worte zum Preise des Hand- werks findet und ihnen nachlebt, der ist zum Führer berufen. Im ader, dam unerschroke- nen Vorkämpier für das deutsche Handwerk gilt unser Glückwunsch zu dem Tage, da er vor einem Menschenalter zum ersten Male als Meister hantierte. Möge er noch lange Zeit zum Segen des Handwerks wir- ken und seine Firma sich weicer aufsteigend entwickeln und bıühen bis in fernste Zeiten. mit Friedrich Hoppe Stadtarchivar. Louis Dresenf In Neuß, wo er seit langen Jahren erfolg- reich wirkte, ist am Montag abend im hohen Alter von 81 Jahren der Gründer der Krait- fahrzeug- und Maschinen-A.-G. Louis Dresen verschieden. Der Tod dieses Kämpen für den Radsport bedeutet für diesen einen her- ben Verlust. Für den, der den Verschiedenen noch in jüngster Zeit munter und frisch sah, kommt die Mitteilung überraschend. Vor mehreren Tagen nahm er noch an einer Vorstandssitzung des Rheinischen Gaues im Rei.hsverbax.d Deu.scher Me hazixer in Bonn teil. Der Name Dresen bedeutet ein Stück Geschichte des Radsports, vor allem des rheinischen Radsports. Dresen war Mit- gründer des ehemaligen Deutschen Rad- fahrer-Bundes, des heuigen B.D.R. An die- ser Organisation hing er mit ganzem Herzen. Was er in den langen Jahren dem rheinischen Radsport gewesen ist, kaun nur der ermessen, der in dieser Zeit mit ihm für die Interessen des Radsports streiten durfte. Seine viel- seitigen praktischen Erfahrungen, der weit- schauende Blick und die allzeit verbindliche Art, besonders bei den schwierigsten Be- ratungen, wurden gern verwertet und man- cher gute Gedanke von ihm in die Tat um- gesetzt. Unvergeßliche Dienste hat Dresen dem Radsport geleistet. Das wurde auch gewürdigt, denn mit den höchsten Auszeich- nungen, die der Gau zu vergeben hatte, wurde er ausgezeichnet. Nicht nur bei den aktiv Radsport treibenden Freunden wurde er ge- ehrt. Auch in seiner damaligen Beruts- organisation, den er bis zu seinem Tode die Treue hielt, dem Reichsverband Deutscher Mechaniker, wirkte er mit gleicher Liebe. In diesem Verband war er Ehrenpräsident des rheinischen Gaues. Der gewesene große Gau 4b (Rheinland) des B.D.R., der heute durch den Landesverband Rheinland ersetzt werden EEE EUER Wa SIR BIE TI PTE Aer x x Krediischutz RDM Nur für Mitglieder. Gegen Zahlung einer geringen Prämie schützen Sie sich vor großen Verlusten bei Abzahlungsgeschäften. Näheres durch Reichsverband Deutscher Mechaniker, Bremen. soll, ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Als solches gehörte er auch dem Gau Düsseldorf des B.D.R. an, an dessen Geschick er eben- falls bis zu seinem Heimgang mit großem Interesse teilnahm. Dresen, der sich in seinen jungen Jahren auch als Rennfahrer betätigte, wirkte auch’ bei sportlichen Veranstaltungen in vorbildlicher Weise mit. Er fragte noch in den letzten Jahren nichts danach, in seiner Heimatstadi auf schwierigem Posten bei Siraßenrennen, die durch Neuß führten, in Sturm und Wetter mit der Flagge in der Hand den Fahrern den Weg zu zeigen. Vor keiner Arbeit schreckte er zurück, wenn es galt, dem Radsport zu Ansehen und Ruhm zu verhelfen. Nun ist auch er, ein Pionier des Radsports, von uns gegangen, in eine Welt, aus der es keine Rückkehr gibt. = = + Seine Beerdigung gestaltete sich am Frei- {ag zu einer imposanten Trauerkundgebung. Trübe Wolken verdeckten des Himmels lichte Bläue. Ernst und feierlich erklangen die Trauerweisen, die Banner senkten sich, während der- Sarg in den Leichenwagen ge- hoben wurde. Eine Unmenge von Kränzen deckte Sarg und Wagen. Durch ein dichtes Spalier von Zuschauern bewegte sich der Zug zum Friedhof. Wimmernd erklang von der Kapelle das TotenglScklein Langsam sanken die sterblichen Ueberreste in die ge- weihte Erde. „Ich hatt’ einen Kameraden“, intonierte die Musik. Ein Wald von Bannern senkt sich über der offenen Gruft. Böller- schüsse durchzitterten die Luft. Golden er- strahlte die Sonne durch zerrissene Wolken Dumpf poltern die Schollen in die Tiefe Heinrich Stevens, Rheinlands großer Rad- sportführer, trat ans offene Grab. Von Her- zen kommend, zu Herzen gehend waren die Worte des Dankes, die der große Führer fand. Ernst und mahnend klang die Auf- forderung, weiter zu schreiten auf dem Wege, den der Verblichene gewiesen. Dann er- greift Willi Jähne, der Vorsitzende des Knabenmnrad mit N. S. U. Freilauf und Gummi für 24°“ und 26‘‘ Räder passend Mk. Dr.— netto Mädcdhenrad mit N. S. U. Freilauf und Gummi für 24“ un Räder passend. Mk. Da.— netto ı Jahr Garantie Versand nur per Nachnahme Fordern Sie sofort Preislisten 14, 15 und 16 15 u Carl Franz Könnecke, Magdeburg 196 Brunbilde-Fahrrad-Industrie. d 26“ 756 DER REICHS-MECHANIKER J. Wi. S. 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EEE a DE aan en im EEE ni rt ee DER REICHS-MECHANIKER SA EST a ee er % “ Gaues 67 Düsseldorf, das Wort. Tiefbewegt widmete er dem älteren Freund und Mit- arbeiter einen herzlichen Nachruf, mit dem Gelöbnis schließend, im Sinne des Heim- gegangenen weiter zu arbeiten zum Wohle des Gaues und des deutschen Radsports. Der Gau 67 hatte im Restaurant Pepekus eine kleine Trauerfeier improvisiert. Herr Jähne begrüßte die Anwesenden, insbeson- dere Herrn Direktor Stevens vom Bundes- vorstand den Vorsitzenden des Landesver- bandes Rheinland, Herrn Kühbacher-Köln, so- wie Herren vom Gau Rheinland des Reichs- verbandes Deutscher Mechaniker, und ent- warf ein Bild vom Leben und Wirken des Verstorbenen. Direktor Stevens dankte in herzlichen Worten und betonte, trotz eben überstandener Krankheit sei es ihm Ehren- pflicht gewesen, dem treuen Freund und be- währten Mitarbeiter die letzte Ehre zu er- weisen. In ernster Stimmung blieb die Ver- sammlung noch einige Zeit beisammen im Gedenken an den treuen Führer, der nun draußen in kühler Erde ruht. Möge ihm die Erde leicht sein! + * * Vorstehende Zeilen der „Rad-Welt“ be- weisen, wie angesehen und verehrt unser Koll, Louis Dresen auch im B.D.R. war. Im übrigen verweisen wir auf den Nach- ruf des Gaues Rheinland RDM. in der vo- rigen Nummer, S. 736 * Jubiläum. Am 15. ds. Mts. konnte Herr Adolf Wilhelms, Breslau, der langjährige Vertreter der Harburger Gummiwarenfabrik Phoenix A.-G., Harburg/Elbe, für Schlesien auf eine 25 jährige Tätigkeit im Dienste dieser Firma zurückblicken. Die Entwicklung der Nähmaschine. Wie sich die Nähmaschine infolge zahlreicher Erfindungen zu ihrer heutigen technisch scheinbar abgeschlossenen Das Problem der mehrreihigen Naht hat man ebenfalls in sehr verschiedener Weise zu lösen versucht. Unter den mannigfachen, auf. dieses Ziel gerichteten Erfindungen ist die- mehrreihige Naht der Union Special Ma- chine Company in Chicago besonders merk- würdig. Die Erfinderin will eine mehrreihige Naht zur Verbindung gegeneinander sto- Bender oder über einander liegender Gewebe- kanten oder auch die Bildung eines Saumes an der Kante als reine Ziernaht in der Weise erreichen, daß mehrere Nadelfäden in pa- ralleler Reihe so angeordnet werden, daß je aus einem Nadelfaden je eine in der Naht- richtung verlaufende Reihe von Nadelfaden- schleifen durch das Gewebe hindurchführt und auf der Rückseite des Gewebes ver- riegelt werden; während in den die Gesamt- naht begrenzenden beiden äußeren Reihen zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Ein- stichstellen die beiden Nadelfäden in Schlei- fenform quer zur Nahtrichtung so weit nach innen gezogen werden, daß die Schenkel der gegeneinandergezogenen Fadenschleiten sich kreuzen und von den durch das Ge- webe geführten Fadenschleifen der inneren Stichreihen verriegelt werden. Die Nadel- fadenschleifen sämtlicher Stichreihen werden unterhalb des Gewebes durch einen einzigen Greiferfaden verriegelt. In der Abbildung 73 sind Ausführungs- beispiele einer solchen mehrreihigen Naht veranschaulicht und zwar zeigen Figur 1 eine in vergrößertem Maßstabe gezeichnete, mehr oder weniger schematische Draufsicht auf eine Naht zur Verbindung zweier gegen- einanderstoßender Kanten von Gewebeteilen gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine Unter- ansicht der Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach Fig. 1 der Linie 3—3 der Fig. 1, Fig. 4 einen der Fig. 3 ähnlichen Schnitt, in welchem die Kanten der Gewebeteile einander überdecken und von der inneren Reihe von Nadelfaden- Schleifen durchdrungen sind. Fig. 5 ist ein der Fig. 3 ähnlicher Schnitt, bei welchem die Fäden zur Bildung eines Saumes an einem Gewebestück benutzt werden, Fig. 6 ein ähnlicher Schnitt, gemäß welchem die Fäden zur Bildung einer Ziernaht auf einem Gewebestück benutzt werden, Fig, 7 eine Vollkommenheit entwickelt hat. Mehrreihige Naht. Von Karl Micksch. der Fig. 1 ähnliche Ansicht einer etwas abgeänderten Naht gemäß der Erfindung, und Fig. 8 eine Unteransicht der Fig. 7. Wie aus den Figuren ersichtlich ist, setzt sich die Naht aus vier Nadelfäden und einem Greiferfaden zusammen. Aus dem Nadel- faden 1 wird eine Reihe Schleifen 2 ge- bildet, die durch den Gewebteil a hindurch nach. der Unterseite desselben reichen. Aus dem Nadelfaden 3 ist eine Reihe Schlei- fen 4 gebildet, die sich durch den Geweb- teil b hindurchstrecken. Aus dem Nadel- faden 5 sind mehrere Nadelfadenschleifen 6 gebildet, die durch den Gewebteil a zwischen den gegeneinanderstoßenden Kanten der Ge- webeteile und der durch den Nadelfaden 2 Fıg. 3: A TE = > ——— CZE ITO ISI 7 C 27 I L Nu INS 3 a SEL Fig. 5 LA 5 3 ce, f 3. Fig. 6. 1 3 er ZZ KT, 7 - X. AL: 43,773 1 Ze 1 L= gebildeten Reihen von Nadelfadenschleifen hirdurchreichen, Aus dem Nadelfaden 7 Sind Nadelfadenschleifen 8 gebildet, welche im wesentlichen im gleichen Abstand von den gegeneinanderstoßenden Kanten c wie die aus dem Nadelfaden 2 gebildeten Schleifen durch den Gewebeteil b hindurchgehen. Oben auf dem Gewebe ist der Nadelfaden 1 zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Ein- stichstellen seitwärt ausgezogen. Die Faden- schleifen aus dem Faden 3 werden durch diese seitlich ausgezogenen Schleifen aus dem Faden 1 hindurchgeführt. Die Einstichstellen in den äußeren und inneren Nadelfadenreihen sind gegeneinander versetzt (Fig. 1). Die Seitlich ausgezogenen Schleifen der Nadel- fäden 1 iind 7 kreuzen sich und ihre Scheitel liegen an den Einstichstellen der Fäden 3 und 5 einander gegenüber. Die Nadelfäden 3 und 5 kreuzen die Schenkel der seitlich ausgezogenen Schleifen der Nadelfäden 1 und 7 binden dieselben ein, (Nachdruck verboten.) An der Unterseite der Gewebeteile befindet sich ein einfacher Greiferfaden 9—12. In Fig. 2 ist die Vorschubrichtung durch einen Pfeil angedeutet. Der Greiferfaden geht von rechts nach links durch die Nadelfaden- schleifen hindurch. Der Greifer ist selbst- verständlich gebogen, so daß die Nadeln zwecks gleichzeitiger Bildung der, wie oben angedeutet, angeordneten Nadelfadenschleifen eingestellt werden können, wobei gleichzeitig der Greifer nacheinander mit den Nadeln zusammenarbeitet. Aus der bisher be- schriebe schiedene Ff hat und que al sich ers’reckende Fa- denabschnitte sowie mehr oder weniger in der Längsrichtung der Naht verlaufenden Abschnitte bildet. Der Greiferfaden verb t alle Nadelfadens i fen miteinander, und die oben erwähn- ten Kreuzfäden ver- einigen nicht nur die Gewebeteile, sonderı überdecken auch die freien Enden Fäden des Gewebes an den gegen anderstoßenden Kanten in wirksamer Weise In den Figuren 7 und 8 ist eine etwas ab- geänderte Ausführungsform der Naht g f der Erfindung veranschaulicht. Die bei a und Unlalluersicherung Beim Reparieren, beim Bedienen der Werkzeugmaschinen, beim Probe- und Vorfahren von Motorrädern und Auto- mobilen, beim Rad- und Motorradfahren, beım Lenkeneigener und fremder Kraftfahr- zeuge umlauern auch den Vorsichtigsten Unglück und Tod. Alle Reichsverbandskollegen können sich und ihre Angestellten zu pilligen Prämien für hohe Ver- sicherungssummen gegen Unfälle innerhalb des Berufs versichern. Näheres durch: Reichsverband Deutscher Mechaniker, Bremen. der urosse Schlager! } 3 PS frei von Führerschein 5 und Steuerkarte SINE T* 4 PS Tourenmodell | N 7 ps Sportmodell ZuverläsSigkeit u. 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Aus dem ‘Faden 17 ist eine Reihe von Schleifen 18 gebildet, die im gleichen Aostand_ seitlich ‚der Stoßkante der beiden Gewebeteile durch den Teil a hindurchgehen. Aus dem Fa- ‚den 19 ist eine Reihe von Schleifen 20 ge- u Von der _ Die ¿Innung Leipzig beging am. 12. No- vember 1927 ihre Fa Tenete im Palmen- garten. Dazu hatte Ehrenobermeister Alwin Groh folgendes Vorwort geschrieben : Im Ganzen liegt die Macht! : Der Drang nach Einigkeit und Zusammen- Schluß ließ die Mitglieder des Vereins der Fahrradhändler zu Leipzig, welche Sich im Jahre 1911 zusammengeschlossen hatten, um in kollegialer Zusammenarbeit die Standes- interessen. der Kollegen zu fördern, in dem Bestreben nicht zur Ruhe kommen, die Ge- samtheit der Händlerschaft Leipzigs und Um- gegend. zu erfassen und zur Mitarbeit an der Gesundung unseres Standes zu veran- lassen. Und so kam es denn, daß nach zwei- jähriger Zusammenarbeit das Häuflein der Getreuen sich zu dem Entschluß durchsetzte, eine .Fahrrad-Mechaniker-Zwangs-Innung zu zründen. Nach Erledigung der erforder- ichen Vorarbeiten, bei denen so manches klindernis zu überwinden war und starrsin- niger Widerstand gebrochen werden mußte, erfolgte an die gesamte Leipziger Händler- schaft die kreishauptmannschaftliche Ein- g fänden 17. Juni 1913 nach dem gro- 4 Bad“ EB I agesordnung: © Pe er des Restaurants „Sophien-- DER REICHS-MECHANIKER bildet, und diese erstrecken sich durch den Gewebeteil a in einer zwischen den Nadel- fadenschleifen 16 und der Stoßkante der beiden Gewebeteile liegenden Linie. Aus dem Faden 21 ist eine entsprechende Reihe Schlei- fen 22 gebildet, welche in einer zwischen den Nadelfadenschleifen. 18 und der Stoßkante der Gewebeteile liegenden Linie liegen. In Fig. 4 ist die Erfindung in Form einer Naht zur Verbindung von Gewebeteilen dargestellt. N = E = Be N ER EA ee ge LE EE In Fig. 5 ist eine Ausführungsform der Naht eines Saumes an einem Gewebestück dargesiellt. Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung in Gestalt einer Ziernaht. Die Fä- den sind in der gleichen Weise wie mit Be- zug auf die Fig. 1 bis 3 einschließlich be- schrieben, angeordnet und untereinander ver- bunden. Die miteinander verbundenen Fäden an der Oberseite des Gewebes bilden eine Ziernaht. Gründung der Leipziger Innung. „Gründung einer | Fahrrad-Mechaniker-Zwangs-Innung‘“. Somit kam endlich der verheißungsvolle Tag, an dem die Innung aus der Taufe gehoben werden sollte. Das Häuflein der Getreuen hatte sich rechtzeitig eingefunden, um der Dinge -zu harren, die da kommen sollten. Wie mit Windeseile, zur festgesetzten Stunde, strömten die Kollegen herbei, um den denk- würdigen Tag mit zu erleben. Das Kom- men wollte nicht enden. Der Versammlungs- raum erwies sich’ als zu klein und konnte die Kommenden nicht fassen, so daß ein großer Teil in. den Nebenzimmern uniter- gebracht werden mußte. Es war der große Augenblick gekommen: „Endlich vereint zu gemeinsamen Tun und Handeln.‘ Die Glocke des Versammlungsleiters, Stadt- 'amtmann Fingerling, ertönte, Ruhe und Auf- merksamkeit glitt über : die Versammlung, und aus der Rede des Leiters kristallisierte sich die Erkenntnis, daß nur im Zusammen- schluß das Wohl des Einzelnen gefördert werden kann. Noch schwankenden, pessi- mistisch denkenden Kollegen wurde Auf- klärung, so daß fast einstimmig die Grün- dung erfolgte und die Wahlen vonstatten gingen. Damit war der Grundstein gelegt. 115 Kollegen von Stadt und Amtshauptmann- schaft Leipzig gehörten nunmehr als Mit- glieder der Innung an. Was hier in Leipzigs Mauern geschaffen, sollte kein Geheimnis bleiben für unser ge- samtes deutsches Vaterland, denn in nicht allzulanger Zeit folgten dem Beispiel Leip- zigs, in dessen Mauern ja schon der Reichs- verband Deutscher Mechaniker das Licht der Welt erblickte, eine Anzahl deutscher Städte, die gleichfalls unter dem Druck der Un- einigkeit litten, mit der Gründung von Zwangsinnungen. 14 Jahre sind seit dieser Zeit ins Land ge- zogen, überwältigende Arbeiten wurden von den amtierenden Innungsvorständen geleistet zum Wohle der Gesamtheit und des Ein- zelnen. Die Mitgliederzahl verdreifachte sich und so manchen tapferen Mitkämpfer deckt heute bereits der grüne Rasen. In stillem Gedenken weilen sie unter uns, an dem Tage, da das Symbol der Einigkeit und Zusammengehörigkeit, die Innungs-Fahne, geweiht werden soll. Darum schart euch um sie in Freud unft &=#d in Einigkeit für Recht und Freiheit! A.G. Die Bielefelder Schulen. „Hand in Hand mit der fortschreitenden industriellen Entwicklung der Stadt muß auch die Erziehung eines geeigneten und bestens durchgebildeten Nachwuchses an Fach- kräften gehen. Wie das Handwerk immer einen besonderen Weit darauf gelegt. hat, die Jungen im Beruf mit allen theoretischen und praktischen Fachkenntnis- sen auszurüsten, so hat sich immer mehr auch in der Industrie die Notwendigkeit ge- zeigt, hochwertige Fach- und Qualitätsar- beiter zu schaffen. Die Kreise der Bielefelder Industrie haben diese Gedankengänge in ihrer bisherigen praktischen Entwickelung immer lebhaft unterstützt, und was man bis- her auf diesem Gebiete. geschaffen hat, ist Schon vor dem Kriege sind an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Kurse für Ma- sehinenbau eingerichtet worden, die sich zur- zeit, den höheren Ansprüchen folgend, in der Umgestaltung zu einer auf die modernen Fabrikationsmethoden eingestellten Betriebs- fachschule befinden. Ferner sind in den letz- ten Jahren besondere Schulen für Näh- maschinenmechaniker und für Motoren- und Fahrzeugmechaniker geschaffen worden. Die Ausdehnung und Bedeutung, die diese drei Schuleinrichtungen gewonnen haben, lassen es der Stadtverwaltung als gegeben erscheinen, sie nunmehr von der Hand- werker- und Kunstgewerbeschule auch or- ganisatorisch abzutrennen und unter sich zu- sammen zu fassen, wie auch der wachsende 4 Gebäudekaui an der Heeper Straße. Raumbedarf sowohl dieser Schuleinrichtun- gen selbst als auch der.-Handwerker- und Kunstgewerbeschule ein“ Verbleiben dieser Schulen in dem Gebäude der Handwerker- und Kunstgewerbeschule nicht mehr gestattet. Es besteht nun die Möglichkeit, auf dem von der Stadtsparkasse in der Zwangsver- steigerung erworbenen Grundstück der Firma Hennig an der Heeper Straße, in der Nähe des Ostbahnhofs, durch ent- sprechenden Ausbau des vorhandenen Fabrik- gebäudes eine geeignete Unterkunft zu schaf- ten. Das Grundstück kann von der Stadt- sparkasse zu einem Uebernahmepreis von 53000 RM., der mit 1 Prozent über dem jeweiligen Reichsbankdiskont verzinst und mit 2 Prozent getilgt werden soll, über- nommen werden. Der Ausbau des Gebäudes wird 67600 RM. erfordern, die aus Anleihe- mitteln aufzubringen sind. In dem vorderen Teil des vorhandenen Gebäudes befinden sich zurzeit zwei Wohnungen, von denen nur eine erhalten bleiben kann, während die andere auch zu Schulzwecken wird in An- spruch genommen werden müssen. In der Frage der Finanzierung der Schule ist mit den beteiligten Kreisen der Metallindustrie über deren angemessene Beteiligung verhandelt worden. Es ist ein Uebereinkommen auf der Grundlage erreicht worden, daß die Stadt das Gebäude zur Verfügung stellt und unter- hält, während die beteiligte Industrie die Kosten des eigentlichen Schulbetriebes übernimmt. Doch entfallen auf die Stadt folgende Kosten: die Verzinsung und Til- gung des Uebernahmepreises von 58 900 RM., mit zurzeit 10 Prozent 5890 RM., die Ver- zinsung und Tilgung der Kosten des Aus- baues des Gebäudes mit 10 Prozent 6500 RM., ferner die Unterhaltung des Gebäudes mit jährlich etwa 1500 RM., zusammen also jährlich 13890 RM. Die von der Metallindustrie übernommenen Kosten des Schulbetriebes umfassen die Aus- gaben für die zu zahlenden Dienstbezüge, insbesondere also die Vergütungen für die haupt- und nebenamtlichen Lehrer, ferne: die Kosten für Unterrichtsmittel sowie füı Beleuchtung, Heizung, Reinigung und Kraft Hiervon kommen die Einnahmen des Schul- betriebes, also das Schulgeld, gegebenenfalls auch ein etwa zu gewährender staatlicher Zuschuß in Abzug. Nach unserem Anschlage bleiben dann von der beteiligten Industrie zu decken: bei der Betriebsfachschule 6000 RM., bei der Nähmaschinenmechanikerschule 15 000 -RM., bei der Motoren- und Fahrzeug- mechanikerschule 3000 RM. Die beteiligten Kreise. der Industrie, die diese Zuschüsse aufzubringen haben, sind bei den einzelnen Betrieben verschieden: RESET VICTORIA- FREILAUFNABE h hlüssig w rken de emsmechanismus. VICTORIAWERKE A:G, NURNBERG Bunayngsny au24J0nagnun S i RAN RAD-WERKE Sin PAUL" TANNER oHG. COTTBUS 5 Neuer Katalog ist erschienen. DER REICHS- BE en): NETTE ET MECHANIKER | wir haben Ihnen W dieWaffe geschmiedet 5 | gegen die Singer-Konkurrenz MI An Ihnen ist es jetzt, | sie auch zu nutzen. À Schreiben Sie sofort um | unser Abzahlungsheft. Nähmaschinenfabrik Karlsruhe vorm. HAID & NEU Karlsruhe (Baden) 4 Der schlechte N 2 Geschäftsgang ® - hatein Ende jetzt nachdem mit dem Abzahlungs- system „Haid & Neu“ der Ab- satz beliebig gesteigert werden kann * Bestellen $ie unsere Abzahlungs-Vordrucke. 2 Nähmaschinenfabrik Karlsruhe E - vorm. HAID & NEU 5 Karlsruhe (Baden) Bei der Betriebsfachschule, die allgemein der Metallindustrie dienen soll, ist es der Arbeitgeberverband der Metallindustrie, der den Zuschuß deckt. Bei der Näh- maschinenmechanikerschule sind die vier hiesigen Nähmaschinenfabriken beteiligt, nämlich die Ankerwerke, Baer & Rempel, Dürkoppwerke und Kochs Adler- Nähmaschinenwerke; ferner der Reichsver- band Deutscher Mechaniker in Bremen sowie der Verband Deutscher Nähmaschinenhändler zu Potsdam, sämtlich zu gleichen Teilen. Bei der Motoren- und Fahrzeugmechaniker- schule sind die am Motorbau und am Fahr- radbau interessierten Firmen beteiligt, näm- lich die: Dürkoppwerke, Görickewerke, Ankerwerke, Wiitler & Co., Mammutwerke, Mielewerke, Kuxmann & Co., Meisterfahr- radwerke, Rixe & Co., Präzisionswerke, Kam- merichwerke, L. Lepper, Wittkop & Co. und Metallwerk Windelsbleiche, außerdem der Reichsmechanikerverband und die Hand- werkskammer. Bei der Verwaltung der Schule mußte denjenigen, die die Kosten des Schulbetriebes tragen, ein entsprechender Einfluß eingeräumt werden. Es ist folgendes in Aussicht genommen: Für die drei Schulen besteht ein gemein- samer Ausschuß, in den die Stadt sechs Ver- treter (2 vom Magistrat, 4 von der Stadt- verordneten - Versammlung), die Metallin- dustrie drei Vertreter und Handwerkskammer und Reichsmechanikerverband zusammen 1 Vertreter entsenden. Außerdem soll auch der Metallarbeiterverband mit einem Vertreter beteiligt werden. Daneben bilden die Träger der Kosten des Schulbetriebes zusammen mit der Lei- tung der Schule bei jeder Schule einen Sonderausschuß, der die geschäftlichen und finanziellen Angelegenheiten der betr. Einzel- schule vorzuberaten hat und dessen Zustim- mung erforderlich ist zu allen Beschlüssen, welche eine Erhöhung der den zuschuß- pflichtigen Verbänden und Firmen obliegen- den Verpflichtungen bedeuten, ferner zur An- stellung von Lehrpersonen. Zur Durchführung dieser Vorlage stellt nun der Magistrat einen Antrag an die Stadtverordneten, in dem gefordert wird: Die von der Stadtsparkasse ersteigerte frü- here Hennigsche Besitzung an der Heeper Straße Sieker Nr. 462 soll auf das Kämmereivermögen übernommen werden. Der vorgelegte Uebernahmevertrag wird ge- nehmigt und der Uebernahmepreis von 58 900 Reichsmark aus dem Grunderwerbsfonds des Kämmereivermögens bewilligt. Er soll mit ein Prozent über den jeweiligen Reichs- bankdiskont verzinst und mit zwei Prozent getilgt werden. Dem Ausbau des übernommenen Gebäudes für die Zwecke der Betriebsfachschule für Maschinenbau, der Nähmaschinenmechaniker- schule und der Motoren- und Fahrzeugmecha- nikerschule nach dem vorgelegten Plan wird zugestimmt. Der für den Ausbau veranschlagte Betrag von 67000 RM. wird bewilligt. Er soll durch eine Anleihe auf Goldmarkbasis == NONE 1,2790 Gramm Feingold auf- genommen werden, die mit 7 bis 8 Prozent zu vverzinsen und mit zwei Prozent und den ersparten Zinsen zu tilgen ist. Einst- weilen sollen die erforderlichen Mittel vor- schüssig aus dem Schulneubaufond genom- men werden. Die über die Aufbringung der laufenden Schullasten mit den Verbänden und Firmen der Metallindustrie und der Handwerkskam- mer getrofienen Vereinbarungen werden nach der Vorlage genehmigt. Der für die Ver- EBD EHE WELENE EDLER ELTERN 7,703 - FRI 7 < : ae En > Ts DER REICHS-MECHANIKER waltung der Schulen aufgestellten Satzung wird zugestimmt. Die Leitung der Schulen soll mit ihrer Verlegung aus der Handwerker- und Kunst- gewerbeschule dem Oberingenieur Nagel unter Aufrückung nach Gruppe XI übertragen wer- den. Die Vorlage wird demnächst die Stadt- verordnetenversammlung beschäftigen. Ueber die Annahme besteht unseres Wissens bei den Fraktionen Einmütigkeit. Die Gestaltung der Schulen. Ueber die Einrichtung und den Unterricht in der Bielefelder Betriebsfachschule, der Deutschen Nähmaschinen-Mechaniker-Schule und der Deutschen Motoren- und Fahrzeug- mechaniker-Schule hat der voraussichtlich zu- künfüge Leiter der Schule, Oberingenieur Na- gel, den Stadtverordneten einen Bericht über- mittelt, dem wir folgendes entnehmen: Die Bielefelder Betriebsfachschule. Der Unterricht der Betriebsfachschule soll den Gehilfen des Maschinenbaues, also ge- lernten Maschinenschlossern und Drehern, EO Lernt es auswendig! Deutschland hat dls Daweslasten „3 200/00: 2 Stunden = . 6912000 207 360 000 . . 2500000000 Der Singer-flähmaschinen-Trust erhält . . 21530 000 Reichsurband Deulscher Mechaniker E Reichsperband des Kraitfahrzeug-. Sahrrad-. Büro- und Nähmascinenhazdels A Sitz Bremen EPP er Deutsche, kauft deutsche Nähmaschinen! 281/gX42 cm auf Karton einschl. Verpackung und Postgebühren: RM. 0.75, 2 Stck. 0.90, 6 Stck. 1.50 Voreinsendung, sonst zuzüglich Nachnahmegebuhren. technischen Vorschlos- Maschinen- diejenigen theoretisch und Kenntnisse vermitteln, die sie als ser, Monteure, Werkmeister, meister, Betriebsassistenten, Vorrichtungs- und -Werkzeugszeichner befähigen, selb- ständig nach den Angaben der Betriebsleiter arbeiten zu können. Damit die Schüler, die größtenteils finanziell schwach gestellt sind, am Tage ihrem Erwerbe nachgehen können, ist der Unterricht auf die Abendstunden von 7 bis 9,30 Uhr gelegt und auf acht Semester oder vier Jahre verteilt. Es wird hierdurch den Belegschaften der Bielefelder Eisenin- dustrie ermöglicht, sich mit verhältnismäßig geringen Mitteln die für besser bezahlte Stel- lungen erforderlichen Kenntnisse zu erwer- ben. Durchschnittlich wird die Schule zur- zeit von 110 Schülern besucht, die sich auf sechs Klassen verteilen. Nach dem vierten Semester findet eine Vorprüfung statt. Nach dem achten Semester hat sich der Schüler der Hauptprüfung zu unterziehen. Das Schlußzeugnis der Hauptprüiung wird von dem staatlichen Prüfungskommissar mit unterschrieben. Leben gerufen. Die Deutsche Nähmaschinen-Mechaniker-Schule. Die Schule wurde im Frühjahr 1924 ins Der Mangel an gut vorge- bildeten Nähmaschinenmechanikern gab hier- zu die Veranlassung. Der Unterricht wird enriweder in halbjährigen Tagesvollkursen oder in Abendkursen von 18 Monaten Dauer erieilt. Die Tagesvollkurse werden in der Haupisache von auswärtigen Schülern be- sucht. Die Abendkurse wurden mit der AD- sicht eingerichtet, den Belegschaften der tie- sigen Nähmaschinenfabriken Gelegenheit zu geben, sich in gleicher Weise ausbilden zu können. Das Ministerium für Handel und Gewerbe verfügte im November 1926, daß die Abschlußprüfung der Deutschen Näh- maschinen-Mechaniker-Schule bei Erfüllung der gesetzlichen Vorbedingungen gleichbe- deutend mit dem theoretischen Teil der Meisterprüfung ist. Hierin liegt eine sehr holıe Anerkennung der Schule von seiten der Regierung. Die Deutsche Motoren- und Fahrzeug- Mechaniker-Schule. Für die Heranbildung eines praktisch und theoretisch gut vorgebildeten Nachwuchses im Motoren- und Fahrzeugwesen machte sich ım Frühjahr 1926 die Einrichtung der Deut- schen Motoren- und Fahrzeug-Mechanixer- Schule notwendig. Als Lehrstoff wird hier der Verbrennungsmotor, das Automobil und ganz besonders das Fahrrad behandelt. In der Behandlung des Fahrrades ist die Schule bis jetzt die einzige ihrer Art. Der Unter- richt wird in Tagesvollkursen und in Abend- kursen erteilt. Um dem öffentlichen Verkehr meglichst Rechnung zu tragen, werden die Schüler auch im Verkehrswesen, Fanrvor- schriften usw. ausgebildet, und vom Dampf- kessel-Ueberwachungsverein als Prüfungsoe- hörde ganz besonders in dieser Beziehung ge- prüft. Die Schüler haben durch eine einbarung mit der Firma Dürkopp-Werke und der hiesigen Fahrlehrervereinigung gleichzeitig Gelegenheit, das praktische Fahren annehmbaren Preise zu Kraftfahrzeugführerschein Var Vei- erlernen zu CE zu einem und den werben. Die Satzung Ausschusses der Fachschulen Metailindustrie SEAN des für die sieht für die Verwaltung der Betriebsfach- schule einen gemeinsamen Ausschuß vor, der sich zusammensetzt aus dem Öberbürger- meister oder dem von ihm bestimmten Ma- gistratsmitghiede als Vorsitzenden; einem weiteren Magistratsmitgliede, vier‘ von der Siadiverordneten - Versammlung gewählten Mitgliedern, fünf weiteren Mitgliedern, von welchen drei der Arbeitgeberverband der Metallindustrie, eins gemeinsam die Hand- werkskammer und der Reichsmechanikerver- band in Bremen und eins der Deutsche Metallarbeiterverband, Verwaltung Bielefeld, benannt; dem Leiter der Schule. Neben dem gemeinsamen Ausschuß be- steht für jede der Fachschulen ein Sonderaus- schuß, der sich aus Vertretern der die Kosten des Schulbetriebes tragenden Verbände und sowie dem Leiter Schule zu- Firmen, der sammensetzt. Die Sonderausschüsse beraten die geschäft- lichen und finanziellen Angelegenheiten der betreffenden Fachschule vor. Ihre Zustim- mung ist erforderlich zu allen Beschlüssen, die eine Erhöhung der den zuschußpflichtigen Verbänden und Firmen obliegenden Ver- pflichtungen bedeutet, sowie zur Anstellung von Lehrpersonen. ——— 162 / DER REICHS- MECHANIKER BEVOR SIE IHRE ABSCHLÜSSE - FÜR 1928 TÄTIGEN, VERLANGEN SIE BITTE AUS- FÜHRLICHES ANGEBOT 8 ÜBER DAS NEUE FAHRRAD Das Rad mit dem günstigen Preis und allen Vorteilen des erstklassigen nn Mit Rahmen- u. Gabel-Verstärku ng Wichtig! gud Alte bewährte KAYSER- cul Günstige Zahlungsbedingungen. Kein Fachgeschäft, das seiner Kundschaft zu ausserordentlich günstigem Preis das Erzeug- nis einer altrenommierten Fahrradfabrik ver- kaufen will, darf an diesem Sonderangebot vor- übergehen. Verlangen Sie bitte sofort ausführ- liche Offerte, solange wir am dortigen Platz noch nicht gebunden sind. - AYS FE, R Seit über 43 Jahren. durch Qualität bekannt. = RASSERFABRIR A.-G. Kaiserslautern F. DER REICHS-MECHANIKER 5 - Verpfändung von Fahrrädern und Nähmaschinen in Leihhäusern. -„* Es mehren Sich die Beschwerden darüber, daß Fahrräder, Nähmaschinen, Schreib- . maschinen und auch Kraftwagen, die unter Eigentumsvorbehalt des Verkäufers auf Ab- zahlung verkauft sind, vor der völligen Be- zahlung von den Käufern in staatlichen Leih- häusern bzw. bei sonstigen Beleihungsinsti- tuten versetzt werden. Die Pfandleiher be- $nügen sich in der Regel bei der Prüfung der Verfügungsberechtisung des Verpfänders damit, daß sie von diesem einen persönlichen Ausweis und die Abgabe der Erklärung ver- langen, daß der Gegenstand sein Eigentum sei. Diese Prüfung genügt nicht, um den überhandnehmenden Unterschlagungen vo zu-“ beugen. Da den Pfandleihern bekannt ist, daß die Gegenstände in der Regel auf Ab- zahlung gekauft sind, und der Käufer das Eigentum nicht eher erwirbt, als bis er den vollen Kaufpreis bezahlt hat, muß von den Pfandleihern gefordert werden, daß sie sich vor der Inpfandnahme und Beleihung zweifelsfrei von dem Eigentum des Ver- pfänders überzeugen, insbesondere dadurch, - daß Sie sich den Abzahlungsvertrag und die Die wirtschaftlichen Spitzenverbände, dar- unter auch der Reichsverband des deutschen Handwerks, haben unterm 8. November dem Reichskanzler nachsteliende Eingabe zuge- stellt: „Aus - oft erörterten Gründen hat die Reichsregierung vor Monaten das Ziel auf- gestellt, eine fühlbare Steuersenkung in Deutschland durchzuführen. Insbesondere hat die Reichsregierung als notwendig erachtet, die Realsteuerlast zu mindern. Der Reichs- regierung ist bekannt, daß diese Absicht bis- her: an wie fühlbare Durchführung nichtig | hat. Noch bei Ankündigung der Beamterntbesoldungsvorlage Sowie bei Be- Sprechung anderer im neuen Etatsjahr zu erwartender Mehrausgaben — z.B. für die Re- gelung der Liquidationsschlußschäden, sowie Das Einstellen Vielen neuen Radfahrern und noch mehr den neuen Radfahrerinnen wird das Radeln durch eine ihren Körpermassen nicht an- gepaßte Maschine verleidet. Wie ein Mo- tor nur dann seine volle Kraft entfalten! kann, wenn er in allen Teilen dem von ihm zu treibenden Werk angepaßt ist, so vermag der Mensch nur dann seine volle Kraft als „Antriebsmaschine“ zu entfalten, NE er drastisch gesagt, in die Maschine paßt. Die meisten Fahrradhänd!er bemühen Sich, dem Kunden Sattel und Lenker richtig einzustellen, ihnen die entsprechenden Kur- bein zu geben und die Uebersetzuig der Kraft des Fahrers angemessen zuzuteilen, aber den jedem Radfahrer ‘anhaftenden Eigenheiten vermag er nicht in allen Fällen beizukommen. Diese Eigenheiten stellen sich beim Fahren heraus, und der Rad- PATENTE Gebrauchsmuster und Warenzeichen erwirkt und verwertet auf Grund 20jähriger Praxis F. Lunow, Hamburg, Lübeckerstr. 15, Rat und Auskunft kostenlos. Empfangbestätigungen des Verkäufers über den Erhalt der Kaufpreisraten vorlegen las- sen. — Das Städtische Leihamt in Nürnberg beispielsweise nimmt Fahrräder nur an, wenn sich der Versetzer durch amtliche Legitima- tion ausweist und den Nachweis führt (durch Vorlage einer quittierten Rechnung), daß das Rad sein unbeschränktes Eigentum ist. Dort wird also den vom redlichen Fachhandel zu stellenden Forderungen bereits ent- sprochen. Unsere Unterorganisationen wer- den die Pfandleiher ihres Bereichs auf die Pflicht hinweisen, vor Abschluß von Pfand- leihverträgen sich darüber zu vergewissern, ob der Verpfänder zur Verfügung über den Gegenstand berechtigt ist (s6 auch 8 21 Abs. 2 der Verfügung des Württ. Ministeriums des Innern betr, den Gewerbebetrieb der Pfandleiher vom 15. 3. 188% und‘ 28. 5. 1882). In dem Neuentwurf des Strafgesetz- buches lautet der $ 352 über fahrlässige Hehlerei wie folgt: ‚Wer beim Betriebe des Handels oder eines Gewerbes eine Sache, von der er aus Fahrlässigkeit ‘nicht erkannt hat, daß sie ein anderer gestohlen oder Gegen erhöhte Steuerbelastung. für die weitere Durchführung des Dawesplanes hat der Herr Reichsfinanzminister stets erklärt, daß Steuererhöhungen nicht ein- treten sollen, eine Erklärung, die selbstver- ständlich, dem volkswirtschaftlichen Gedan- ken der Reichsregierung entsprechend, nicht nur für das Reich, sondern auch für Länder und Gemeinden gelten sollte. Die Entwicklung der letzten Wochen weckt indes in weiten Kreisen der Wirtschaft die ernste Besorgnis, daß die Gefahr erhöhter Steuerbelastungen immerhin droht. Diese Ge- fahr zu bannen, ist vor allem Aufgabe der Aufstellung des Reichshaushaltsplans für 1928. Daher richten die unterzeichneten Spitzenverbände an Sie, hochverehrter Herr Reichskanzler, die dringende Bitte, bei den kommenden Beratungen des Reichshaushalts- von Sattel und Lenker. sonst durch strafbare Verletzung ‚fremden Vermögens erlangt oder sich angeeignet hat, ankauft zum Pfande nimmt, oder sonst an sich bringt, verheimlicht oder ab- setzt oder zum Absatz einer solchen Sache mitwirkt wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bestraft.“ In Anbetracht dessen liegt es nicht nur im Interesse des Fachhandels, sondern vor allem auch im eigensten Interesse der Pfandleiher, um eine evtl. Bestrafung wegen fahrlässiger Hehlerei zu vermeiden, es sich zur Regel zu machen, vor jeder Versetzung eines Fahr- rades oder einer Nähmaschine unter Vorlage einer quittierten Rechnung und eines amt- lichen Personalausweises durch Vermittlung der Innung,. des Bezirkes oder betreffenden Gaues des RDM. bzw. durch Anruf bei dem aus der quittierten Rechnung ersichtlichen Verkäufer sich von der Verfügungsberechti- gung des Verpfänders zu überzeugen. Alle Kollegen bitten wir, Fälle von Fahr- lässigkeit von Pfandleihern dem zuständigen Gau zur Weiterleitung an die Hauptge- schäftsstelle mitzuteilen. RDM. voranschlages für 1923 im Reichskabinett ganz besonders dem auch von dem Herrn Reichsfinanzminister stets in den Vorder- grund gestellten Gesichtspunkt Rechnung -zu tragen, daß Steuererhöhungen unter allen Umständen vermieden werden müssen.‘“ Der Eingabe an den Reichskanzler waı abschriftlich ein Schreiben der Spitzenver- bände an den Vorsitzenden des Haushalts- ausschusses des Reichstags beigelegt, worin angeregt wurde, aus Anlaß der Beratungen des Reichshaushalts für 1928, der bisherigen Uebung entsprechend, den Etatsvoranschlag zunächst in einem Sonderausschuß unter dem in der Eingabe besprochenen und für die gesamte Wirtschaft entscheidenden Gesichts- punkt zu prüfen. RH Ratschläge für Radler. fahrer fühlt bald am eigenen Körper, wo, winkelig zum oberen Rahmenrohr steht, da es drückt, wo es spannt, wo etwas unbe- quem ist und ob: die Uebersetzung seiner Kraft entspricht, zu hoch oder zu niedrig ist. Das Probieren ist besser a!s das Studieren, und da unsere Markenräder so einfach kon- struiert sind, daß jedes Kind ‘das Einstellen vornehmen kann, so hat das vom Händler nicht in allen Punkten passende Fahrrad durchaus keine Schrecken für‘ den Neuling. Nehmen wir an, der Lenker ist zu hoch oder zu tief. Der Fahrer möchte sich mehr nach vorn beugen, oder er möchte noch aufrechter sitzen, als ihm der Händier zu- gemutet hatte, dann ist es nur nötig, mit dem zu jedem Rade gelieferten Schrauben- schlüssel die oben auf der. Lenkstange be- findliche Expandermutter zu lösen, d. h. nach links \herumdrehen. Durch die Drehung löst sich der am unteren Ende im gespaltenen Lenkstangenschaft befind- liche Expander, und die Lenkstange läßt sich nach rechts oder links: bewegen. Um sie tiefer hineinzudrücken oder höher her- ausziehen zu können, nimmt man das Vorderrad zwischen die Beine und hebt oder senkt den Lenker durch drehende Be- wegungen. Hat man die richtige Stellung, dann dreht man die Expandermutter wieder fest. Zu beachten ist, daß der Lenker recht- man mit schiefstehenden Lenkstangen schiecht fährt. Es gibt Fahrradfabriken, die für ihre Maschinen noch den Klemmkopf verwenden. Dieser K’emmkopf sitzt un- mittelbar über dem Steuerkopf, an dem die Fabrikmarke sich befindet, ist ge spalten und wird durch einen Bolzefı zu- sammengezogen. Bei dieser Konstruktion muß man die Mutter des Boizens lösen, um den Lenker verstellen zu können. Das Versteiien erfolgt auf die gleiche Weise wie beim Expander. Manche Fabriken haben Haftpflichtversicherung Nur für Mitglieder. Jahresprämien je nach Größe des Betriebes RM 5.—, 7.— oder 10.—. Versicherungssummen bei Personenschäden: RM 300000.—, bei Sach- schäden; RM 200u0.—. Außerdem Kraliiahrzeug-Halipflichtversicherung zu äußerst geringen Prämien. Unterlagen gegen Einsendung von- Druck- sachenporto. Reichsverband Deutscher Mechaniker, Bremen. GRE EE IR LIE SRS a. Gi ande DER REICHS-MECHANIKER Es gibt'nur ein Urteil über 0558-Nähmaschinen | g2fgrs ZHnion Fahrradreifen Exira prima das ist: Sonderklaſſe, | u KAG YIUYISPWYAUIS13A sıapuosag 'uadunıyn)snejoggw 3pu292110413H SEIT SH Schwingschiff, Zentralspule, Rundschift, Zickzack, Kettenstich Systeme: E SIE DIE NEUESTE EE i äh hi fabrik LEISTUNG DER DEU E Nase FAHRRADREIFEN-INDUSTRIE AD DLF KINDER Akt.-Ges. Peters Union Extra prima „Stahlblau“ SAALFELD (Saale) Peters Union Extra ‘prima’ „Schwarz, i (BERGREIFEN) I EE AT ARE Z BIRNEN — Platten Nur erstklassice Fabrikate Nahtlos ka Itgezogene ARE -Sfah /rohre beziehen Sie vorteilhaft von 7 Rund und Profil ug. Jul. Kunberger e Zuffenhausen 14, Teleph. S m.b. H. A. 80816 Gusiau Waldmann, Siuligari B. ßvertrieb in Sprechmaschinen, Plaiten etc. Fr. Stephan Lederwerke, Muhlhausen ı. Thür. tar. ıs Verkauf nur an Fabrikanten und Grossisten ! DER REICHS-MECHANIKER 765 Expander und Klemmkopf, so daß zwei Muttern zu lösen sind. ? Die Verstellung des Sattels erfolgt auf ähnliche Weise. An dem Winkel, in dem Scheitelrohr (oberes Rahmenrohr) und Sattelstützrohr und die zur Hinterradachse gehenden Streben sich treffen, befindet sich das Satte/kiemmstück. Dieses Klemms+ück ist gespalten und wird, wie der Klemmkopf für die Lenkstange durch einen Bolzen zu- sammengezogen bzw. geöffnet. Willi man den Sattel höher oder niedriger steilen, löst man die an der rechten Seite befind.che Mutter und verstelit den Sattel genau wie beim Lenker geschehen, durch drehende Be- wegungen, nur mit dem Unterschiede, daß man das Hinterrad zwischen die Beine nimmt, um die Maschine am Hin- und Her- schwanken bei den Drehungen zu hindern. Hat der Sattel die richtige Höhenstellung, und steht er genau in einer Linie mit dem Scheiteirohr, zieht man die Mutter wieder an, und die Arbeit ist erledigt. Hat man die richtige Stelung von Sattel und Lenker gefunden, macht man sich eın Zeichen an der Satte'stü‘ze und am Lenker- schaft (Pfeiistrich oder kieiner Kratzer), um bei einer Demontage des Rades ohne suche die richtige Steiiung wiederzulinden. Werkstatt: und Betriebsorganisation. Organisieren heißt in der Betriebspraxis : 1. Zusammenfassen aller Kräfte; 2. Verteilen aller Kräfte an die richtigen Arbeitsstellen ; 3. Vereinfachen der Arbeitsgänge; 4. Verteilen der einzelnen Arbeitsgänge an die hierfür geeigneten Arbeiter (Siehe Punkt 2); 5. Steigerung des Umsatzes, und 6. Herabsetzung der Betriebsunkosten. Nur wer in der Lage ist, vorstehende sechs Forderungen zu erfüllen, ist befähigt, einen Betrieb zu organisieren, doch aber ‘noch lange nicht in der Lage, einen Betrieb zu leiten. Die ‚Ansichten über Beschäftigungsdauer ‚ und Entiassung von Aushi.fspersonal, sei es gewerbliches oder kaufmänni ches, Sind vie:- fach sehr unklar, so daß un; ‚iebsame Außein- andersetzungen und Prozesse keine Seiten- beiten sind. Mitunter sind auch noch erheb- liche pekuniäre Opfer zu bringen, und doch sind die einschlägigen gesetz.ichen Bestim- mungen sehr einfach. Aushiifspersonal wird, je nach Umständen, für einen Monat, eine Woche, einen Tag oder nur für ein paar Stunden benötigt, und mit "Ablauf der vereinbarten Zeit ist das Dienst- "verhältnis einfach beendet. Eine Kündigung ist demgemäß weder von der einen, noch der anderen Seite erforderlich, wofern Von einem Betriebsleiter wird noch die Erfüllung einer weit schwereren Forderung verlangt, und zwar — Erhaltung und För- derung der Arbeitsfreudigkeit bei den ihm unterstellten Meistern und Arbeitern. Wer die Eigenschaft, die Arbeitsireudigkeit zu erhalten und zu fördern, nicht sein eigen nennt, wird selbst mit der besten Betriebs- organisation und der besten Betriebseinrich- tung nicht den Erfolg haben, der von ihm verlangt wird. Neben einer straffen Beiriebs- organisation ist die Arbeitsfreudigkeit der wichtigste. Teil des ganzen: Betriebes, denn Arbeitsfreudigkeit die Betriebs- organısation, fördert Arbeitsfreudigkeit erspart Betriebskapital, Aushilfspersonal. nicht besondere Vereinbarungen etwas an- deres bestimmen. Nun tritt aber sehr häufig der Fall ein, daß nach Ablauf der verein- barten Frist die Arbeit mit Wissen und Willen des Arbeitgebers vom Arbeitnehmer fortgesetzt wird und besondere Verein- barungen nicht getroffen werden. In die- sem Faile gelten ohne weiteres die Kün- digungsfristen eines auf unbestimmte Zeit abgeschlossenen Dienstvertrages, d. h. ge- werbliches Personal kann dann nur nach einer 14 Tage vorher erfolgten Kündigung oder, fals Tarifverträge bestenen, unter Innehaïtung der in ihnen festgeiesten Kün- digungsiristen entiassen ‘werden. Aushiiis- weise beschäftistes kaufmännisches Personal hat im Falle der stilischweigenden Verlänge- Arbeitsfreudigkeit verringert die Betriebs- unkosten, Arbeitsfreudigkeit erzeugt Qualitätsarbeit und Arbeitsfreudigkeit macht einen Betrieb erst rentabel. Wo ist in Deutschland die Fach- oder Hochschule, welche die Betriebsieiter er- zeugt ‚welche diese Forderungen erfüllen? Ich kenne keine. Die Not der Zeit fordert, hier sofort ver- bessernd einzugreifen, denn nur e:st dann können wir die so nötige Aufbauarbeit leisten, welche unserem Vaterland so drin- gend nötig ist. Betriebsleiter A. Busch. rung des Dienstverhältnisses über die be- fristete Dauer hinaus Anspruch auf die Kün- digungsfristen des Handelsgesetzbuches, d.h. es kann dann nur zum Quartalsschluß nach 6 Wochen vorher erfo.gter Kündigung ent- lassen werden. Wer sich aso als Arbeit- geber vor Schaden bewahren wil, der wird gut tun, Sich an die einschägigen gesetz- lichen Vorschriften oder tarifmäßigen Be- stimmungen zu haiten und die Fortsetzung des Dienstverhäitnisses von AÄushifsperso- nal über die urspringäch befristete Dauer hinaus nicht stiüschweigend zu dulden, son- dern ausdrück!ich wieder nur eine befristete Dauer zu vereinbaren. (Mitteiiüngen der Hwk. Zittau.) Die Konkurrenz der Gefängnisarbeit für das Handwerk. Bei der zweiten Beratung des Justizhaus- halts nahm der deutsch-vo.ksparteiliche Ab- geordnete Meyer-Heriord ausdrück.i.h Ste!- lung gegen die anwachsende Konkurrenz, die dem Handwerk aus der Gefängnisarbeit erwächst. In seinen Ausführungen wies er darauf hin, daß, so‘ wertvoll an sich die Arbeit für die Erziehung der Gefangenen sei, doch nicht Monopo.e in den Gefäng- nissen entstehen dürften. Die maschineilen Einrichtungen dürften nicht so weit ausge- baut werden, daß aus der Gefängnisarbeit eine verschärfte Konkurrenz für das Hand- werk entstehe. Eine solche Entwicklung müsse unbedingt unterbunden werden. Auch der Zentrumsabgeordnete Altegoer kam eingehend auf die Wünsche und Be- schwerden des Handwerks in dieser Frage zurück. Er schi.derte Beispieie, wo Ge- fängnisse mit großen maschinellen Einrich- tungen ganze Bauten bzw. Treppen, Fenster usw. hersteilten und sogar zur Massenan- fertigung von Möbeln übergegangen wären. Als Möglichkeit, diesem. Uebelstand abzu- helfen, brachte er in Vorschlag, daß die Gefangenen künftig in erster Linie. zu land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten, zu Oed- land- und Moorkultivierungen verwendet werden möchten, wodurch vielleicht auch der Zuzug polnis cher Landarbeiter Ba use werden könnte. Im Verlauf der Beratungen nahm ein Mi- nisterialvertreter Stellung zu dieser in einem Antrag niedergelesten Einstellung des Abg. Altegoer. Er erklärte, daß das Ministerium den Antrag durchaus bedauern müßte und baulicher und sari'ärer Hinsicht, zur Neurege- lung der Ausbildungsvorschriiten für die Straf- voxzugsbeamten sowie zum Ausbau der Ent- lassenen-Fürsorge tei.s bereits im: Gange, teis in Aussicht genommen. daß die Annahme des- selben jeden . Fort- schritt auf dem Ge- biete der Förderung les Strafvollzugs ver- "indern müsse, “Die Es ist doch zu bedenken... deutschen _ Strafvoll- zugsme.hoden hätten einen Vergleich mit den in anderen Län- dern bes.ehenden Ver- Br Nachizd beim Kauf Curt Agenten, Rr Varzi dem ſparare tem id m FOE | Wuhladgeungenz raziie Spramnung | eze 2208523 22 Basen. essen | |Euzüistereriiesst Anten | 220223, 5202 AuSmadi unde decir deutscher Quaiätauare, Zutredentet | hältnissen nicht zu Scheuen, Nich.sdezto- weniger sei die Jus\iz- verwaltung dauernd bemüht, sie weiter zu vervollkommnen, Im Zusammenhang mit R | aut besten Seren. | den“ Vorarbeiten zu dem Entwurf eines Reich S.raf. o.1zug3- Gesetzes, der dem Reichsrat vorliege, seien namentlich Maß- nahmen zur Ver- aufklärung über über Agenten und Fabrikfillalen ! 28'/,x42cm auf Karton, einschließlich Verpackung und Postgebühren: besserung der Gefan- RM. 0.75, 2 Stck. 0.90, 6 Stck. 1.50 Voreinsendung, sonst zuzügl. genen - Anstalten - in Nachnahmegebühren. 766 Lehrvertrag und Tarifvertrag. Der „Vorwärts“ veröffentlicht in Nr. 505 ein vertrauliches Rundschreiben des Deut- schen Handwerks- und Gewerbekammertages, worin unter Hinweis auf die Regelung einiger Bestimmungen über das Lehrlingswesen im Reichstarifvertrag für das Baugewerbe eine höchstrichterliche Entscheidung zu dieser Frage angeregt wurde. Das Handwerk steht bekanntlich auf dem Standpunkt, daß der Lehrvertrag ein Erziehungs- und kein Ar- beitsvertrag ist, darum auch die Vorschriften der Reichsgewerbeordnung den Vorrang ha- ben vor tariflichen Vereinbarungen. Gegenüber den Ausführungen des „Vor- wärts“ Stellt der Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag fest: 1. Bei der Herbeiführung einer Entschei- dung über die Rechtmäßigkeit der Einbe- ziehung der Lehrlingsbestimmungen in den Reichstarifvertrag für das Baugewerbe han- delt es sich keineswegs um einen künstlich herbeigeführten Streitfall. Der Kammertag betrachtet es vielmehr als seine Pflicht, wenn aus Kreisen des Handwerks die Anregung an ihn herrangebracht wird, endlich Klarheit zu schaffen und die Möglichkeiten des Ar- beitsgerichtsgesetzes auszuschöpfen, solche Anregungen zumindest zur Entscheidung sei- nes Vorstandes zu bringen. 2. Der Deutsche Handwerks- und Ge- werbekammertag hat in aller Oeffentlich- keit und mit guten Gründen die Auffassung vertreten, daß der Lehrvertrag kein Arbeits- vertrag, sondern ein Erziehungsvertrag ist, der dem besonderen Recht der Gewerbe- ordnung unterliegt und dem Wirtschafts- kampfe der Tarifparteien -ferngehalten wer- den muß. Die Rechtsprechung ist in sehr vielen Fällen dieser Anschauung gefolgt. Es wird anerkannt, daß im Interesse gewerblichen Nachwuchses die Regelung -hrlingswesens der gemeinsamen Beein- ng von Arbeitgebern und Arbeit- ı unterstellt werden muß. Aber nicht tgemeinschaft ist die Stelle, durch Lehrlingswesen gemeinschaftlich Der Lehrvertrag gehört viel- sständischen Recht an, so daß standsrecht die Möglichkeit der Geme tsarbeit der Arbeitgeber und der ırbeitnehmer am Lehrlingswesen schaffen Ich muß es das gute Recht des n Handwerks bleiben, die Klar- auf dem Wege vorzunehmen, den geltende Recht bietet.“ Nur diesem k diente auch das Rundschreiben des Zum Kampigegen die Schwarzarbeit. Im Gesetzgebungsausschuß des Thüringer tages wurde folgender Antrag auf An- der Wirtschaftspartei beschlossen: Staatsregierung wird ersucht, bei Be- ratung des Arbeits-Schutzgesetzes auf die Reichsregierung dahin einzuwirken, daß ge- gen das Ueberhandnehmen der Schwarzarbeit die gerade - das mittelständische Kleinge- werbe außerordentlich schädigt, mit gesetz- geberischen Maßnahmen vorgegangen wird. Dem $ 9 des Arbeitsschutzgesetzes ist fol- gender Absatz anzufügen: Arbeitnehmer, die von einem Arbeitgeber voll beschäftigt werden, dürfen gewerbliche Nebenarbeiten gegen Entgelt nicht verrich- ten. Dieses Verbot findet keine Anwendung auf vorübergehende Arbeiten in Notfällen und in außergewöhnlichen Fällen, die unab- hängig vom Willen des Betroffenen eintreten und deren Folgen nicht auf andere Weise zu beseitigen sind. a: DEES iL SLL LE DER REICHS-MECHANIKER Ein hoffnungsloSer Fall. Von Karl F. Rimrod. Ich kam gerade noch recht an die Wald- ecke, um den wackeren Zeitgenossen, der ın der Schlinge eines zweckmäßig über einen Baumast gelegten Strickes die Ausreise in die ewigen Jagdgründe antreten wollte, abzuschneiden. Er purzelte ins weiche Moos und begann heftig zu schnauben. Dann sah er mich durch seine trübe Brille gehässig an. „Warum haben Sie mich nicht in Ruhe sterben lassen ?‘ Ich war starr. „Mann“, sagte ich bebend, ‚Mann, wissen Sie denn nicht, daß es Christen- und Staats- bürgerpflicht ist, zu retten, wo zu retten ist? Und überhaupt — sterben! Dazu ist noch immer Zeit genug. Was fehlt Ihnen denn? Sicher kann Ihnen geholfen werden! „Nein, nein“, murmelte er trotz meiner überzeugungskräftigen Ansprache, wobei einige Trän.ein an seinen schmalen Wangen herunterturnten. „Mir kann niemand helfen!“ „Sind Sie unhei.bar krank — oder Stel- lungslos ?“ Ein Kopfschütteln war die Antwort. Nachdem ich dem Manne eine Viertel- stunde mit der Eindringlichkeit eines Buß- predigers zugeredet hatte, war er zutrau- lich genug, um mir die Ursache seines Lebensüberdrusses mitzuteilen. Er kenne sich mit den Steuern nicht mehr aus. Wisse nicht, wie, wo, wann, wieviel, weshalb.... Jetzt mußte ich lachen. „Deswegen wol- len Sie sterben? Hahaha, dann müßten viele Leute sterben woilen, denn wie Ihnen ergeht es Hunderten, ja Tausenden! Dafür sind doch die Auskunftsbeamten beim Finanzamt da, die wissen genau Bescheid.‘ Er sah mich unter seiner Brille bekümmert an und sagte leise: „Ich bin ja Auskunfts- beamter beim Finanzamt... .“ Da ging ich und sah mich nicht um. Der Fall lag hoffnungslos. Aus der Geschichte des Fahrrades. Die Erfindung des Fahrrades wird für ge- wöhniich dem Freiherrn Karl von Drais zu- geschrieben, der im Jahre 1817 die Be- wohner Mannheims mit der Vorführung des ersten Rades, nach ihm Draisine genannt, in Erstaunen setzte. Aber wie eine Erfindung fast immer erst mehrere Vorstufen zu durch- laufen hat, ehe sie „reif“ ist, so isb auch das Draissche Fahrrad nicht ohne Vorläu- fer, und es kann darum gestritten werden, ob ihm oder einem anderen der Vorrang in bezug auf den Erfinderruhm gebührt. Die- ser andere ist ein einfacher Steilmacher aus der Merseburger Gegend, namens Kaesler. Dieser kam im Jahre 1760, aiso fast 60 Jahre vor dem Auftreten des Freiherrn von Drais, aut den Gedanken, zwei hölzerne Räder durch ein darüber gebautes Gestell mit einem Sitz und einem Handgriff zu ver- binden und so eine Maschine zur schnelle- ren Fortbewegung zu schaffen. Diese Maschine hatte nun allerdings eine ungeheure Größe. Sie glich mit ihrer Länge von fast zweieinhalb Metern und ihren gro- ßen Rädern, die nahezu einen Meter im Durchmesser maßen, eher einem Wagen als einem Fahrrad. Fortbewegt wurde sie durch Abstoßen auf dem Boden; derjenige, der auf ihr saß, schritt aus wie beim Gehen und erreichte durch abwechseindes Ab- n auf der rechten und der linken Seite eh ansehnliche Geschwindigkeit, auf | guten Straßen bis zu zwei Meilen in der Stunde. Die Geschwindigkeit war also dop- pelt so groß wie die eines guten Pen Auf schlechten Straßen war das Rad natür- lich nicht zu gebrauchen, und dies war wohl der Hauptgrund, daß es sich nicht durch- setzte; die Wege waren in jener Zeit noch zu schlecht, als daß eine ausgedehnte Be- nutzung möglich gewesen wäre. ‚In dem Deutschen Museum in München wird zwar nicht das Kaes!er’sche Fahrrad, aber ein ähnliches, das nach seinen Ideen gebaut ist, aufbewahrt. M Der Sozialpolitische Ausschuß des vorl. Reichswirtschaitsrats zu dem Entwurf eines Arbeits- schutzgesetzes. Der Sozialpolitische Ausschuß des vorl. Reichswirtschaftsrats hat das erste Teilgut- achten zu dem Entwurf eines Arbeitsschutz- gesetzes in den Sitzungen vom 24,—28. Ok- tober 1927 verabschiedet. Der Entwurf war dem Reichswirtschaftsrat im Dezember 1926 zugegangen und einem Arbeitsausschuß über- wiesen worden, der ihn im Januar d. ]. in Beratung nahm. Der Arbeitsausschuß hat die SS 1--16, betreffend „Allgemeine Vorschritten‘ (Gel- tungsbereich usw.), „Betriebsgefahren‘ und „Allgemeine Vorschriften über die Arbeits- zeit“, bis zum Entritt der Sommerferien in erster Lesung beraten. Er hat dabei über die Fragen der Arbeitszeit, des Arbeiterinnen- und Jugendschutzes, der Sonntagsruhe und des. Ladenschlusses wissenschaftliche Sach- verständige und Spezialsachverständige» de: einzelnen Berufsgruppen vernommen. Vo: wissenschaftlicher Seite wurden gehört: die Herren Professor Dr. Zwiedineck-Sudenhorst (München), Professor Dr. Gehrig (Dresden) sowie Schriftsteller Kaliski (Berlin). Von wirtschaftlicher Seite waren 439 Sachver- ständige anwesend, von denen 252 vernom- men wurden. Diese Vernehmungen erstreck- ten sich über 24 Sitzungen. Die zweite Lesung des Arbeitsausschusses fand vom 10.—15. Oktober 1927 statt. Das Ergebnis dieser Beratungen war, daß in den Fragen des Geltungsbereichs, wie auch der allgemeinen Regelung der Arbeitszeit die Meinungen der Arbeitgeber- und der Arbeit- nehmerseite sich schroff gegenüberstanden und eine Verständigung nur in wenigen Fra- gen erzielt werden konnte. Der Sozialpolitische Ausschuß hat die um- fangreichen Berichte des Arbeitsausschusses mit den Vorschlägen desselben in zwei Le- sungen in 5 Tagen verarbeitet, ohne daß es ihm gelang, wesentlich andere Entscheidun- gen herbeizuführen. Die gefaßten Beschlüsse sind mit wenigen Ausnahmen knappe Mehr- heitsbeschlüsse, denen geschlossene Minder- heiten, teils der Arbeitgeberabteilung, teils der Arbeitnehmerabteilung gezenüberstehen. Die beiden Abteilungen haben sich vorbe- halten, ihren von den Beschlüssen abwei- chenden Standpunkt in Minderheitsgutachten zusammenzufassen und der Reichsregierung zu unterbreiten. RH. Lehrlingsecke. Der „Reichs-Mechaniker“ hat ab Nummer 18 eine „Lehrlingsecke“ eingerichtet, die in zwangloser Folge erscheinen soll. Mitarbeiter herzlich erwünscht. Schriftleitung. DER REICHS-MECHANIKER 767 Lieber Reidıs-Mechaniker! Gibt es Artikel aus Guß, Holz, Stahl, die 100—130 % mehr kosten als in Vorkriegs- zeiten, außer den Nähmaschinen? Eine Näh- maschine, die dem Händler in Vorkriegs- zeiten Mk. 52,— kostete, bezahlt er heute mit RM. 110,— = 111 % mehr. Andere gän- gige Sorten stehen im Verhältnis 63 : 143 oder 60 : 128, was einem Aufschlag von 127 und 130 % entspricht. Wie steht es aber mit den Verkaufspreisen? Eine Maschine, die vor dem Kriege um Mk. 95,— verkauft wurde, wird heute um RM. 150,— — 58 % höher verkauft. Andere Zahlen, z. B. 120 : 205 und 140 : 245 zeigen eine Stei- gerung von 70—75 %. Schon daraus ist er- sichtlich, wohin der Nutzen geht. Der Fa- brikant bekommt 110—130 %, der Händler nur 60-75 % mehr als in Vorkriegszeiten. Mit welchem Recht verlangen die Fabri- kanten so viel mehr? Weder Material, noch Gehälter, noch Löhne sind in diesem Maße gestiegen. Wenn auch statt 60 nur 48 Stunden — 20 % weniger — gearbeitet werden, so darf man wohl annehmen, daß heute bei den technischen Fortschritten und maschinellen Einrichtungen in 48 Stunden genau so viel hergestellt wird — wenn nicht mehr — wie früher in 60 Stunden. Die maschinellen Ein- richtungen und Gebäudeerweiterungen sind meistens Inflationskinder. - Die Ausfuhr nach dem Ausland ist zurück- gegangen, die Produktion ist erhöht worden. Der Bedarf ist nicht so groß, daß die Ueber- produktion auf normalem Wege ‚abgesetzt werden kann. Dies kann nur mit Gewalt geschehen. Stadt und Land werden von Rei- senden überschwemmt. Diese erhielten vor dem Kriege 10 %, heute 17, 20 % und mehr Provision, trotzdem der Händler heute pro- "mit schwindelhaft hohen Mietpreisen. Die heutige Preispolitik. Alle Kollegen mögen sofort weitere Anregungen geben, damit die Haupt geschäftsstelle des Reichsverbandes Anlass nimmt, mit einer ganzen Sache entsprechende Schritte zu unternehmen. Ein Mitglied des Gaues Nürnverg Weitere Mittel, die Ueberproduktion an den Mann zu bringen, sind die Gründungen von Fabrikfilialen. Es werden Läden gemietet Durch Verkauf in den Läden kann die Miete nie verdient werden, selbst nicht mit riesen- haften Annoncen, nur mit Hilfe von Reisen- senden und ganz hohen Zinsaufschlägen. Ein weiteres Mittel, die Ueberproduktion unterzubringen, sind die Abzahlungssysteme, mit denen Auch-Händler in Mengen gezüchtet werden. Die eine Fabrik kassiert selbst ein, die andere verlangt wöchentlich pro Ma- schine so und soviel, die nächste gibt mo- nate-, man möchte fast sagen jahrelanges Ziel gegen Wechsel usw. Zum Schluß wird der Vertrieb noch durch Grossisten betrieben, evtl. auch durch ver- schleierte Fabrikfilialen. Früher gaben die Nähmaschinenfabriken 20% Kassaskonto, heute 10% und mehr. Welcher reelle Händler hat aber heute noch Geld für Massenumsatz ? Alle diese Mittel verteuern die Ware un- geheuer. Die Mieten der Luxusläden ver- schlingen viel Geld, obwohl durch die Rei- senden im Laden kein Umsatz mehr zu er- zielen ist. Die Abzahlungssysteme und das dadurch gewährte lange Ziel, Wechselspesen usw. verteuern die Ware kolossal. Die Gros- sisten wollen auch verdienen, beliefern Nicht- fachleute, nachdem die Fabriken selbst Rei- sende haben. Diese fahren an und für sich a mit Auto und besuchen jeden kleinen latz. Sämtliche Fabriken sind zusamnıengeschlos- sen halten fest an ihren Preisen und können Die Nähmäschinenfabrikanten können ihre Preise ganz bedeutend ermäßigen, wenn sie die Selbständigkeit des Händlers wahren und die Grossisten ausschalten. Der Händler muß durch Fleiß befähigt sein, sein Ge- schäft aus eigener Kraft zu finanzieren. Nicht nur die Fabriken sollen verdienen, auch die Händler, die sich um jedes einzelne Geschäft plagen müssen. Was nützen dem Händler Beamtengehälter- aufbesserung, Lohnerhöhung usw.? Nichts! Die Fabrikanten erhöhen die Preise, der Händler verdient prozentual immer und immer weniger, die Steuern, Umlagen, Mieten usw. werden immer höher. Auch den Be- amten und Arbeitern kann keine Aufbesse- rung helfen, — im Gegenteil, sie ziehen immer den Kürzeren. Helfen kann nur das Billigerwerden der Ware. Das hilft uns allen. Der Hebel muß aber an der richtigen Stelle angesetzt werden, d. h. beim Fabrikanten. Wenn die Ware billiger wird, wird die Kaufkraft gehoben, und das übermäßige Pumpsystem, durch das die Leute zum Leicht sinn erzogen werden, kann eingedämmt werden. Bei dieser Gelegenheit möchte auf die Preise der Torpedo-Freilaufnaben zu sprechen kommen, die heute dasselbe kosten wie vor dem Kriege, in der Her- stellung — bei den ungehsuren Massen aber sicher viel, viel billiger geworden sind. Auch hier wäre Grund und Gelegenheit, Wandlung zu schaffen. * ich auch * * Wir bitten 'die Industrie, Sich einmal zu äußern, da derarlige Ausführungen, von denen wir einige als zutreffend anerkennen zentual viel weniger verdient und bedeutend verlangen, was sie wollen, wenn nicht end- Müssen, immer wieder auftauchen. höhere Lasten hat. lich eingegriffen wird. Schriftleitung 4 = Besucht auf Reisen Eure Kollegen! Aus dem Schwarzwald wird uns geschrieben: suchens und der Rücksprache mit dem bis- sprache ausgelöste Standesbewußtsein Wenn die Sonne warm vom Himmel brennt, dann eilt jeder gern hinaus ins Freie, um die Wunder der Natur zu be- grüßen: Dem Wanderer erschließt sich die schöne Welt, seine Lunge atmet reine Luit, sein Körper wird durchgearbeitet und ge- stählt und frischen Herzens kehrt er aus seinen Ferien zurück, um so besser seinen beruflichen Pflichten nachkommen zu können. Und auf Ferienreisen soll man, wie die Ueberschrift sagt, seine Kollegen besuchen ? Ja, gerade hier wird sich manche Gelegen- heit zum Anknüpfen freundschaftlicher Bande bieten, hier kann man einmal aus fremdem Munde berufiche Neuigkeiten, Kampfmaß- nahmen und sonstiges »einerkenswertes hö- ren, hier kann man von gänzlich Unbe- teiligten, denen nicht, wie bei den Kollegen am eigenen Ort, die Konkurrenz den Mund verschließt, sich Rat und Auskunft holen. Natürlich ist es nicht Sinn und Zweck dieser Anregung, während der Reise bei jedem Kollegen vorzusprechen und man soll auch nicht bei den Kollegen stundenlang verharren. In einer kurzen Rücksprache wird oft viel und Wertvolles besprochen und man wird die Befriedigung mitnehmen, daß man durch die Begrüßung eines fremden Kollegen das Standesbewußtsein bei dem Kollegen und in sich selbst gestärkt hat. Der Wert liegt nicht in der - Aäußerlichkeit des Be- suches, sondern in der Tatsache des Auf- her fremden Kollegen und in der Art und Weise, wie man das durch eine solche Rück- und Berufsgefühl in sich aufzunehmen versteht -3. ges. geschützt, Der B. R.W ist begutachtet. Fernsprecher: Steinplatz $100 RIChLUNGS- Transport-Fahrzeuge, der Schlager den jeder Rad- fahrer kauft. und vielen Vereinsorganen Abhandlungen besprochen und behördlich Händlerpreis ä.rl Mk. exkı. Porto u. Verpack. Verkaufspreis 4.25 M. Fabriklager: Richard Berth, Charlottenburg, Kanis r. 148 Präzisions-Drehbank, (Fabrikat Deutsche Werkz Masch.- Fabrik Chem Spitzenh 5 zenw. 900mm, mit Kastenfuß, Kröp drehvorrichtung, lege, 20 St. Wechse Stähle, Stahlhalter Die Maschine ist fast neu. Preis RM 385.—. Abbild u. Beschr. auf Wunsch. K.H. Bunk, Blumenthal (Hann.) Berih s WEISET für Fahrräder und Reparatur: Karten liefert sauber und preiswert Reichsrerband Deutscher Mechaniker, Bremen, Birkenstrasse 11 bereits in Tageszeitungen in länge er NEW Te EEE EINEIN 6 Sn ER Ei te ER Be En SLE Be à EN 12540 RE „7 ie DER REICHS-MECHANIKER | Vom Auslandsmarkt "Rußland selbst Nähmaschinerfabrikänt? Wie die „Oesterreichische Nähmaschinenzeitung“ berichtet, soll das Hauptkonzessionskomitee in Rußland demnächst neue Konzessionen an ausländische Kapitalsgruppen vergeben. Unter diesen sollen auch Konzessionen zum Betriebe einer Fahrrad- und einer Nähmaschinenfabrik sich befinden. Es ist allerdings recht fraglich, welches Laıd sich für eine‘ -Investierung in Rußland überhaupt interessieren könnte. Am wahrscheinlichsten ist es wohl, daß die Amerikaner, die seit der englsch-russischen Spannung so. sehr mit Rußland Hebäugeln, die Kapitalsgeber und Unternehmer scia dürften. Vielleicht wird aber sogar den Amerikanern das Risiko zu groß sein. XVII. Händlerkongreß in Frankreich. Wir hatten den diesjährigen französischen Händlerkongreß, der wäh- rend des Pariser Automobil- und Fahrrad-Saloıs tagte, bereits angekündigt. Nunmehr legen die vollständigen stenographischen Berichte vor, so daß es uns auch mög- lich ist, unseren Lesern wenigstens die wichtigsten Punkte der Tagesordnung au‘zuzählen. Wir stützen uns dabei auf die wortgetreue Wiedergabe der Stenogramme durch das französische Händlerorgaa „Cycle et Automobile In- dustriels“. Selbstredend können wir. nur die Punkte anführen, die das Fahrrad betreffen, da uas zur Auf führung aller Resolutionen, also auch derjenigen des Automobilfaches, nicht der Raum zur Verfügung steht — . Das Verbands;ahr 1926/27 hat als wich,igstes Ereignis die Gründung der „Federation des Chambres Syndicales des Agents de Cycle de France“, also einer Dachorgani- sation. für die bereits bestehenden Verbände und Ver- eine gebracht. Die „Federation“ hatte bereits im ersten Jahre ihres Bestan Gelegenheit, zum Wohle ailer Händler in die Gesetzgebung insoweit eingreiien Zu können, als saitens der Behörden die Vorschläge und Gutachten zur Grundlage für spätere Entschießungen ge- nommen wurden. So wurde ein Gesetz angeregt, das lie Steuerfreiheit für alle- Fahr- und. Motorräder, die h im Besitze von Kriegsinvaliden beänden, ausspricht. wurde in diesem Gesetz auch Rechnung ge- daß die Behörden bei Abnahme der * Fahrer- n, eise bei Erteilung des Führer- besonders entgegenkommend ver- es an fahren. Der Auspuff „wurde, wie bei uns in Deutschland, auch in Fra:kreich verboten, und zwar auch nur auf Anregung der Händlerorga:isation. Der nverkauf von Fahrräder Nähmaschinen und wurde gesetzlich verboten, ‚ebenso eine prin- gerichtliche Entscheidu herb-igeführt, durch Ausspielungen und haliche * unlautere Mani- ati Schweren trafen belegt werden. im enbiick ‚erfolg Herab- tzun vorgeschlagenen ZolisätZe für Freilauf-aben Peda auf die Anregung der führer Weitere legislatıve Maß Stellung der Lehränge, Ei:komm F atior hat s- voll den Be erbracht, AB nur durch Eisi d. h. Zusammenfassung. aller nde in einer Dachorganisa die Wünsche einer gruppe wirklich mit Erfolg vertreten werden - Was nun die Tätirkeit des französischen ndes in rein berufkchen, kommerziellen und trifft, so ist als erstes zu mel- an ch des Kongresses endäch auch für Reparaturen-Richtpreise (Mindestpreise) ein- wurden. Die Grundlagen stammen doch mußten sie in Anbetracht vollkommen revidiert werden. Als gspurkt wurde die Wahl einer neuen Fahrradhändler angesetzt, da das “ nicht den speziellen Erwerbs- die Branche angibt. Ueber die Vorschläge hatten wir be- berichtet. Nunmehr. wurde na Debatte für den ler der Ausdruck ,„„Vélociste“ (für Auto- tändler „Motorist‘) festgelegt. Als sehr wichtig muß € Resolution angesehen werden, durch welche Jeg- licher Preisnachlaß, gleichviel unter welcher Motivierung, in Hinkunft zu unterlassen ist. D:e vereinbarten Richt- sind als Mindestpreise uibedingt einzuhalten. Der gegen unlauteren Wettbewerb soll in Hinkunft viel schärfer geführt werden. Vor allem wird die „Federation“ an die Grossisten- und Fabrikanten- verbände herantreten, um zu erreichen, daß nur mehr anerkannte. Här werden. Insbesondere soll hierbei der Kampf Staatsbeamte, die im beruf Handel treib geführt werden. Eine besondere Besprechung wurde auch der Frage der Kreditgewäh- rung. gewidmet. Die ‚Herstellerfirmen zeigen sich nämlich dem Kleinhändler gegenüber recht wenig entgegenkom- mend, Während der Grossist lan fristige Kredite gewährt erhält, muß der. Detailhändelr meistens schon nach drei Monaten seine Ware bezahlen, trotzdem gerade er der Privatkündschaft gegenüber am entgegenkommendsten sein muß. Die „Federation“ betrachtet es daher als ihre nächste: Aufgabe, auf die Fabrikanten dahingehend einzu- enehmigt Vorjahren, ertung beziehungswe iedenen vorliegenden Is beliefert Neben- „haben die beim Einkauf gewährt werden, wie den fibrigen Händler- firmen. Endlich wurde die Schaffung eines Hilistonds beschlossen, der sowohl zur Durchführung besonders wich- tiger Aufgaben, als auch zur schnellen Hilfeleistung für verunglückte oder unverschuldet tas Unglück geratene Kollegen verwendet werden soll. — Für die unmittel- bare Zukunft wurde die Entschließung ‚gefaßt, besonders eifrig für den Ausbau von Fahrradwegen und für die Steuererleichterungen einzutreten. Was die Steuern auf Fahrräder anbetrifft, 50 Soll ein Satz . von 12 Fr. pro Jahr, also 1: Fr. je Monat, als ausreichend auch vom Fiskus anerkannt werden. Es wäre dabei zu erreichen, daß. die Zahlungen bei Anmeldung eines Fahrrades nur mehr für die "tatsächlich folgenden Monate des Jahres entrichtet würden. Endäch wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, daß die Steuerquittungen in Hitkunft nicht mehr am Fahrrad, von wo sie leicht gestohlen werden können, geführt werden sollen, sondern in Art von Zah- lungsbescheinigungen vom Fahrradbesitzer bei sich be- halten werden. Dies sind in großen Zügen die auf dem. Kongreß abgehandelten Fragen, deren Wichtigkeit ohne weiteres einleuchtend ist. In jedem Lande dreht es sich letzten Endes um die gleichen Mißstände, daß nämlich der ehrliche Steuerzahler zu wenig durch das Gesetz vor der unlauteren Konkurrenz geschützt ıst und daß die staatächen Autoritäten ‘zu wenig Ver- ständn für die Händlerschaft und deren Sorgen auf- Das vergangene Verbandsjahr hat unseren is französischen Kollegen auf alle Fälle Erfolge gebracht, so daß nur zu wünschen ist, daß das Jahr 1027/1928 von gleichem Erfolg gekrönt sein möge. Aus Industrie, Handwerk u. Handel Preiserhöhung für Nähmaschinen. Durch eine unter den Mitgliedern des Vereins Deutscher Nähmaszhinen- Fabrikarten getroffene Vereinbarung sind die Preise für die Bogenschifimaschine um RM. 9.—, fir Zertral und Rundschiff um RM. 5.— mit sofortiger Wirkung erhöht worden. Die Preise für Spezia- und Handwerker- maschinen werden eine Erhöhung in ähnlicher Weise erfahren. Erhöhung der Fahrradpreise. Die Preise für Fahrräder sind durchschnittlich um RM. 3.— teurer geworden. York. Wie die Associated Press berichtet, steht Kreisen des hiesigen Gummihandels den Melk dungen aus Frankfurt a. M., nach denen der auf synthetischem Wege hergestellte Kautschuk in Kürze auf dem Weltmarkte erscheinen‘ würde, skeptisch gegen- über. Man weist darauf hin, daß ähnliche Berichte in den letzten zehn Jahren schon häufig vorgelegen hätten, aber bis jetzt sei das synthetische Produkt hinter dem natürlichen, entweder in der Qualität oder was die Produktionskosten anbelangt, zurückgeblieben. Es wird betont, daß synthetischer Gummi nur dann auf dem Welt- markte Eingang finden. werde, wenn seine Verarbeitungs- kosten bei hoher Qualität ungewöhnlich niedrig sind, New man in Bielefeld. Während ‚einer -kurzen Art itselnstellung Göricke-Werke ihren ganzen Betrieb auf die Ein rund 1090 Meter langes Baıd Fließarbeit umgestellt. durchläuft in genau reguliertem Tempo sämtliche Ab- teilungen der, umfangreichen. Fabrikwerke, wobei jeder Arbeiter eine bestimmte Arbeit zu verrichten hat. Auf diese Weise ist es ermöglicht worden, das täglich etwa Achtfache der Friedensproduktion zu erreichen. In acht Stunden können etwa 1409 Fahrräder hergestellt werden. Der Weltgummimarkt. Wie aus einer VeröffentKchung des „Index“ der New York Trust Company hervorgeht, ist Englands Anteil an der Weltgummierzeuging von 42 % im Jahre 1926 auf 38 % im Jahre 1927 zurückgegan-- gen. Es scheint, als ob der winzige Erfolg der eng- lischen Anbaubeschränkungen erhöhte Anstrengungen anderer Länder für größere und biligere Gummierzeu- gung gewesen ist. Die Hauptgründe für das Fehl schlagen des Stevenson-Planes sind die gestiegenen Lagervorräte in London, die auf 660090 Tonnen im Jahre 1927 gegenüber 35000 Tonnen 1926 und nur 3400 Tonnen 1924 angewachsen sınd, ferner der Aus- bau der Erzeugung in Sumatra und Java, wad schließ- lich die steigende Verwendung aufgearbeiteten Gummis in den Vereizigten Staaten, de 75.00 des Weltgesamt- verbrauches an Gummi beanspruchen. — Entgegen der Absicht des englischen Anbaubeschränkungsplanes, den Preis auf 42 Cent zu halten, ist er im Jahre 1927 auf 36,73 Cent gefallen, so daß die Vereinigten Staaten trotz erhöhter Mengeneinfuhr einen erheblichen Rück- gang des Wertes ihrer Gummieinfuhr verzeichnen kön- nen. Es verlautet, daß Holland alle Vorschläge Eng- lands, gleichfalls an den Anbaubeschränkungen teizu- nehmen, abgewiesen hat, so daß sich die englischen Maßnahmen zweifellos als ein Fehlschlag erweisen, die England nur um so größeren Schaden bringen, je schär- fer sie durchgeführt werden, liner Börse während ‚der letzten Tage: 91, 93, 95% "UU und heute bei zirka 10000 M. Umsatz 102%. Das Geschäft bei der Gesellschaft hat sich im laufenden Geschäftsjahr zufriedenstellend entwickelt, so daß unter dem üblichen - Vorbehalt eine Erhöhung der Dividend« auf die Stammaktien, die im vorigen Jahre von 120 auf 6% reduziert wurde, in Aussicht genommen "we den darf. Der Zahlungseingang sei jedoch nach y vor stockend. ; y Die deutsche Bereifungsindustrie im Jahre 1926. I nach dem Kriege erstmals für das Jahr 1925 veranstal teten Produktionserhebungen in der Bereifungsindustrie | sind für das Jahr 1926 wiederholt worden. Die - E der in die Erhebung. einbezogenen Betriebe verringerte sich laut „Wirtschaft und Statist;k“ von 33 Betrieben des Vorjahrs auf 24. In diesen Zahlen kommen Rationali- sierungsmaßnahmen der Industrie, die günstige Wirtschaftslage des Jahres 192 S wurden, zum Ausdruck. Kleinere Betriebe haben | folge betriebstechnischer Aenderungen die Reifenproduk- tion aufgegeben. In einem Falle wurde die Produktio) leistung durch Sachverständige geschätzt. Die Auf- teilung ‘der Fabrikationsstätten nach Ländern ergibt für Preußen 12, Hessen 5, Baden 2 und: für Bayern, Würt- temberg, Thüringen, Waldeck und Hamburg je 1 _Be- trieb. Die Zahl der in der Bereifungsindustrie beschäf- tigten Personen zeigt iin Zusammenhang ‚mit dem Nach- lassen der Produktion eine erhebliche Verminderung gegen das Vorjahr. Erst gegen Ende 1926 nahm "die Arbeiterzahl wieder zu. Rohsto‘fe und Halbfabrikate wur- _ den ansgesamt im Betrage von 96,3. Millionen Reichsmark verbraucht, davon. 58,9 Miläonen Reichsmark für Roh- kautschuk, 22,7 Millionen Reichsmark für Gewebe und der Rest für Chemikalien, Stahibänder und aadere Hilis- stoffe. Im Vorjahr bezifferte Sich der Wert der ver- brauchten Materiaien auf 140 Millionen Reichsmark. Der wertmäßige Unterschied von 31 v. H. ist nicht allein durch den geringeren Rohstoffverbrauch infolge des Rückgangs der Produktion, sordern zum Teil auch durch niedrigere Rohstoffpreise, insbesondere für Rohkautschuk, bedingt. — Die Produktion ‘des Jahres 1926 schließt mit einem Gesamtwert von 164,6 »Milüonen Reichsmark ab, mithin mit 21 v. H. weniger als im Jahre 1925. Dieser Rückgang zeigt sich auch mengenmäßig bei fast allen Bereifungsarten. - Nur der Elastikreifen hat sich verhältnismäßig mehr durchgesetzt; 'seine Pröduktions- zitfer ist fast die gleiche geblieben wie im Vorjahre, — Der Absatz an Bereifungen hatte im Jahre 1926 einen Gesamtwert von 174 Millionen Reichsmark gegen 211 Millionen Reichsmark im Vorjahre. Der größte Teil der Reifen (im Gesamtwerte von 148 Milkonen Reichs- mark) blieb im Inlande. Die Ausfuhr konnte sich als Folge der durch hohe Auslandszölle stark behinderten Absatzmöglichkeiten nur in: mäßigen Grenzen - halten, immerhin ist aber im: Vergleich zu 1925 für einzelne Bereifungsarten der Absatz nach dem Auslande zurück- gegangen, wie auch aus den Zahlen der Außenhandels- statistik hervorgeht, die fast durchweg mit den Ergeb- nissen der Produktionsstatistik übereinstimmen. — Die Ursachen für den Rückgang von Produktion und Absatz in der Bereifungsindustrie sind in. erster Linie in der im allgemeinen ungünstigen wirtschaftlichen Laze des Jahres 1926 zu suchen, die sich in einer Vermänderung der Erzeugung und des Gebrauchs von Kraftfahrzeugen und damit auch der Bereiiungen auswirkte. Gleichzeitig hatte eine starke Konkurrenz ausländischer Reifen auf, dem Inlandsmarkte eingesetzt. Ein Ausgleich durch ver- mehrte Ausfuhr wurde nicht gefunden. Es darf aber bei Beurteilung des Produktionsrückgangs nicht außer acht bleiben, daß die deutsche Bereifung gegenüber frü- heren Jahren in ihrer Beschaffenheit bedeutende Ver- besserungen aufzuweisen und in Laufdauer und Halt- barkeit Erfolge erzielt hat, die naturgemäß die Ab- nutzung und damit auch die Erzeugung vermindern müssen, solange nicht die weitere Ausdehnung des Kraft- fahrwesens ein Gegengewicht schafft. í € Verschiedenes Die Weihnachts!iste der Firma Oskar Böttcher G. m. b. 'H., Berlin W 57. Der neue Katalog Nr. 495 der bekannten oben erwähnten Firma, Fabrik und Lager elektrotechnischer Artikel, umfaßt in übersichtlichem Auf- bau Elcktro-Sri:tzeuz, Lehrmittel, sowie Kki-beleuchtungs- Artikel. — Die Eıgenerzeugnisse in Spielzeugmötoren und Dynamo-Maschinen sind ständig verbessert worden, und die neuen Modelle der Spielzeug-Motoren zum direkten Anschluß an die Lichtleitung zählen zu den. vollkommensten- Fabrikaten. ° Diese Maschinen werden neuerdings in einem eleganten Geschenk-Karton gehefert. Die Kollektion der dazugehörigen Antriebsmodelle ist sehr reichhaltig. Neben den für das Weihnachtsgeschäft wichtigen Artikeln, wie Funken-Induktoren, Influenz- Maschinen, Induktions-Apparaten usw. werden die elek- x : s ; RISCHER ile Excelsior-Fahrrad-Werke Gebr. Conrad & Pa vn winken, daß. auch ‘den Kteinhändlern " gleiche ' Vorteile ann U: Die Ale roter en Bl VER er ER Ya - Schienen - Umformer - Wendungszweck den IH i E E > e, DE | 4 : = DER REICHS-MECHANIKER 769 trischen Eisenbahnen für Schwachstrom- und Starkstrom- gegebenenfalls zurückzuerstatten. Um den berechtigten dort vorgeschriebene besondere Mitteilung ersetzt, 'son- betrieb“ wie in jedem Jahre größtes Interesse finden. Belangen der Steuerpflichtigen zu genügen, gleichzeitig dern diese Aktionäre haben neben der Einladung durch - Nach den neuesten Vorschriften des VDE. dürfen Spiel- zeug-Eisenbahnen, die mit Lichtnetz arbeiten, nicht Vorschaltwiderständen mehr verkauft werden. In den darf nur eine Niederspannung‘ :von maximal 24 Volt vorhanden sein. In -Wechselstromnetzen wird die Herabsetzung. der Spannung. durch einen Transformator vorgenommen, in Gleichstromnetzen verwendet man zweck- -mäßig. einen Umformer. In Gleichstrom-Einanker-Uinfor- mern bringt die Firma O. B. ein eigenes, sehr preis- vom “ wertes Modell, welches gebrauchsfertig mit Reguliervor- „richtung auf einer - Holzgrundplatte “montiert ist. Diese werden in 3 Größen hergestellt, und zwar für: 18 Watt, bei 18 Volt ca. 1 Amp.;' 30 Watt, bei 20 Volt ca. 1,5 Amp.; 60 Watt, bei 20 Volt“ca. 3 Amp. “Genaue Aufklärungen enthält der Katalog. Für jeden Fachhändler interessant Sind ferner die Zusammenstellun- „gen ‚verschiedener Markenfabrikate, z. B. Akkumula- toren, Glühlampen in allen Sorten und für jeden Ver- für Niederspannung. Dazu finden wir Elektro-Kleinmaterial, wie Schalter, Fassungen, Wand- arme, Klemmen, Draht usw. Den Beschluß der Liste bilden die mit Recht so beliebten elektr. Puppenstuben- lampen, sowie. elektr. Kinderkochherde, -Kochplatten, -Kochtöpfe, alles in kleinster Ausführung und als Spiel- zeug absolut ungefährlich, da alle Stücke den Vor- schriften des VDE. entsprechen. Der Versand der Liste an die bei der Firma- Oskar Böttcher G. m. b. .H. ein- getragenen Händlerkunden ist bereits erfolgt, und es ist für neue Händler-Interessenten zweckmäßig, die Liste sofort Kostenlos anzufordern. Der Weltrekord des 12. Sechstagerennens unanfecht- bar. Das 19, Berliner Sechstagerennen gehört der Ver- gangenheit an. Die große. Beteiligung in- und aus- ländischer Favoriten ließ ‘spannende Kämpfe und Jagden erwarten und im großen und ganzen wurden die Er- wartungen der sportbegeisterten Zuschauer erfülit. Es ist bekannt, daß Sechstagerennen die größten Anforde- rungen an Material und Fahrer stellen und dieselben als Gewaltprüfungen. allerschwerster Art angesehen wer- können. Daß derartigen Beanspruchungen natur- gemäß nur die besten Fahrer auf erstklassigsten Ma- schinen gewachsen sind, wird erhellt, wenn man das Fazit des ‚Neunzehnten‘“ prüft. Der Weltrekord mit 4544,200 km, ‘der. anläßlich des 12. Sechstagerennens von einem: deutschen -Fahrer mit Triumph-Rad auf- gestellt wurde, ist im letzten Rennen bei weiten nicht erreicht, und: diese Höchstleistung war nur möglich durch die -sprichwörtlich bekanntgewordene Präzision und den spielend leichten Laut des ,‚Triumph-Rades“. Nach unten tritt er — und nach oben macht er den Buckel krumm, sagt man von einem unaufrichtigen Men- schen und nennt ihn zuweilen kurzerhand einen Rad- fahrer, der allerdings dasselbe tut, in den meisten Fällen aber, Gott sei Dank, doch ein sympathischer Kerl ist. Wie kann es auch anders sein, wenn Millionen von Radlern aus Passion im geselligen Radwandersport ihre Sinne kräftigen und zu lebensfrohen Menschen werden, die das Herz auf dem richtigen Fleck haben und auch ‘gelegentliche Mißhelligkeiten nicht scheuen. Das können keine unsympathischen Menschen sein. — Und das ist auch ein Verdienst der ‚Torpedo-Freilaufnabe‘, daß_ die ser heilsame Einfluß. ‚auf den naturliebenden. Wander- fahrer durch den beispiellos leichten Lauf, die sichere und vor blitzschnell auftretenden Gefahren außerordent- lich wirksame Bremskraft des „Torpedo-Freilaufs“ unter- stützt und gefördert wird, ja darüber hinaus ein ge- steigertes Verlangen nach öfteren ausgedehnten Wander- fahrten auslöst und so jedem Einsichtigen durch’ die segensreiche körperliche Betätigung in Licht und Luft eine gesunde Auffassung verleiht. Und das alles, wie gesagt, zum wesentlichen -Teil durch den einzig in sei- nen hervorragenden Eigenschaften dastehenden „Torpedo- Freilauf‘. Preuß. Gewerbesteuer-Vorauszahlung 1927. Auf Antrag der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels ist an die Stadt- und Landgemeinden (nachrichtlich an die Regierungspräsidenten, Landräte und. die Vorsitzenden der Gewerbesteuerausschüsse) nachstehender Erlaß er- gangen, der im Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung Nr. 45: vom 9, 11. 27 abgedruckt ist: „Gc- werbesteuervorauszahlungen für das Rechn. Jahr 1927 RdErl. d. MdI., d. FM. u. d. MfHuG. v. 3. 11 1927 — W- St" 1164 I — 0 WA 12173 u. la 5357. Gemäß 8 53 der Gewerbesteuerverordnung in der Fas- Sung der. Bek. vom 15. 3..27 (OS. S. 21). in Ver- bindung mit Art. 33 der Ausführungsverordnung zur Ge- werbesteuerverordnung vom 13. 5. 27 (MBliV. S. 521) haben die Steuerpflichtigen bis zum Empfang des Ver- anlagungssteuerbescheides zur Gewerbesteuer nach dem Ertrage vorläufig Vorauszahlungen zu leisten, die sich nach den für das vorangegangene Rechnungsjahr veran- lagten Steuergrundbeträgen richten. Uebersteigen die Vor- auszahlungen die nach der Veranlagung für das fau- fende Rechnungsjahr zu leistenden Beträge, 50 haben die Gemeinden den Unterschied spätestens mit der nächstfälligen Ertragssteuerzahlung zu verrechnen und aber auch die sonst zu befürchtende Häufurg von Rück- zahlungen zu vermeiden, empfehlen wir den Gemeinden dringend, Anträge auf Stundung der am 15. 11. 27 fäl- ligen Gewerbeertragssteuervorauszahlungen solcher Ge- werbetreibender, deren Veranlagung zur Gewerbeertrags- steuer für das Rechnungsjahr 1927 -bis zum 15. 11. 1927 noch nicht erfolgt ist, hinsichtlich deren aber aus der abgegebenen Steuererklärung hervorgeht oder sonst wahr- scheinlich ist, daß die nach erfolgter Veranlagung für das Rechnungsjahr 1927 zu leistenden Gewerbesteuer- beträge niedriger. sind als die entsprechenden Voraus- zahlungen, mit äußerstem Entgegenkommen zu be- handeln.“ Das Gespenst der Fahrradsteuer. In hat es lebhafte Beunruhigung hervorgerufen, daß bei Erörterung der neuen Verkehrsregelung und dem Ver- handlungen über Straßenbauten wiederum der Plan auf- getaucht ist, den Besitz eines Fahrrades zu besteuern. Der Gedanke, den Radlern eine Gebühr auizuerlegen, ist so alt, wie das Fahrrad selbst, aber bisher ist es stets gelungen, diese Gefahr mit dem Hinweis auf das Unsoziale einer solchen Steuer abzuwenden. Das Fahr- rad hat . längst aufgehört, ein Luxusfahrzeug zu sein. und von den zehn Millionen deutscher Radfahrer be- nutzen mehr als neırı Millionen das Fahrrad in ihrem Beruf. Mit dem Hinweis darauf, daß die Radfahrer als Straßenbenutzer zu den Baukosten beitragen müßten, haben die Verfechter einer Fahrradsteuer insofern einen Mißerfolg erzielt, als sich mehrere Sachverständige zu- gunsten der Radfahrer geäußert habe». Sie stellten fest, daß. der Radfahrerverkehr die Straßen nicht zur nicht beschädigt, sondern in vielen Fällen zur Verbesserung der Oberfläche beigetragen habe. — Es wurde. betont, daß es in Deutschland viele Tausende von Wegen gebe, die. der Rad?ahrerverkehr geschaffen habe. Abgesehen von diesen Erwägungen würde eine Fahrradsteuer Kreise Radierkreisen treffen, die mit dem Pfennig zu rechnen haben und denen das Fahrrad gewissermaßen ein Hausgerät ge- worden ist, ohne das sie ihrem Broterwerb nicht mehr nachgehen können. — Die Rad’ahrer vermögen nicht em- . zusehen, aus welchem Grunde ihnen eine Steuer -auferlegt werden soll, da ihre Maschinen weder die Straße ab- nutzen, noch von den Behörden Vorrichtungen oder Vorkehrungen erfordern, für die der Staat Aufwendun- gen machen müßte. Die deutschen Rad‘ahrerverbände haben gegen den Plan einer Fahrradbesteuerung bereits mobil gemacht und in ihrem Kampf für die Freiheit des Rades die Unterstützung namhafter Parlamentarier nach- gesucht. Amberg, 10. Nov. Vom Warenkreditschwinde! mit Fahrrädern lebte im Sommer dieses Jahres ein Betrüger- Kleeblatt, das sich heute in Gestalt des ledigen Por- zellandrehers Wilh. Filchner‘ in Weiden; der Spenglers- witwe. Fanny. Würz, der Hilisarbeiterin Katharina Bertl und des Hilfsarbeiters Michael Preischl, letztere drei von Amberg, vor dem Strafrichter zu verantworten hatte. Filehner, Würz und Preischl werden aus der Unter- suchungshaft vorgeführt. Das Verfahren gegen den mit- beteiligten Johann Donhauser, Landwirt in Amberg, wurde vom Gerichte abgetrennt. Die Angeklagten schwin- delten im Sommer heurigen Jahres in zirka 20 Fällen bei hiesigen Fahrradgeschäften Fahrräder auf Abzah- lung heraus, um dieselben - alsbald entweder selbst oder durch einen ihrer Mitkumpane weiter zu veräußern und den Gewinn in die Tasche zu stecken, so daß die betref. fenden Geschäftsinhaber um ihre Ware nahezu voll- ständig geprellt sind. Den Weitervertrieb besorgten in der Hauptsache Filchner und Preischl. Den Abnehmern der Räder, meist Landwirten bzw. Söhnen oder Töch- tern von solchen in der Umgebung Ambergs, machte man vor, die Räder stammten aus Konkursen in Nürn- berg oder München, weshalb sie bilig abgelassen wer- den 'könnten. Den Hauptprofit bei der Geschichte mach- ten Preischl und Filchner. Das Urteil lautete gegen Filchrer wegen Betruges in 11 und Hehlerei in 3 Fällen unter -Einrechnung einer ihm schon früher zuerkannten Gefängnisstrafe von zweimal 14 Tagen auf I- Jake 3 Mo- nate, Würz 1 Jahr, Bertl 6 Wochen und Preischt wegen Hehlerei in 9 Fälten 1 Jahr Gesamtgefängnis. liche Verurteitten mit Ausnahme des Preisch! die Strafe anzunehmen. Sämt- erklärten, Anspruch der Aktionäre ‘auf besondere Mitteilung der Tagesordnung. - Nach 8257 HGB. kaun jeder Aktionär, der eine Aktie bei der Gesellschaft hinterlegt, verlangen, daß ihm die Berufung der Generalversammlung und die Gegenstände ‚der Verhandlungen, sobald deren öffent- liche Bekanntmachung erfolgt, durch eingeschriebenen Brief besonders mitgeteilt werden. Diese Bestimmung hat nach Ansicht des Reichsgerichts (Urteil vom 29. März 1927) keine Bedeutung für diejenigen Fälle, in denen nach der Satzung die Generalversammlung in anderer Form: zu berufen äst als durch-ötfentliche Bekanntmachung. Ist dagegen die durch den Gesellschaftsvertrag bestimmte Form der Berufung die öffentliche Bekanntmachung, so wird diese Berufung nicht den Aktionären gegenüber, erlangt "haben, die Rechte aus $ 357 HGB. durch die öffentliche Bekanntmachung, die auch ihnen gegen- über die ordnungsmäßige Form der Berufung bleibt, ein Recht auf besondere Mitteilung von dieser Berufung. Der Zweck der Vorschrift ist darin zu suchen, dem Ak- tionär, da er die öffentliche Bekanntmachung leicht über- sehen. kann, die Einberufung der Generalversammlung noch auf einem zweiten Wege zur Kenntnis zu brin- gen. Eine Frist, innerhalb deren diese besondere Mit- teilung dem Aktionär zugehen müßte, ist nicht vorge- schrieben. Diese hat zu geschehen, „sobald“ die “öffent- liche Bekanntmachung erfolgt. Blicherlisch Wilh. Walker, Der Mechaniker, Hilfs- und Lehrbuch für Werkmeister, - Vorarbeiter, Arbeiter und Lehrknge der Maschinenbranche und verwandter Berwisarten; mit 303 Figuren und vielen Hilfstabellen, 8. Aufl, geb RM. 6.—, Verlag Grethlein & Co., Zürich und Leipzig Das Buch ist die Frucht zwanzigjäh r Lehrtätigkeit an einer Lehrwerkstätte für Mechan Die beiden ersten Abschnitte enthalten das Wi rte aus d Gebiete des Buchstabenrechnens und der Geometrie Das Folgende behandelt die Berechnungen der Touren- zahlen, Wmfangsgeschwindigkeit, Schmitigesch keit, Wechselräderberechnung für Drehbank, © F €, ferner usw. Teilmaschine, Festigkeitslehre Arbeits- und Fffektsbere Der Materialiehre ist e 1- deres Kapitel über Gießen und Formen t- wör den, und von den Maschinenelementen finden wir de Nieten, Schrauben, Keile, Zapfen, Zahnräder, Riemen- triebe, Lager und Kupplungen. Beilagen-Hinweis Einem "Teil unserer heutigen Ausgabe spekt der Firma Ernst Knott, Breslau 2 auf den wir unsere Leser besonders aufmerksam * Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Torpedo - Fahrräder - Schreibmas Frankfurt am Main-Rödelheim, „ Lorpedo‘“-Kleinschreibmaschine welche sich besonders eignet Stetter, Arzt und Gewerbetr ist sehr siabil gebaut, ‚der A ring.. Auf Wunsch werden g bedingungen gewährt. In Vorführung durch den Inhalts-Verzeichnis 5 Fahrradausstellungen im Ausland. — Un- lauterer Wettbewerb im Sprechmaschinenver- kauf. — Persönliches. — Die Entwicklung der Nähmaschine (Von Karl Micksch). Von der Gründung. der Leipziger Innung (A. G.). — Die Bielefelder Schulen. — Ver- ptändung von Fahrrädern und Nähmaschinen in Leihhäusern (RDM). — Gegen erhöhte Steuerbelastung (RH.). — Das Einstellen von Sattel und Lenker, Ratschläge für Radler. Werkstatt- und Betrieborganisation (Betriebs- leiter A. Busch). -— Aushilfspersonal (Mit- teilungen der Hwk. Zittau). — Die Kon- kurrenz der Gefängnisarbeit für das Hand- werk (RH.). — Lehrvertrag und Tarifvertrag (RH). — Zum Kampf gegen die Schwarzar- beit (RH.). — Ein hoffnungsloser Fall (Von Karl F. Rimrod). — Aus der Geschichte des Fahrrades. — Der sozialpolitische Ausschuß des vorl. Reichswirtschaftsrats zu. dem Ent- wurf eines Arbeitsschutzgesetzes (RH.). — Lieber Reichs-Mechaniker. — Vom Auslands- markt. — Aus Industrie, Handwerk und Han- del. — Verschiedenes. — Büchertisch. — Bei- lagen-Hinweis — Verbandsmitteilungen. — Auskunftei des Reichsverbandes. — Aus den Gauen. Hauptgeschäftsstelle: Bremen, Birkenstr. 11/Geschäftszeit: rn Drahtanschrift: Reichsverband Bremen / Postscheckkonto: Hannover 5070 / Bankkonto: Bremer Bank, Filiale der Dresdner 8—1 und 3—6 Uhr, Sonnabends: 8—3 / Fernspr.: Roland 2363/2319 ank Geschäftsführer: Syndikus Dr. jur. et rer. pol. A. Graff. Ehrenmitglieder: Obermeister Herm. Eisele, Schwäb.-Gmünd; Clem. Wehrheim, Homburg v. d. Höhe. Vorstand: Otto Heydt-Ludwigsburg, Verbandszeitschriften: Kein Eintrittsgeld. Wahl eine Zeitung Mitglied erhält nach Ostpr. / G. Uhl, Nürnberg, Neue Gasse 17. „Der Reichsmechaniker‘“ kostenlos, die wöchentlich. „Voligas, die Motorzeitung‘‘ 14 tägig. zweite gegen 3 M. je Vierteljahr. Vorsitz: Obermeister R. Tegtmeyer-Bremen / stellv. Vorsitz.: Obermeister ©. Körner-Naumburg (Saale), Dompl. 1a Vordere Schloßstraße 9 / E. Nestler-Bonn a. Rh., Stiftplatz 7 / Obermeister F. Puschke-Braunsberg Jedes Anmeldekarten mit Arbeitsplan und Flugschriften stehen jedem Kollegen zur Verfügung. PEAS ARR Unerlaubie Ausspielung durch Preisrätset, In Nummer 7 berichteten wir über von der Heriot-Companie, Präm.-Abt., Friedenau W. 351, veranlaßte Zeitungs-Preisrätsel-Inse- rate: „Jeder ist seines Glückes Schmied! räder usw. kostenlos . Der Ver- ınstalter Helbig wurde in der Berufungs- nstanz von der Strafkammer des Land- serichts II Berlin am 29. 10. 27 wegen Ver- gehens gegen $ 4 UWG. zu RM. 100. ieldstrafe evtl. 5 Tagen Gefängnis verurteilt Hauptgeschäftsstelle Wer Kenn! \ufenthaltsort des Gutsarbeiters Bruno Danilewski, früher Carzig, Kr. Soldin Neu- irk, und des Schweizers Paul Duiad, geb. 9. 1901 in Heinrichswalde b. Tilsit, frü- 3erlinchen, Neumark. Danilewski und Duj sind nach Kauf eines Herrenrades National Nr. 186979 und eines Damenrades g Nr. 40949 bzw. eines Schladiz-Halb- Nr. 340775 spurlos verschwunden. Mitteilungen an: Gau Ostmark RDM., Lands- Warthe, Priesterstraße 1 a Weitere Lolleriegewinne. 3remer Brasilzigarren RDM Gerh. Hillje, Brin- 2060— 2002 je 50 Verlagsdruckerei n/Bremen Stifter herzlichen Dank Hauptgeschäftsstelle. Neue „Besiellscheine“ mil Eigeniumsvorbehall. Um allen berechtigten Wünschen, ins- besondere auch der sächsischen und mecklen- Kollegen gerecht zu werden, nd der juristischen Abteilung der Hauptgeschäftsstelle neug „Bestellscheine‘“ in Heftiorm fertiggestellt worden. Diese treten nstelle der bisherigen sogen. ‚„Kaufverträge“ mit Eigentumsvorbehalt und sind auch in den genannten deutschen Ländern stempel- "gischen von bzw. steuerfrei. Vielfache Anerkennung hat bewiesen, daß die vom RDM angebotenen Verkaufsfiormulare sich in der Praxis be- währt und die Interessen des Fachhändlers bestens gewahrt haben. Der Preis beträgt unverändert für Bestellscheine in Heftform für 100 Stück RM. 5.—, für 500 Stück RM. 22,50, für 1000 Stück RM. 40.— zuzügl. Porto und Verpackung. Firmeneindruck kostet je 1000 Stück RM. 3.— mehr. Hauptgeschäftsstelle. Ermäßigle Preise für Singer-Fiugbläiier. Ab 12. 9. 26 werden unsere Singer-Flug- blätter auf weißem Papier mit verschiede- nem Wortlaut in zwei Ausführungen zum Preise von 2,50 RM. für das Tausend, Firmeneindruck:: 2,— RM. je Tausend, ab- gegeben. Wenn bei den Bestellungen nichts anderes angegeben ist, werden beide Flug- blätter je zur Hälfte gesandt. Hauptgeschäftsstelle. preisermäßigung für Flugblätter. Wir sind in der Lage, den Preis für Flug- blätter zum Abwehrkampf gegen die Firma Mifa ab 7. 7. 27 auf RM. 4,50 für das Tausend zu ermäßigen. Firmeneindruck : RM. 2,— ie Tausend. Hauptgeschäftsstelle. Deutsche Nähmaschinen -Mechaniker-Schule Bielefeld. Die Deutsche Nähmaschinen-Mechaniker- Schule, Bielefeld, Am Sparrenberg, bittet um die Einsendung von Reparaturmaschinen. Neger-Maschinen-Slonioarn zum Stopfen mit dem Stopfapparat auf der Nähmaschine Richtig und qut für Seiden- und Florstrümpfe usw. in 23 modernen Strumpffarben. Lieferbar als: Art. 226 Schachtel mit 10 Holzrollen zu je 100 Meter nach Farbenkarte 226. 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D € h St hl Der Reichsverbandsbeitrag für alle Mitglieder beträgt A e RM. 26.—, wovon RM. 8. im ersten Vierteljahr (Juli Raum für Raum fur GUTSCHE Ser x September) zu zahlen sind. I Ile M Firmeneindruck Firmeneindruck Die englisch-amerikanische Singer Co. 7. = Die Haftpfl rsicherung ist konkurrenzlos bi i hat nach dem Kriege vom Deutschen | Reiche 27 Millionen Goldmark Kriegs- kr l er- x Mindestabnahme einer Sorte 500 Stück schadenersatz gefordert und 21 Millionen ium E y Preise: Goldmark erhalten, die wir Deutschen -500 Stück einer Sorte nach Ihrer Wahl aufbringen müssen. 7 E EA E DeGon 7 - jede weiteren ück einer Sorte STE TT 5 7 = Fragekasten. einschl. gleichem Firmeneindruck RM. 3.50 ul beim Einkauf von Näh Frage Nr. 642. Eiektrisch angetrizbene Reklamefig Demnach 1000 Stück einer Sorte einschl. glei- | CI : en herseller godersl ieleran® chem Firmeneindruck RM. 8.50 Meine DEUTSCHEN FABRIKATE sind Einer N 643. Lohria-Zentrifugen. steiler ode ıelerant? 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C ; eSinger (N Re schließt, Postgebühren zu beziehen von 5 y 3 a er 5 WZ enbach a. Mai AN = = R | „ZST Hauptgeschäftsstelle. VE NB. IPL COIL Dr a ee Ne R ei E Gau Leipzig Gau Hannover E S Unsere nächste Gauversammlung findet am Montag, Versammlungsbericht der Innung Celle vom 11. Okt. L> 32 den 5. Dezember 1927, 1 Uhr nachm., in Altenburg, Zunächst wurde über den Reichsmechanikertag in 2 = Hotel „Bayrischer Hof“, Ernststraße, statt. Die. Tages- Magdeburg. sowie über den Handwerkertag in Lüneburg anstelle des „Reichs-Mechaniker“ 5 ZE ordnung wird noch durch Rundschreiben bekanntgegeben Bericht erstattet. Die Unterbindung der von Lohn- Der Leiter der” Zentralstelle für Radfahrwege, Berlin empfängern als Nebenerwerb. betriebenen Schwarzarbeiten ohne Berechnung für Mitglieder. Koll. Max Trunz, hält einen Vortrag über die Schaffung ;st dringendste Aufgabe der Innung. Gegen einen Lie- y von Radfahrwegen für Stadt und Land. Wir bitten die feranten in Hannover, der diese Schwarzarbeiter be- Probenummer kostenlos Kollegen, die Gauversammkung recht zahlreich zw be- yefert, Sollen entsprechende Maßnahmen ergriffen wer- N u suchen, da Vortrag und Tagesordnung ein allseitiges den. Der Dampikessel-Ueberwachungsverein Scheint eine 3 2 Interesse beanspruchen dürften Art Auto-Ueberwachung nach Art gewisser Wirtschafts wir hitlen um Ablorderung! Die Gäu-Geschäftsstelle verbände eingerichtet zu haben. Am 8. und 9. Jan. 28 Vorsitzender Syndikus (gez) I Ullner. Neuheit“ | / E99 Massenartikel D. R.G. M. an jedem Fahrrad unentbehrlich, ist wegen hohen 5 Alters sofort zu verkaufen. nfachen Fabrikation Derselbe ist wegen passend für jeden Fahrrad-Mechaniker für jüngere Anfänger,” welche sich | schnelle Existenz gründen wollen M Seiner; e [254 | ) | eine zeuge compl. vorhanden, auch Modelle, so daß mit der Fa- nnen werden kann. Spezial- absolut’erforderlich en sind zul richten unter Nr. 6443 an 37 Birkenstr. Nr. 11 men ML. 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Der Reichsmechaniker Zeitung 24. November 1927


Von
1927
Seiten
42
Art
Zeitung
Land
Deutschland
Marke
Der Reichsmechaniker
Quelle
Gerhard Eggers
Hinzugefügt am
29.02.2020
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